ReisemedizinDie Notfall-Kontaktliste für reisende Familien

Der Alptraum: ein Autounfall im Urlaub oder ein allergischer Anfall eures Kindes im Hotel. Wenn im Urlaub der Worst Case eintritt, ist eine Notfall-Kontaktliste perfekt, um Ärzten schnell alle wichtigen Informationen über eure Familie zu geben. Vorbereitung rettet Leben!

von KidsAway-Redaktion

Unfall im Urlaub - hoffentlich nicht © Fotolia/StefanieB.

Unfall im Urlaub - hoffentlich nicht

© Fotolia/StefanieB.

Auch wenn ihr beim Kofferpacken lieber über das richtige Strand-Outfit und die wichtigsten Vorlesebücher nachdenkt, solltet ihr immer auf den schlimmsten Fall vorbereitet sein. Und der ist gar nicht so selten: Ein hoher Anteil von Kindern erleidet im Urlaub kleinere Verletzungen oder erkrankt wegen der Umstellung von Klima und Ernährung. Auch Eltern sind nicht unverwundbar – was tun, wenn Mama plötzlich mit verstauchtem Knöchel ins Krankenhaus muss?

Kluge Eltern stellen für solche Fälle eine Notfall-Kontaktliste zusammen, auf der alle wichtigen Daten, Adressen und Ansprechpartner aufgeführt sind. Idealerweise sollten alle Informationen auch auf Englisch oder in der Landessprache eures Urlaubsziels formuliert sein.

Das geht ganz bequem am Computer: einmal eine Vorlage als Tabelle erstellen und vor jedem neuen Urlaub die aktuellen Informationen eintragen, ausdrucken und fertig. So seid ihr auch sicher, dass ihr immer die richtigen Adressen und Telefonnummern dabei habt.

Mit allen wichtigen Informationen auf einen Blick findet ihr sofort den richtigen Kontakt. Wenn es schnell gehen muss und ihr aufgeregt oder in Panik seid, kann das wertvolle Zeit sparen! Im Krankenhaus oder wenn ihr Eltern nicht ansprechbar seid, können Ärzte, Helfer und Rettungskräfte in jedem Land schnell auf die wichtigsten medizinischen Angaben über euch und eure Kinder zugreifen, ihre Behandlung darauf abstimmen und die von euch festgelegten Kontaktpersonen darüber informieren.

Idealerweise tragt ihr die Notfall-Kontaktliste laminiert oder in einer wasserfesten Hülle immer bei euch, besonders wenn ein Familienmitglied unter starken Allergien leidet, chronisch krank oder schwanger ist.

TippTipp: Alle wichtigen Kontaktdaten auf USB-Stick

Bei einer sehr umfangreichen Notfall-Kontaktliste könnt ihr eine ausgedruckte Kurzversion mit einem USB-Stick ergänzen, auf dem dann alle Dokumente gesammelt sind. Für den Ernstfall: Den USB-Stick mit „ICE“ (englisch: „in case of emergency“) oder einem Krankenhauskreuz markieren, damit Helfer wissen, wonach sie suchen müssen.

Notrufliste - für alle Fälle © Fotolia/PhotoSG

Notrufliste - für alle Fälle

© Fotolia/PhotoSG

Was sollte auf der Notfall-Kontaktliste stehen?

  • Name, Adresse and Telefonnummer eines Kinderkrankenhauses oder eines Englisch oder Deutsch sprechenden Kinderarztes an eurem Urlaubsziel
  • Die im Urlaubsland gültigen Notfallnummern für Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei (einfach im Reiseführer nachschlagen), eventuell eines Giftnotrufs
  • Kontaktinformationen eures Kinderarztes zu Hause
  • Versicherungsdaten eurer Krankenversicherung: Versicherungsname, Nummer der Police und eine Kontaktnummer. Hilfreich ist es auch zu wissen, welche Leistungen die Versicherung im Einzelnen abdeckt.
  • Kontaktinformationen eurer Familie oder anderer Vertrauenspersonen zu Hause
  • Notfall-Kontaktinformationen der Personen, die mit euch reisen (Namen und Handynummer)
  • die Adresse eures Hotels oder eurer Ferienwohnung
  • eure vollständigen Namen und die eurer Kinder, eventuell Personensorgevollmachten beilegen
  • euer Impfstatus bei den wichtigsten Krankheiten, vor allem Tetanus, und eure Blutgruppen
  • Wenn ihr unter chronischen oder immer wiederkehrenden Krankheiten leidet: Kopien von Allergietests, Behandlungsberichten, Attesten und Impfpässen
  • Wenn ihr schwanger seid: eventuell schriftliche Erlaubnis des Arztes, dass ihr fliegen oder tauchen dürft

Was sind eure Erfahrungen – habt ihr so eine Liste im Urlaub dabei und hat sie euch schon einmal etwas genützt? Erzählt uns von euren Erlebnissen!

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Kommentar als Gast schreibenKommentar (1)

  • Immer klasse, welche Informationen und Tipps man bei euch bekommt. Gut, dass wir bislang nicht wirklich in Not geraten sind…
    Wichtig ist das ganze aber auch andersherum: die Daheimgebliebenen (Großeltern, Tanten u. Onkel) sollten auch alle Infos haben, um im Notfall die verreisten Familienmitglieder kontaktieren zu können. Vielleicht funktioniert das Handy mal nicht…

    Antworten | 12. Oktober 2012

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