Reisen per MietwagenWie finde ich den richtigen Mietwagen für die Familie im Urlaub?

Mit Flugzeug und Zug kommt man schnell und bequem ans Ziel, aber ohne eigenes Fortbewegungsmittel wird das unabhängige Erkunden des Urlaubsortes schwierig. Wie groß, wie teuer, was beachten? Wir sagen euch, wie ihr den perfekten Familien-Mietwagen findet.

von KidsAway-Redaktion

Der passende Mietwagen für eure Familie © contrastwerkstatt - fotolia.com

Der passende Mietwagen für eure Familie

© contrastwerkstatt - fotolia.com

Ein kurzer Blick auf das Angebot der verfügbaren Wagen zeigt, dass Kleinwagen gerade in Urlaubsländern verlockend günstig und reichlich vorhanden sind. Die Stiftung Warentest hat im Jahr 2011 im Internet die Preise von Autovermietern verglichen und kam zu dem Ergebnis: Die großen Vermieter wie Sixt, Avis, Europcar und Hertz sind zum Teil wesentlich teurer als kleinere Anbieter oder auch Mietwagenvermittler. Der Preisvergleich ergab Unterschiede von fast 400 Euro pro Woche!

Achtung, versteckte Kosten!

Die günstigen Preise können täuschen: Oft werden noch so einige zusätzliche Gebühren und Sonderkonditionen aufgeschlagen, die ihr vor der Buchung genau durchdenken solltet.

Ein Kilometerlimit, das eine Höchstzahl an gefahrenen Kilometern während der Mietdauer festlegt, kann sich für einen kurzen Wochenendtrip lohnen, ihr müsst aber wirklich sicher sein, dass ihr nicht weiter fahren werdet. Zusätzlich zurückgelegte Kilometer sind dann nämlich richtig teuer.

Auch Abhol- und Rückgabezeiten solltet ihr absolut pünktlich einhalten: Oft sind die Regelungen so streng, dass schon nach einer halben Stunde Verspätung ein zusätzlicher Miettag berechnet wird. Auch Zuschläge für die Abholung am Flughafen werden oft erst nachträglich aufgeschlagen; liegt euer Zielflughafen im Stadtgebiet, ist eine Taxi- oder Busfahrt zum Büro des Autovermieters vielleicht günstiger (um Stress zu vermeiden, kann einer von euch den Mietwagen abholen, während der Rest der Familie mit dem Gepäck am Flughafen oder davor in einem Park wartet).

Ihr seid noch jung oder habt den Führerschein gerade erst gemacht? Das ist vielen Vermietern zu riskant: Sie verlangen Aufschläge für Fahrer unter 19 Jahren, in einigen Ländern auch bis zu 25 Jahren. Der Führerschein muss mindestens ein Jahr alt sein, sonst gibt es gar kein Auto.

Besonders pikant ist die Tank-Regelung, hier wird vor allem in Spanien und Griechenland übel getrickst: Nehmt ihr das Mietauto vollgetankt entgegen, wird oft eine völlig überzogene „Tankpauschale“ dafür berechnet. Beim Abgeben soll der Tank dann leer sein – nur die mutigsten Fahrer schaffen es, wirklich mit dem letzten Tropfen zur Abgabestation zu rollen, so dass ihr natürlich dem Vermieter immer ein wenig Treibstoff schenkt. Besser ist es daher, nach der Abholung des Mietwagens selbst zu tanken und die Rechnung aufzuheben.

Findet ihr die genauen Mietbedingungen oder AGB des Autovermieters nicht auf der Website, raten wir: Finger weg, egal wie verlockend das Angebot ist!

 

Die richtige Größe

Seid ihr mit Baby und Kind unterwegs, sollte der Preis eure Entscheidung für eine Mietwagenklasse aber nicht allein bestimmen.

Überlegt vor der Buchung, wie viele Personen mit dem Auto fahren sollen, wie lang eure Beine sind (Kleinwagen haben zwar oft überraschend viel Stauraum, aber nur wenig Fußraum!), wie viel Gepäck ihr dabei habt und welche Strecken ihr mit dem Mietauto fahren wollt: Geht es nur um die 20 km vom Flughafen zum Hotel, kann man sich schon mal klein machen und eine Tasche auf den Schoß nehmen; wollt ihr eine Rundreise mit komplettem Gepäck an Bord machen, sollte diese auch komfortabel und sicher vonstatten gehen können.

Für Singles mit einem Kind oder Familien mit Baby eignet sich die kleinste Fahrzeugklasse („Mini“, „Kleinwagen“ oder „Economy“), die untere Mittelklasse ist noch einen Tick bequemer. In diese Modelle passt euer Gepäck bequem hinein, ihr seid in Städten beweglich, verbraucht wenig Treibstoff und findet auch die kleinste Parklücke.

 

TippAuf Motorleistung achten

Achtung: Wollt ihr mit Baby und Kind Touren durch die Berge machen oder längere Autobahnstrecken zurücklegen, dann schaut euch die Motorleistung eures Mietfahrzeugs an und wählt eventuell lieber eine höhere Kategorie, bevor ihr stotternd am Berg hängt.

 

Mietwagen sind für Familien ein praktisches Reiseverkehrsmittel © Max Topchii - fotolia.com

Mietwagen sind für Familien ein praktisches Reiseverkehrsmittel

© Max Topchii - fotolia.com

Die klassische vierköpfige Familie mit zwei Kindern benötigt für Fahrten, die über den Flughafen-Hotel-Transit hinausgehen, schon ein etwas größeres Mietauto: mindestens untere Mittelklasse, wenn möglich, höher. Viel Platz und Stauraum habt ihr in Compactvans und Kombis der Mittel- und Oberklasse, je nach Belieben auch in 4WDs und SUVs (Achtung, Treibstoffverbrauch!).

Sind zwei Sitze auf der Rückbank mit euren Kindern besetzt, muss das Familien-Gepäck zumindest zum größten Teil in den Kofferraum passen; alles andere beeinträchtigt nicht nur eure Bequemlichkeit, sondern auch die Fahrsicherheit. Habt ihr einen Kinderwagen oder Buggy für euer Kind dabei, müsst ihr zusätzlichen Stauraum einplanen – das Litermaß, das die Autohersteller für ihre Kofferräume angeben, ist meist wenig aussagekräftig. Was, wenn ihr den Kinderwagen zwar hineinquetschen könnt, aber ihn dafür jedes Mal vollständig zerlegen müsst? Oder wenn er partout nicht durch die zu enge Ladeluke passt?

Habt ihr mehr als zwei Kinder oder große Mengen an Gepäck dabei – etwa Campingausrüstung oder ein Babyreisebett –, dann kommen nur noch Sieben- oder Neunsitzer in Frage. Die allerwenigsten Automodelle erlauben es, drei Kindersitze für eure Kinder nebeneinander auf der Rückbank anzubringen; auf längeren Fahrstrecken ist es sehr unbequem, wenn ein Erwachsener dann hinten auf dem mittleren Platz zwischen den Kindern eingequetscht sitzen muss. Die „Familienschiffe“ haben auch den Vorteil, dass Schiebetüren das Ein- und Aussteigen erleichtern.

 

TippSpartipp

Ist ein Van zu teuer und können mindestens zwei Personen fahren, solltet ihr prüfen, ob es nicht günstiger ist, stattdessen zwei Kleinwagen oder Autos der unteren Mittelklasse zu mieten. Dann habt ihr auf jeden Fall insgesamt mehr Stauraum für Gepäck. Manche Anbieter vermieten auch Dachboxen; das kann eine gute Alternative sein.

 

Wagen in den größeren Fahrzeugklassen sind in der Ferienzeit und an Wochenenden nur begrenzt verfügbar. Damit ihr euch nicht samt Baby und Kind in ein zu kleines Auto quetschen oder wider Willen das teure Angebot der Konkurrenz nehmen müsst, solltet ihr euren Familien-Mietwagen so früh wie möglich buchen. Gerade, wenn ihr viele Kinder und/oder viel Gepäck habt, ist der passende Mietwagen wirklich ein A und O für einen gelungenen Urlaub.

Sooo viel Gepäck habt ihr ja gar nicht, und ihr wollt mit dem Auto ja nur zum Strand fahren? Schaut euch mal an, wie viele Taschen, Rucksäcke, Schwimmtiere, Strandmuscheln und Badematten ihr schon ins Freibad mitnehmt. Kommt dann noch ein Picknickkorb dazu, kann es im Opel Corsa mit Baby, Kind und Gepäck ganz schön eng werden – und im Sommer auch schnell unangenehm heiß!

 

Packtipps für den Mietwagen-Urlaub

Gerade beim Autofahren mit Baby und Kleinkind hat Sonnenschutz absolute Priorität! Auch wenn es im Urlaub gar nicht allzu warm werden soll: Sonnenblenden oder Sonnenrollos zum Anklemmen für die hinteren Scheiben sind sehr wichtig, weil kaum ein Mietwagen mit festem Sonnenschutz ausgerüstet ist.

Denkt auch daran, dass sich eure Kinder beim Autofahren beschäftigen können! Kleine, reisetaugliche Spiele sowie ein paar CDs und Hörspiele gehören unbedingt ins Gepäck; Bücher sollten Kinder während der Fahrt nur lesen dürfen, wenn sie zuverlässig immun gegen Reisekrankheit sind. Die meisten modernen Autos haben CD-Spieler an Bord, die auch MP3 lesen können, so spart ihr Platz und könnt mit einem passenden Adapter auch direkt Musik vom Smartphone oder iPod abspielen.

Da Babys und Kinder gern kleckern, krümeln und generell für Unordnung sorgen, wollt ihr vielleicht auf Nummer sicher gehen und die Rückbank und gemietete Autokindersitze mit einem großen Tuch abdecken; eine Notfallausrüstung aus Wasserflasche, Feuchttüchern und einem Wechselset Kleidung sollte auf Tour immer dabei sein.

Schließlich kennt ihr euch auf ausländischen Straßen wahrscheinlich nicht allzu gut aus; eine Straßenkarte oder ein Auto-Atlas macht sich da immer gut. Auch wenn ihr zu Hause gern mit dem Smartphone über Google Maps navigiert, prüft vorher, was euch der mobile Internetzugang im Urlaubsland kostet! Der Preis einer guten Straßenkarte ist dann nämlich schnell überschritten.

Erfahrungsbericht Packliste Autofahrten mit Familien

Ein Blick auf unsere Packliste für lange Autofahrten für Familien schadet auch bei langen Fahrten mit dem Mietwagen nicht. Ihr könnt euch diese Packliste kostenlos im Mitglieder-Bereich herunterladen.

 

Autokindersitz

Die zentrale Frage für Eltern mit Baby und Kind unter 12 Jahren lautet: Wie machen wir es mit den Autokindersitzen, ausleihen oder selbst mitbringen?

Sicherheit im Mietauto - nur mit passendem Kindersitz! © S. Kobold - fotolia.com

Sicherheit im Mietauto - nur mit passendem Kindersitz!

© S. Kobold - fotolia.com

Die Antwort auf diese Frage hängt vor allem vom Reiseland ab. Viele Länder haben weniger strenge Sicherheitsvorschriften als Deutschland, besonders in Asien und Nordafrika sind Autokindersitze und Babyschalen „Touristen-Luxus“ oder völlig unbekannt. Sind Autokindersitze tatsächlich nicht vorgeschrieben, kann dies für euch das zusätzliche Problem bedeuten, dass die Mietautos gar keine Gurte auf der Rückbank haben – dann nützt euch auch ein mitgebrachter Sitz nichts. Viele Anbieter geben bereits für drei- bis vierjährige Kinder nur noch Sitzerhöhungen heraus; das ist viel zu gefährlich, besteht ausdrücklich auf einem Autokindersitz!

In europäischen Ländern herrscht Autokindersitzpflicht und alle Sitze müssen das ECE-Prüfsiegel 44/03 oder 44/04 tragen. Erkundigt euch genau, was der Vermieter unter „Autokindersitz“ versteht: eine einfache Sitzerhöhung oder einen Klasse-I/II-Sitz?

 

Autokindersitz-Regeln in anderen Ländern

Welche Regelungen in anderen Ländern gelten, zeigt unsere Übersichtstabelle.

Land

Babyschale

Autokindersitz

Sitzerhöhung

Deutschland, EU, Schweizbis 10 kg/9 Monate, nur rückwärts gerichtet; nur mit ECE 44/03 oder /04mit Seitenhalt: 9 bis 18 kg (etwa 4 Jahre), ohne Seitenhalt: 15 bis 25 kg (etwa 7 Jahre)bis 12 Jahre oder 1,50 m Körpergröße
Frankreichwie EU, nur auf der Rückbank erlaubtwie EU, nur auf der Rückbank erlaubtbis 10 Jahre nur auf der Rückbank
Österreichwie EUwie EUbis 14 Jahre oder 1,50 m Körpergröße
Großbritannien, Irlandwie EUwie EUbis 12 Jahre oder 1,35 m Körpergröße
USAbis 1 Jahr, nur rückwärts gerichtet, nur mit FMVSS-213-Siegelbis 4 oder bis 9 Jahre, je nach Bundesstaat verschieden, nur mit FMVSS-213-Siegelje nach Bundesstaat verschieden, empfohlen  bis 1,45 m, nur mit FMVSS-213-Siegel
Kanada So lange der Sitz passt, mindestens bis 10 kg, nur rückwärts gerichtete Sitze mit kanadischem Standard (hergestellt nach 1.1.2012)Solange der Sitz passt, ab 10 bis 30 kg, nur mit kanadischem Standard mit Top Tetherab 18 kg, nur kanadischer Standard
Australienbis 6 Monate/9 kg, nur mit „Australian Standard“, nur rückwärts gerichtetbis 4 Jahre, nur Sitze mit „Australian Standard“bis 7 Jahre, nur Sitze mit „Australian Standard“
Neuseelandbis 6 Monate/9 kg, nur rückwärts gerichtetbis 5 Jahre/18 kg, nur Sitze mit Top Tetherbis 7 Jahre/ 26 kg (ab 5 Jahren muss mindestens angeschnallt gefahren werden, wenn kein Sitz vorhanden ist)
Südafrikaempfohlen: bis 1 Jahr nur rückwärts gerichtet und nur auf dem Rücksitz; gesetzl. vorgeschrieben bis 21 kg, falls Sitz vorhanden; nur mit „South African Bureau of Standards“-Zertifikatbis 3 Jahre/21 kg, falls ein sitz vorhanden ist; nur mit „South African Bureau of Standards“-ZertifikatÜber 21 kg Anschnallpflicht, Sitzerhöhung bis 12 Jahre wird empfohlen

 

Autokindersitze können in aller Regel für einen Pauschalpreis dazugebucht werden, sofern noch welche vorrätig sind – auch hier heißt es also: zeitig buchen! Bei Babyschalen wird es trotzdem oft eng. Hier solltet ihr wirklich nach Möglichkeit eure eigene Babyschale mitbringen: Euer Baby fühlt sich darin wohl (hoffentlich) und ihr könnt sicher sein, dass die Babyschale in technisch und hygienisch gutem Zustand ist – leider ist das bei gemieteten Sitzen nicht die Regel.

Die allermeisten Fluggesellschaften nehmen Kindersitze und Babyschalen kostenlos als Sperrgepäck mit. Wenn Ihr einen für die Nutzung im Flugzeug zugelassenen Autokindersitz besitzt, könnt ihr den Sitz auch direkt im Flugzeug zur Sicherung eures Kindes verwenden.

Wenn ihr eine Babyschale auf dem Beifahrersitz anbringen wollt, dürft ihr das nur bei ausgeschaltetem Airbag tun! Bittet den Autovermieter, euch zu zeigen, wie das geht. Achtung: Bei einigen Modellen muss eine Werkstatt den Airbag deaktivieren, das kann umständlich und teuer werden.

Zwei Autokindersitze passen in jedem Auto auf die Rückbank; bei größeren Kindern und auch bei Babyschalen solltet ihr aber auch auf genügend Beinfreiheit achten – sowohl beim Kind als auch beim davor Sitzenden. Ist der Fahrer sehr groß, kann es für eine Babyschale fürs Baby auf der Rückbank eng werden. Sehr hohe Kindersitze mit Isofix-Systemen (und vor allem auch Reboarder) können auch Probleme mit der Kopffreiheit bekommen.

Leider ist die Fahrzeugklasse allein kein Hinweis, wie geräumig ein Auto innen ist und welche Beinfreiheit es bietet. Erkundigt euch am besten bei Bekannten oder in Internet-Foren, welche Erfahrungen Eltern mit bestimmten Fahrzeugmodellen haben.

 

Das Kleingedruckte

Die Stiftung Warentest und der ADAC sind sich einig; Mietwagen sollten, wann immer möglich, von Deutschland aus gebucht werden, am besten über einen deutschen Mietwagenvermittler. Dann habt ihr nicht nur genug Zeit, um in Ruhe Preise und Leistungen der verschiedenen Anbieter zu vergleichen; sollte es Probleme geben (auch nachträglich), habt ihr dann einen Ansprechpartner in Deutschland.

Wichtig ist vor allem, dass euch der gesamte Mietpreis vor Buchungsabschluss klar und nach einzelnen Positionen aufgeschlüsselt angegeben wird. Auch die Rückgabemodalitäten müssen vorher deutlich angekündigt werden. Achtet darauf, dass alle Vereinbarungen mit eurem Vermieter schriftlich festgehalten sind und unterschreibt nie Verträge, die ihr nicht genau durchgelesen habt (oder die ihr nicht lesen könnt). Ist der Mietvertrag in der Landessprache, muss wenigstens eine englische Übersetzung beiliegen.

Prüft das Mietauto vor der Übernahme genau auf Kratzer, Beulen, Risse in den Scheiben und andere Schäden und lasst diese in einem Übergabeprotokoll dokumentieren. Auch bei der Abgabe des Fahrzeugs solltet ihr euch schriftlich bestätigen lassen, dass keine Schäden vorliegen. Dafür muss natürlich das Auto während der Öffnungszeiten abgeholt und wieder abgegeben werden; das Zündschlüssel-Einwerfen nach Büroschluss ist zwar verlockend und bequem, hier sind nachträglichen (und schwierig zu widerlegenden) Forderungen des Vermieters für Lackreparaturen oder Innenraumreinigung aber Tür und Tor geöffnet. Lässt sich die späte Rückgabe nicht vermeiden, sucht euch wenigstens einen Mitreisenden als Zeugen, der den einwandfreien Zustand eures Autos bestätigt, und macht Fotos.

 

TippTipp: Vorteil Pauschalbuchung

Wenn ihr euer Mietauto zusammen mit dem Pauschalpaket Flug und Hotel bei einem Veranstalter bucht, trägt dieser die Beweislast für Schäden am Fahrzeug und ihr seid aus dem Schneider.

 

Erscheint euch das Mietfahrzeug nicht vertrauenswürdig oder findet ihr offensichtliche Mängel, nehmt ihr es natürlich nicht an!

 

Versicherungen

Jedes Mietauto sollte mit einer Vollkasko-Versicherung abgedeckt sein (im Ausland heißt das auch „LDW“ oder „CDW“). Bucht nach Möglichkeit nur Tarife ohne Selbstbeteiligung! Im Fall eines Unfalls (den müsst ihr nicht einmal selbst verschuldet haben) seid ihr ansonsten verpflichtet, alle Schäden bis zur Höhe der Selbstbeteiligung erst einmal selbst zu übernehmen.

Selbst bei Tarifen ohne Selbstbeteiligung sind viele Schadensarten ausgeschlossen: Lest also genau nach, was bei Schäden an den Reifen, am Unterboden oder durch Steinschlag vorgesehen ist. Auch eine Diebstahlversicherung sollte in der Vollkasko enthalten sein.

Eine Haftpflichtversicherung ist in EU-Ländern verpflichtend, in anderen Staaten nicht unbedingt – Mietwagen sind aber grundsätzlich immer haftpflichtversichert. Das Problem: In Ländern wie der Türkei oder den USA liegen die staatlich vorgeschriebenen Mindestdeckungssummen viel niedriger. Verursacht ihr einen großen Schaden (zum Beispiel wenn ein Unfallopfer danach eine lebenslange Rente bezieht), seid ihr dann unter Umständen nicht genügend abgesichert.

Beträgt die Deckungssumme für Sachschäden weniger als 1 Million Euro und für Personen weniger als 7,5 Millionen Euro, solltet ihr entweder um eine Erhöhung der Deckungssumme bitten oder in eurer eigenen Kfz-Haftpflicht eine Mallorca-Police abschließen (die schließt auch Mietwagen mit ein).

Eine Personeninsassenversicherung (PAI) ist dagegen überflüssig, solange ihr eine Kasko-Versicherung habt.

 

WebWebtipp: Das Europäische Verbraucherzentrum bietet die Broschüre „Per Mietwagen durch Europa“ mit vielen praktischen Tipps zum kostenlosen Download an.

 

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Kommentar als Gast schreibenKommentar (1)

  • gebhardt

    wie sieht es aus mit einer Dachbox?

    Antworten | 11. August 2013

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