ErfahrungsberichtProtokoll eines Fluges mit Kleinkind

Viereinhalb Stunden Flug mit acht Monate altem Baby - wie geht das? Wir haben zwei kleine Babys auf ihrem gemeinsamen ersten Flug begleitet: Das eine Baby fliegt im Autokindersitz, das andere Baby auf dem Schoß seiner Eltern. Ein Vergleich.

von Kerstin

Zufriedenes Baby im Autokindersitz im Flugzeug © KidsAway

Zufriedenes Baby im Autokindersitz im Flugzeug

© KidsAway

Mit Baby viereinhalb Stunden in der Luft

Es ist 6.53 Uhr, endlich sind wir an Bord des Pauschalfliegers, der uns in viereinhalb Stunden nach Teneriffa bringen soll. Am Eingang drückt mir die nette Stewardess einen Schlaufengurt mit Kopfkissen in die Hand, obwohl wir einen eigenen Platz für unser Baby gebucht haben und einen zuvor von der Fluggesellschaft zugelassenen Autokindersitz dabei haben. „Zur Sicherheit“, meint sie. Ich frage zurück: „Was meinen Sie?“ „Damit Sie Ihr Baby bei Start und Landung auf Ihrem Schoß sichern können.“ – Niemals, schließlich zahlen wir auch ganz regulär für den Sitzplatz für unsere Kleine. Und gerade wegen der großen Sicherheitsrisiken bei Start und Landung haben wir für sie, obwohl sie erst acht Monate alt ist, einen eigenen Sitzplatz gebucht. Aber das Kopfkissen nehmen wir gerne, denn für Erwachsene gibt es keine.

7:00 Uhr Emilie sitzt glücklich auf ihrem Platz im ihr vertrauten Autokindersitz. Sie gluckst und schaut sich interessiert um – so viele Lichter und Menschen. Wir sitzen in einer Dreierreihe. Emilie sitzt auf dem von der Airline extra für sie nebst Autokindersitz vorgesehenen Fenstersitzplatz. Ich sitze an ihrer Seite. Rechts außen auf dem Gangplatz sitzt ein freundlicher, hilfsbereiter älterer Herr. Mein Sohn und mein Mann sitzen in der Reihe hinter uns.

7:02 Uhr Das Flugzeug ist bis auf den letzten Platz besetzt.  Eine Familie mit einem kleinen Jungen in etwa Emilies Alter hat die Plätze in der Reihe vor uns gebucht. Erstaunt fragen Sie beim Hinsetzen die Stewardess: „Wir haben die Plätze A und C reserviert. Und nun ist der Mittelplatz (Platz B) besetzt. Der war doch für Max gedacht!“ Die Stewardess entgegnet, dass die Flüge zu den kanarischen Inseln meist bis auf den letzten Platz ausgebucht seien. Also bleibt der Familie nichts anderes übrig als ihr Kind auf den Schoß zu nehmen. Beim Start befestigen sie Max mit dem Schlaufengurt an Mamas Beckengurt.

Schlaufengurt im Flugzeug © KidsAway

Schlaufengurt im Flugzeug

© KidsAway

7:35 Uhr Emilie ist noch immer wach. Das Flugzeug setzt sich in Bewegung Richtung Startbahn. Max beginnt zu schreien.

7:43 Uhr Wir heben ab. Emilie verschläft den Start.

8:03 Uhr Eine freundliche Stewardess verteilt Spielzeug für die Kinder. Auch Emilie und Max werden mit lustigen Lätzchen und einem Kinderbingo versorgt.

8:14 Uhr Stellungswechsel. Der halbwache Max wird von Mamas Arm auf Papas Schoß bugsiert. Emilie schläft.

8.21 Uhr Max weint. Emilie ist wach und fröhlich schnullert vor sich hin. Ab und zu zupft sie Mama an ihren Haaren.

8:30 Uhr Frühstück. Zu Glück passen zwei Frühstücktabletts auf einen Klapptisch bei Max‘ Eltern. Max sitzt jetzt wieder bei Papa auf dem Schoß, während seine Mama frühstückt. Unser Sohn, der zusammen mit Papa in der Reihe hinter uns sitzt, bekommt ein von uns vorbestelltes Kinderfrühstück.

8:40 Uhr Jetzt kommen die Getränke. Bei Max‘ Familie ist die Stimmung bis zu uns spürbar angespannt.

8:48 Uhr Nach nur acht Minuten bringt uns die Stewardess heißes Wasser für Emilies Babybrei.

Tipp Tipp
Nicht immer geht das so schnell und unkompliziert, insbesondere wenn der Flug etwas kürzer ist und die Stewardessen alle Hände voll zu tun haben. Am besten also selbst heißes Wasser in einer Baby-Thermobehälter mitbringen (das bekommt Ihr auch problemlos durch die Sicherheitskontrolle) oder gleich nach dem Start und noch vor der Essensausgabe heißes Wasser beim Bordpersonal ordern.

8:55 Uhr Max‘ Papa klappt mir seinen Sitz auf mein Frühstückstablett. Die Sitzreihen sind bekannterweise in Pauschalfliegern ja eher eng. Ich finde es nicht sehr witzig, halte mich aber zurück. Denn Max weint schon wieder, und nun beginnt auch Emilie für eine Minute zu meckern.

8:58 Uhr Habe Emilie fertig gefüttert. Jetzt bin ich dran mit dem Frühstück.

Tipp Tipp
Wenn Ihr mit Baby auf dem Schoß reist, dann bittet die Stewardess, Euch Euer eigenes Essen erst nach dem Füttern Eures Babys zu bringen.

9:02 Uhr Max jammert.

9:03 Uhr Max‘ Jammern steigert sich zu einem Herzen zerreißenden Weinen.

9:05 Uhr Max‘ Papa macht Muskelkräftigungsübungen. Um Max zu beruhigen, stemmt er ihn über seinen Kopf Richtung Leselicht. Emilie schaut dem Treiben interessiert  und verdutzt zu.

9:09 Uhr Emilie erzählt lauthals: „Babb babb babb!“

9:15 Uhr Vielleicht hat Emilie etwas in der Hose? – Ab zum Flugzeugklo in der Mitte beim Notausgang. Der Wickeltisch ist erstaunlich groß und über der Kloschüssel ausklappbar, der Toilettenraum (noch) sehr sauber. Aber Fehlalarm. Ich wickele sie trotzdem.
Für das Deponieren der Windeln haben die Stewardessen an alle Eltern Plastiktüten verteilt, denn die kleinen Stinkbomben sollen idealerweise nicht einfach auf der Toilette im offenen Mülleimer entsorgt werden. (Das ist übrigens das erste Mal, dass wir das erleben.) Ich ziehe Emilie die warmen Klamotten aus.

9:32 Uhr Zurück am Platz. Emilie meckert kurz beim Reinsetzen in den Kindersitz. Max wird gerade gestillt.

9:35 Uhr Max weint etwa zwei Minuten lang.

9:42 Uhr Emilie findet nicht in ihren Vormittagsschlaf und quengelt etwas. Ich nehme ihre Hand und alles ist gut.

9:59 Uhr Emilie spielt mit ihrem Fläschchen. In der vorderen Reihe ist alles ruhig, Max schläft. Eine andere Mutter trägt ihr 16 Monate altes Baby in einer Babytrage im Gang auf und ab.

10:04 Uhr Übergabe! Nun darf Papa das Tragebaby weiter durch den Gang tragen. Heute ist alles anders. Normalerweise macht Emilie von zehn bis zwölf ihren Vormittagsschlaf. Wir sind gelassen und warten ab, was kommt.

10:10 Uhr Unser Muh-Kuh-App kommt zum ersten Mal zum Einsatz. Emilie findet es gut.

10:14 Uhr Max meldet sich zurück und weint etwa vier Minuten lang.

10:21 Uhr Und noch einmal: Max findet nicht zur Ruhe und weint schon wieder für mehrere Minuten. Auch Emilie stimmt ein und meckert ganz kurz in ihrem Kindersitz. Wenn ich ihre Hand nehme, ist aber alles wieder gut.

10:24 Uhr Vielleicht hat Emilie Hunger? Ich gebe Emilie ein paar Löffel aus dem mitgebrachten Obstgläschen.

10:27 Uhr Max weint immer noch …

10:28 Uhr Zweiter Wechsel beim Tragekind im Gang. Seine Mama übernimmt wieder das Rundenziehen mit ihm. Dieses Mal geht es aber zu Fuß weiter.

10:32 Uhr Emilie ist eingeschlafen mit meinem Händchen. Nun ist Zeit für einen ungestörten Toilettengang von Mama. Ich bin voller Breipulver, die Breitüte war wohl undicht. Das nächste Mal nehme ich nur eine oder zwei Portionen abgepackt mit. Und der Brei lädt sich statisch auf.

10:47 Uhr Zurück am Platz vom WC. Max wird mittlerweile von seinem Papa im Gang herumgetragen. Das andere Baby läuft mit seiner Mama im Gang auf und ab. Emilie schläft.

10:51 Uhr Max‘ Papa setzt sich mit ihm wieder hin. Max ist wach. Ich schließe die Augen und döse etwas.

11:02 Uhr Emilie ist wieder wach. Offenbar ist sie ausgeschlafen. War wohl nur ein kurzer Power-Nap.

11:15 Uhr Ich füttere Emilie den Rest des Obstgläschens. Mit Entsetzen stelle ich fest, dass ich Emilies Mittagsessen nicht ins Handgepäck gepackt habe! Ich frage die Stewardess, ob sie Babynahrung an Bord haben. Sie muss nachfragen.

11:25 Uhr Nach fast vier Stunden Flug nehme ich Emilie das erste Mal aus dem Kindersitz auf den Arm. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie in ihrem Autokindersitz sehr glücklich (und ich auch).

11:35 Uhr Zweiter Wickelversuch auf der Flugzeugtoilette. Dieses Mal bin ich erfolgreich. Der Pilot macht schon die erste Durchsage zum Landeanflug. Die Stewardess teilt mir mit, dass sie keine Gläschen an Bord haben. Diese gibt es nur in den großen Maschinen und nur auf Langstreckenflügen (unser Flug nach Teneriffa ist nur ein Mittelstreckenflug). Schön dumm, aber zum Glück landen wir ja gleich.

11:44 Uhr Landeanflug. Emilie sitzt wieder sicher angeschnallt in ihrem Kindersitz und spielt mit verpacktem Flugzeugplastikbesteck. Das knistert so schön. Und die Schwerkraft kann sie damit auch testen.

11:49 Uhr Max weint kurz. Emilie spielt weiterhin zufrieden mit ihrem Besteck.

11:58 Uhr Landung. Kurz vor dem Aufsetzen auf der Landebahn dringt ein untrüglicher Geruch zu mir: Emilie hat noch einmal die Windel voll! Oje, das wirft meine Windelplanung völlig durcheinander. Weil ich sie schon auf dem Flughafen und auch im Flugzeug öfter als normal wickeln musste (inklusive Fehlalarm), habe ich keine Windel mehr. Ich kann sie aber so unmöglich aus dem Flugzeug tragen – abgesehen von der starken Geruchsbelästigung würde das eine Generalsanierung zur Folge haben.

Tipp Tipp
Das Schlaf- und Stuhlgangverhalten ist auf Reisen mitunter anders als sonst. Packt deshalb für längere Fahrten, insbesondere für Anreise und Abreise mehr Windeln als gewohnt ein.

Nach der Landung bitte ich die Eltern des Tragebabys um eine Windel. Sie geben mir ihre letzte (!) Windel und wir sind gerettet. Vielen Dank! Ich nutze noch ein letztes Mal den Wickeltisch in der Flugzeugtoilette. Wir sind die letzten, die aussteigen, aber die ersten, die ihre Koffer am Kofferband erhalten.

 

Fazit: Nie wieder ohne unseren Kindersitz!

Während Baby Emilie im Kindersitz viel geschlafen und kaum geweint hat (insgesamt nur etwa 4 Minuten innerhalb von ca. fünf Stunden an Bord), hat Max mehr als zehn Mal geweint – und das etwa 30 Minuten lang. Das entspricht 10 Prozent der Flugzeit!

Und für uns Eltern war der Flug auch nicht stressig: Hätte ich nicht akribisch Protokoll geschrieben, hätte ich wohl tatsächlich ein paar Seiten in einer Zeitschrift lesen können oder mir den Bordfilm anschauen können. Max‘ Eltern hingegen waren recht angespannt und mit Trösten und Herumtragen des Babys gut beschäftigt.

Mal abgesehen von dem erheblichen Sicherheitsrisiko, dass das Reisen mit Schlaufengurt auf dem Schoß eines Elternteils für das Baby birgt, ist das Reisen mit eigenem Kindersitz einfach um ein Vielfaches entspannter und komfortabler für Baby und Eltern.

 

Leserfrage: Wie haltet Ihr es mit dem Fliegen mit Eurem Baby? Mit oder ohne Kindersitz? (Zum Beantworten einfach hier klicken!)

 

 

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Kommentar als Gast schreibenKommentare (29)

  • Nadia

    Wie unsympathisch und selbstverliebt ist das denn bitte?
    Schön, dass du ein entspanntes Kind hast. Aber es gibt auch Babys die nicht so sind.
    Meins schreit auch beim Autofahren, da würde ein eigener Sitz im Flugzeug auch nichts bringen.
    Vielleicht hatte Max Probleme mit dem Druckausgleich und hat deswegen geschrien.

    Antworten | 12. März 2016
    • steffi

      seh ich genau so!!!!!!

      Antworten | 28. März 2016
  • Sarah

    So etwas unnützliches habe ich selten gelesen, vielleicht sitzt Max (so wie unser Kind) auch im Auto schon nicht gerne im Kindersitz und bewegt sich lieber und ist von Natur aus einfach etwas quengeliger und möchte gern getragen werden.
    Dislike und 0 Bewertungspunkte für diesen Artikel aus Sicht einer Mutter

    Antworten | 10. März 2015
  • Zimmter

    Emilie schient ja ein echtes Vorzeigekind zu sein und Max ein schreckliches Kind!
    Wie kann man nur einen so gefakten Bericht veröffentlichen? “..Max hat 4 Minuten geweint…” hatte Emilies Mutter eine Stppuhr mit? Was für ein Quatsch…Mein Sohn sitz auch im Kindersitz nicht ruhig, er will sich halt bewegen, was ich im Flugzeug auch gerne machen würde. Was für ein schlechter Bericht…

    Antworten | 20. August 2014
  • sarah kayacan

    Wir fliegen in 5 Tagen ebenfalls nach Fuerteventura. Unsere Kleine ist 10 Monate und wir haben den Platz mit der Babyschale reserviert. Ich bin zuversichtlich, dass es damit auch klappt. Ich nehme stattdessen lieber den Buggy mit (statt Autositz), wo soll ich den nachher hintun?
    Und ob Max nur so quengelig war wegen dem Schoßplatz, muss nicht sein. Jedes Kind ist ja unterschiedlich und ich denke, Max wird auch sonst eher der Quengeligere gewesen sein.
    Zumal würde meine Kleine auch in ihrem Kindersitz keine 4 Stunden sitzen wollen u anfangen zu weinen… Wir werden sehen ;-)

    Antworten | 29. Juni 2014
  • Wie fliegen nach Mallorca mit 2 Kindern ( 5 und 1 Jahr) Und wir werden keinen Sitz mitnehmen. Wenn ich mir vorstelle 3 Koffer, Reisebett, Kinderwagen, Wickeltasche, 2 Kindern und dann noch Kindersitz? Wenn wir nur 1 Kind hätten dann ja, aber sonst….

    Antworten | 24. Juni 2014
    • Liebe tulpe, du musst dich hier nicht rechtfertigen. Was du für die Sicherheit deiner Kinder tust oder nicht tust, ist ganz allein deine Entscheidung :-) Vielleicht magst du aber noch mal darüber nachdenken, ob für dein kleineres Kind schon der CARES-Gurt in Frage kommt? Da würde das Argument der Sperrigkeit nämlich wegfallen …

      Antworten | 25. Juni 2014
      • Aber der Kleiner ist gerade 1 Jahr und 3 Monaten. Der kann noch nicht allein ins Sitz.

        Antworten | 30. Juni 2014
        • Liebe Tulpe, mit über einem Jahr sollte deinem Kleinen perfekt der CARES-Gurt passen. Natürlich müsstest (und dürftest!) du dann auch bei der Airline einen Sitzplatz für ihn buchen.

          | 30. Juni 2014
  • Reiche

    Wir sind mit unserem großen das erste mal geflogen, da war er 10 Monate. Wir hatten damals noch die Babyschale und diese auch mit auf Reisen, allerdings ohne extra Sitz für ihn, dafür haben wir die Plätze hinter der Boardwand gebucht, die das einhängen von babybettchen (gibt es bei manchen Airlines, z.b. LH) ermöglichen, die Schale stand zu unseren Füßen.. Zu Start und Landung saß unser Großer auf meinem Schoß und ich habe ihn gestillt, um einen guten Druckausgleich zu schaffen. Hat bestens funktioniert, meist schlief er ein (wir hatten eine Zwischenlandung). Zum schlafen saß er in seiner Schale oder nachts lag er in dem Bettchen. Auch wenn wir gegessen haben saß er drin. Alles ohne Probleme. Ich fand Start und Landung mit ihm auf meinem. Schoss sehr angenehm und ihm ging es sichtlich gut. Das Flug war für uns alle sehr angenehm. Ob das quengeln von Max wirklich was mit der Tatsache der Schlaufen sitzproblematik zu tun hatte, würde ich nicht unbedingt sagen. In unserem Flug saß ein Kind im eigenen Sitz neben und und weinte auch fast die ganzen sieben Stunden bitterlich. Manche Kinder mögen sich schon am neuen Ablauf und stressigen der Eltern stören…da hilft auch kein eingenr Sitz :-)

    Antworten | 30. Juli 2013
    • Marina

      Hallo Reiche!

      Ich will in ein paar Wochen mmit meiner Tochter (11 Monate) in die USA fliegen. Da es ein Langstreckenflug ist und ich alleine mit ihr fliege, war ich als am überlegen, wie es am bestenn ist. Die Info von dir, dass man den Maxi Cosi auch auf den Boden vor die Füße stellen kann ist neu für mich. Geht das bei jeder Airline? Mit welcher bist du denn geflogen?
      Viele Grüße
      Marina

      Antworten | 3. August 2013
      • Hallo Marina!
        Wenn du Glück hast, gestattet dir die Fluggesellschaft, die Babyschale mit an Bord zu nehmen. Wenn du genügend Platz hast (vor den Trennwänden in der Eltern-Kind-Reihe ist das normalerweise der Fall), dann kannst du während des Fluges dein Kind in die Babyschale setzen. Wenn es allerdings zu Turbulenzen kommt und das Anschnallzeichen aufleuchtet, musst du dein Kind wieder auf den Schoß nehmen. Tipp: Wenn deine Babyschale für die Nutzung im Flugzeug zugelassen ist und auch von der von euch gewählten Airline zugelassen ist, ihr aber keinen eigenen Sitz für euer Baby gebucht habt, dann nehmt die Babyschale auf jeden Fall mit zum Check-in und fragt dort höflich nach, ob nicht eventuell doch noch ein freier Sitzplatz für euer Kind vorhanden ist. Mit etwas Glück (und wenn der Flieger nicht ausgebucht ist) könnt ihr dann die Babyschale auf einem freien Sitz montieren und dann darf euer Kind auch während des Starts und der Landung sowie bei Turbulenzen in der Schale sitzen.

        Antworten | 5. August 2013
  • Maria

    Hallo Kerstin,

    100%ig für den Autokindersitz im Flugzeug. Zum einen der Sichheitsfaktor plus enorme Entlastung der Eltern. Wer will denn schon sein Baby andauernd mit auf die Toilette schleppen oder 4 Stunden und länger auf dem Schoß halten? Ich vermute, dass bei den meisten Eltern dann doch das Geld die primäre Rolle spielt.

    Danke für deinen Bericht*

    Antworten | 4. Oktober 2012
  • Wir sind mit unseren drei Kindern geflogen. Das Älteste war gerade sechs Jahre, dann folgte zweieinhalb und das Jüngste war erst ein halbes Jahr. Trotzdem lief alles bestens! Dazu kam, dass wir von Ibiza noch mit der Fähre nach Formentera mussten.

    Antworten | 22. August 2012
  • Marina

    Hallo,

    also wir fliegen in einem Monat zum ersten Mal mit unserem Kleinen, der wird da genau 11 Monate jung sein. Wir nehmen aber den Kindersitz nicht mit.
    1. Es sind genug Erwachsene dabei, die ihn gut beschäftigen können – genau sind es 9 :D
    2. Wie schon jemand bemerkt hat, er mag sowieso nicht gerne im Autositz bleiben, also auch ein Argument dagegen.
    3. Und (halleluja!!!) ist er sehr ruhig, wenn viele fremde Menschen da sind.

    Mal sehen, wie das wird.

    Und noch etwas: wenn man es ganz genau nimmt, sollte das Flugzeug abstürzen, da hilft auch der beste Autositz nichts. Damit entgeht man dem Schicksal leider nicht.
    ENTSCHULDIGT MEINE DIREKTHEIT

    Antworten | 20. Juni 2012
  • Nora

    Kurzer Bericht unseres Fluges vergangene Woche nach Mallorca! Unser Tochter, 7 Monate, wurde mit dem Schlaufengurt gesichert. Wir saßen auf den Plätze 1 A+B, also erste Reihe vorne, mit bissl mehr Beinfreiheit. Ich am Fenster mit Baby auf dem Schoß, Papa daneben. Sie hat zuerst interssiert herum geschaut, auch aus dem Fenster und hat die Stewardessen angelächelt. Schlaufengurt anbringen war kein Problem, wir bekamen auch alles gezeigt. Beim Starten hat sie dann ein bisschen am Fläschchen genuckelt und keinen Pieps von sich gegeben. Als wir dann ca 15-20 Minuten in der Luft waren, ist sie bei bei mir auf dem Arm eingeschlafen und erst kurz vor der Landung wieder aufgewacht. Da saß sie dann zur Abwechslung bei Papa aufm Schoß. Beim Rückflug genau das gleich, auch wieder gepennt :-)

    Übrigens, es waren sehr viele Kleinkinder an Bord, großes Geschrei gab es nirgends und keiner hatte einen Autositz dabei.

    Wir werden aber sicherlich beim Kauf des nächsten Sitzes darauf achten, dass er flugzeugtauglich ist… für den Fall der Fälle dass wir mal länger als 2 Stunden fliegen.

    Antworten | 25. Mai 2012
  • Tanja

    Mei, seid´s ihr alle bissig zueinander!
    Ich hab zwar noch kein Kind, erst in 4 Wochen wenn alles glatt läuft, aber so werd ich hoffentlich nie.
    Is ja gruselig wie Eltern in Internetforen übereinander herfallen, sich gegenseitig Vorwürfe machen und jeder glaubt, er macht´s besser als der andere.
    Da macht sich wer die Mühe und schreibt seine persönlichen Erfahrungen kleinlichst auf, damit sich andere daran orientieren können und wird dafür nur kritisiert und verurteilt.
    Nehmt doch einfach die info, sagt danke für die Mühe und machts´ auf eure eigene art!

    Locker bleiben, Leute, echt.

    PS: die Sicherheitsdiskussion ist lustig, den autositz möcht ich sehen, der bei einem Flugzeugabsturz/Zusammenstoß eure Kinder vor dem Verletzungen oder Schlimmerem bewahrt!
    Wenn das klappt, setz ich mich in zukunft beim fliegen auch in einen :-D

    Antworten | 21. Mai 2012
    • Tanja, ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Vorsatz (und muss dabei ein bisschen lächeln…).
      Was die Sicherheit eines Autositzes im Flugzeug angeht: Schau dir das Crashtest-Video auf der Seite des TÜV Rheinland an (http://www.tuv.com/de/germanyinfothek/infothek/kindersitze_flugzeug/kindersitze_flugzeug.jsp) und sag mir dann nochmal, dir ist es egal, wie dein Kind gesichert ist, wenn ihr bei einer Notlandung an die Wand des Flughafengebäudes prallt oder einfach nur in Turbulenzen kommt, bei denen alles durch die Kabine fliegt.

      Antworten | 21. Mai 2012
      • Tanja

        Ja Jenny, ich fühl mich geehrt von dir belächelt zu werden, ehrlich.
        Nettes Video vom TÜV, bei einer Vollbremsung von 200 auf 0 hab ich selbst aber auch keine Eingeweide mehr mit dem Gurt, d. h. mein Kind keine Mutter. (mein Motorrad braucht dafür sicher ein Paar Meter mehr als auf dieser Teststrecke im Video, und das wiegt ein bisserl weniger als ein Flugzeug, aber wer bin ich schon um die Physik in Frage zu stellen).
        Meinst jetzt, in der gleichen Situation hätte ein Baby mehr Überlebenschancen in einem Kindersitz? Der hat 2 Riemen über den brustkorb, krawuzi krapuzi, das macht sicher einen Unterschied.

        Ich fass es nicht dass ich mich auf diese schnippische Art hier einlasse.
        Over and out.
        Das letzte Wort überlasse ich gerne feierlich den Supermüttern hier, hab ich nicht nötig ;)

        Antworten | 21. Mai 2012
  • Kerstin

    Sie ist erst 8 Monate?!! Das ist doch dann zu früh für einen vorwärtsfahrenden Sitz! Sah mir doch gleich so komisch aus… Da ist dann die Frage was verantwortungsloser ist… Schlaufengurt oder der falsche Sitz?

    Antworten | 30. März 2012
    • Unser Kind ist für ihr Alter (leider) sehr groß und schwer und passt nicht mehr in die Babyschale. Das gleiche gilt übrigens auch für unseren Kinderwagen. Bezüglich Größe und Gewicht passt das schon laut Hersteller, nur mit dem Alter ist es in der Tat eher suboptimal.

      Antworten | 5. April 2012
      • plopp

        es gibt reboardsitze…

        Antworten | 9. Juli 2012
  • Erst einmal: Respekt an die Autorin für das minutiöse Protokollführen ;-) und danke für die nützlichen Tipps zum Fliegen.

    Die Beschwerden um das unfaire Ranking der Sicherungsmethoden nach der “Weindauer” kann ich schon nachvollziehen: Klar ist das abhängig vom einzelnen Baby und dessen momentaner Stimmung.
    ABER Fakt ist auch, dass vier Stunden in der echt engen Economy Class schon für Erwachsene Stress sind; erst recht für ein Baby, das diese Zeit nonstop eingezwängt auf dem Schoß verbringen muss. Essen wird damit tatsächlich ein logistisches Problem.

    Fakt ist weiterhin und hauptsächlich aber, dass die Sicherung eines Babys mit dem Loop Belt keine ist! Wer auch nur oberflächlich nach dem Thema googelt, stößt auf horrende Bewertungen und Crashtests und kann das eigentlich guten Gewissens nicht mehr machen – da mit dem Preis zu argumentieren wäre das Gleiche, wie den Autokindersitz einzusparen, weil der ja so teuer ist “und das früher bei uns auch kein Problem war”.
    Und Dauerspaziergänge im Gang sind aus diversen Sicherheitsaspekten von der Crew sicherlich auch nicht sooo gern gesehen.

    Von daher: Danke an KidsAway für die erneute Erinnerung an das Thema Flugsicherheit bei Kindern – da kann es offenbar noch ein gerüttelt Maß an Aufklärung gebrauchen…

    Antworten | 21. März 2012
  • Anke

    Ich finde den Bericht ehrlich gesagt auch ziemlich daneben, vor allem aber weil auf das Sicherheitsrisiko beim Fliegen ohne Autokindersitz hingewiesen wird. Aber ein 8 Monate altes Baby darf dann schon vorwärts im Auto fahren, wo die Nackenmuskulatur einen Aufprall überhaupt noch nicht aushalten kann. Sorry ich kommentier ja sonst fast nix, aber da kann ich einfach die Finger nicht stillhalten.

    Antworten | 20. März 2012
  • Kerstin

    Ok sorry, dann täuscht das Foto wohl von der Größe des Kindes… ich fand sie sieht ähnlich aus wie meine Tochter und die ist eben erst knapp 6 Monate…
    Natürlich spricht generell nichts gegen einen Autositz im Flieger, wenn man so einen hat. Momentan haben wir einen MaxiCosi Cabriofix, der geht halt nicht. Beim nächsten werde ich sicher auch drauf achten, dass er zugelassen ist. Ich fand halt nur, wie auch Sarah schreibt, dass Max Eltern zu unrecht hier sehr schlecht weg kommen.

    Antworten | 20. März 2012
  • Kerstin

    Ich finde den Bericht leider nicht gut und auch nicht aussagekräftig. Es kommt ja immer auf das Gemüt des Babys an. Es hätte doch genauso gut andersrum sein können und das Baby im Sitz meckert und das andere auf dem Schoß ist brav. Meiner Meinung nach hat das nichts mit dem Sitz zu tun, sondern eher wie die Eltern mit der Situation umgehen.

    Und – das Bild mit dem Baby im Autositz ist ja wohl gestellt. Das Baby ist viel zu klein für einen Vorwärts-fahrenden-Sitz!!!!

    Wir werden mit unserer dann 7 Monate alten Tochter im Mai nach Mallorca fliegen, mit Schlaufengurt. Ich werde gerne berichten! :-)

    Antworten | 20. März 2012
    • Hallo Kerstin! Ich stimme Dir zu, dass es auch eine Gemütsfrage ist, wie gut das klappt oder nicht. Babys, die auch im Auto nicht gerne in ihrem Kindersitz sitzen, werden bestimmt auch nicht im Flieger gerne in ihrem Kindersitz sitzen wollen. Und sie spüren natürlich auch, ob die Eltern angespannt sind oder nicht.

      Wir sind Vielflieger und haben aber auf unseren diversen Flugreisen beobachtet, wie es den (meisten) anderen Eltern ergeht. Unsere Kinder schlafen meist im Kindersitz schon vor dem Start ein, während viele der auf dem Schoß sitzenden Kinder beim Start unruhig sind und weinen. Und mit unserem ersten Kind sind wir das erste Mal auch ohne Autokindersitz geflogen. Wir empfanden das als sehr anstrengend, sowohl für unseren Sohn als auch für uns Eltern. Insoweit fanden wir diesen Flug für uns sehr exemplarisch. Grundsätzlich ist aber wohl nichts daran auszusetzen, das Kind in seinem eigenen Autokindersitz fliegen zu lassen.

      Nein, das Bild ist nicht gestellt. Unsere Tochter ist groß und alt genug, um im vorwärts gerichteten Autokindersitz zu reisen. Im Auto sitzt sie so auch.

      Antworten | 20. März 2012
  • Sarah

    Der arme Max und vor allem Max Eltern. An denen wird ja kein gutes Haar gelassen, nur weil síe so verantwortungsbewusst waren, ihr Kind im Kindergurt zu lassen. Unsere Tochter fliegt übrigens seit ihrem dritten Monat ohne Probleme auf dem Schoß im Babygurt oder Babybasket,der Flug auf die Kanaren war dabei noch der kürzeste. Grüße aus Neuseeland

    Antworten | 20. März 2012
    • Jenny

      Liebe Sarah,

      von Max’ Eltern wird berichtet, dass sie ihren Sohn stillten, mit ihm spielten und auch sonst alles versuchten, um ihm einen schönen Flug zu bereiten. Vorzuwerfen ist ihnen nur, dass sie sich vom Reisebüro offenbar schlecht beraten ließen (der Trick mit dem freien Mittelplatz) und auf die Anweisungen der null informierten Crew hören (niemand hat bei den Airlines fundierte Informationen zur Kindersicherheit!).

      Ich selbst bin als Kind übrigens tausende Kilometer ohne Kindersitz im Auto gefahren – und ich lebe noch! Das dürfte aus deiner Perspektive dann ein schlagendes Argument für die Überflüssigkeit von Autokindersitzen sein, gell? ;-)

      Antworten | 21. März 2012

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