Email aus ThailandWas braucht ein Kind „meer“?

Unser momentaner Stellplatz hat Postkartencharakter und lädt zum Verweilen ein. Direkt am Strand, unter Palmen, in der Nähe eines Fischerdörfchens, im Rücken Gebirge voller saftig grünem Dschungel, auf einer Insel in der Andamanensee.

von KidsAway-Redaktion

Der Strand bietet unsäglich viele Spielmöglichkeiten

Der Strand bietet unsäglich viele Spielmöglichkeiten

© Morpheus Reisen

Über die Autorin

Weltreise mit KindDie zweijährige Gaia bereist mit ihrer Familie seit knapp zwei Jahren mit einem umgebauten Oldtimer-LKW die Welt. Für KidsAway berichtet ihre Mutter Diana ab sofort regelmäßig von ihren Abenteuern auf der Reise.

Was könnte die Kinderseele wohl glücklicher stimmen, als barfuß, mit flatterndem Haar von früh bis spät über den Strand preschen zu können, wann immer man will zu graben und zu buddeln, im warmen Wasser zu planschen oder flinkes Krebsgetier über den Strand zu verfolgen? Wir formen Fantasiegebilde aus Sand, Iglus, Flugzeuge und Schildkröten erwachen zum Leben, malen mit Wurzeln Bilder um uns herum, legen Mosaike aus Muscheln und Schneckenhäusern, um sie danach den Wellen zu überlassen und erneut von vorn zu beginnen.

Im Plastikmüll, den der Ozean den Menschen hier vielerorts wieder zurückgegeben hat, findet sich allerlei Spielrat. Bunte Sandalen, kleine Spielfiguren, alte Fischernetze, Flaschen in allen Größen – ein Erwachsener mag diesen Anblick als störend empfinden, Gaia dagegen ist der Meinung, sie müsse nun erst einmal „einkaufen“ gehen und findet viel Nützliches für ihre Sammlung.

Auf einer Entdeckungsreise durch das abgestorbene Korallenriff, direkt vor unserer Haustür, das nur bei Ebbe sichtbar ist, begleitet uns ein Mädchen aus der Nachbarschaft, deren Vater gerade nach einigen Leckerbissen Ausschau hält. Selbstbewusst nimmt sie Gaia bei der Hand und führt sie sicher über die grauen, porösen Steine. Es dauert nicht lange und die beiden Kinder toben übermütig in den letzten Resten Salzwasser herum, legen sich gemeinsam auf die Lauer nach flinken Fischen, stochern neugierig mit mitgebrachten Stöckchen in sämtlichen Löchern und beobachten, was auch immer vorüber zieht.

Stolz präsentiert uns unsere neue Freundin ihr Jagdgeschick. Zurück am Strand wirbelt sie an uns vorbei, schmeißt sich auf den Boden und hält prustend eine zappelnde Krabbe zwischen den Fingern. Das muss ich auch probieren … bleibe aber erfolglos und Gaia ergreift vorsichtshalber die Flucht. Fast so schnell wie es da gewesen war, braust das Mädchen, deren Namen wir noch immer nicht kennen, auf dem Moped ihres Vaters wieder davon und ich wünschte, Kommunikation könnte immer so einfach und natürlich sein!

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