Auftanken in der NaturBergsteigen mit Kindern – Tipps für gelungene Familientouren

Sich mit Kindern auf den Berg zu begeben – das bedeutet mehr, als nur seinen Schritt zu verlangsamen: Es sind nämlich unsere Kinder, die uns ins Gebirge mitnehmen und nicht umgekehrt. Wer die Perspektive wechselt und die Touren kindgerecht auswählt, kann sich auf schöne Erlebnisse mit der ganzen Familie freuen!

von KidsAway-Redaktion

Bergsteigen mit Kindern macht Spaß. © ARochau - Fotolia.com

Bergsteigen mit Kindern macht Spaß.

© ARochau - Fotolia.com

Die meisten Kinder finden Wandern oder Bergsteigen nicht wirklich cool und können mit langen Fußmärschen nichts anfangen – das ist bekannt. Allerdings gibt es einige Tipps, mit denen wander- und bergsteigebegeisterte Eltern ihren Kindern die Bewegung in den Bergen schmackhaft machen können.

Wenn ihr eine Tour durch die Augen eures Nachwuchses betrachtet und eure Ansprüche zurückschraubt, dann macht Bergsteigen der ganzen Familie Spaß.

Geht ihr mit Kindern bergsteigen oder gehen die Kinder mit euch?

Meist scheitert das Bergsteigen mit Kindern daran, dass Mama und Papa ihre Ziele erreichen wollen und die Kinder mitnehmen, ohne deren Bedürfnisse zu berücksichtigen. Dabei gilt: Wenn die Motivation eurer Kinder stimmt, dann gehen sie gerne auch auf höhere Gipfel. Das wollen eure Kinder beim Bergsteigen:

  • mit euch Spaß haben,
  • da und dort verweilen,
  • spielen,
  • nicht weit gehen und
  • meist etwas anderes tun, als ihr es wollt.

 

Hier einen Kompromiss aus den Wünschen von Groß und Klein zu finden, ist das Geheimnis toller Familientage im Gebirge.

 

Darauf müsst ihr bei der Tourenplanung achten

Kinder sind keine Mini-Erwachsenen und wollen nicht nur Mama und Papa hinterherlaufen, zudem langweiligen sie sich auf abwechslungsarmen Ausdauertouren; das müsst ihr bei der Planung generell im Hinterkopf behalten. Außerdem gilt: Kinder brauchen Zeit – sie ermüden rasch, erholen sich aber genauso schnell.

Die Hälfte der Wanderzeit solltet ihr, vor allem bei jüngeren Kindern, daher für Pausen und Spielphasen einplanen. Aber auch entlang der Strecke benötigt euer Kind Zeit zum Entdecken: Gemeinsam mit ihm könnt ihr Details in der Natur genießen und euch davon faszinieren lassen. Nicht vergessen: Der Weg ist das Ziel!

  • Gründliche Planung: Eine tolle Bergtour beginnt im Wohnzimmer mit Wanderkarte, -führer und Wetterbericht. Route und Ziel müsst ihr stets an den Bedürfnissen des jüngsten oder schwächsten Teilnehmers ausrichten – das sind meistens die Kinder.

 

TippKeine Zufälle

Ohne einen Blick auf das Wetter solltet ihr niemals eine Tour planen. Besondere Vorsicht ist bei Gewittern und Kaltfronten geboten – das Schönwetter direkt zuvor ist trügerisch. Außerdem: Starke Winde verschlimmern die Kälte.

 

  • Die Anfahrt mit Bus/Bahn zum Startpunkt der Familienbergtour ist für alle stressfrei und zusätzlich spannend.
  • Plant die Bergtour mit Kind so, dass unterwegs auch Streckenänderungen möglich sind und berücksichtigt genügend Zeit für Abstecher, Erholungsphasen und Spielpausen.
  • Verwendet zur Familientourenplanung eine topografische Karte, die euch Beschaffenheit und Eigenart des Berggeländes zeigt.

 

ErfahrungsberichtStets den Gipfel erklimmen?

Wer sagt, dass das Ziel immer ein Gipfel sein muss? Kinder finden einen Bergsee, eine Hütte oder Alm oft viel interessanter.

 

  • Die Tourengliederung sollte überschaubar sein und attraktive Etappenziele beinhalten – das motiviert eure Kinder zum Wandern. Ein Beispiel: Von der Hütte zur Spielwiese, dann über das Schneefeld zum Bergbach und zurück über die Kletterstelle.
  • Fragt eure Kinder nach ihren Wünschen!
  • Rundwege sind interessanter als der Auf- sowie Abstieg über denselben Weg.

 

ErfahrungsberichtKinder lieben Abwechslung

Stundenlange Wanderungen auf monotonen Forststraßen und eintönige Bergwege – Strecken ohne Abwechslung sind für euer Kind genauso demotivierend wie zu schwierige Touren. Kleine Wege und Steige sind um einiges spannender. Entdeckt mit euren Kindern die Natur – beobachtet mit Feldstecher oder Lupe Pflanzen und Tiere, schnitzt ein Schiff aus Baumrinde und lasst es den Bergbach hinabfahren.

 

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