In der Welt zu HauseSieben außergewöhnliche Familien und ihre Reisen

Man will sich erholen, die Natur genießen und Zeit mit den Kindern verbringen. Strandurlaub in Mallorca, Wandern in den Alpen oder Paddeln durch den Spreewald, das sind die Urlaube vieler deutscher Familien. Aber einigen reicht das nicht – KidsAway stellt ihre Reiseprojekte vor.

von KidsAway-Redaktion

Einmal um die ganze Welt? © klickerminth/Fotolia

Einmal um die ganze Welt?

© klickerminth/Fotolia

Sie überqueren zu Fuß die Alpen, radeln monatelang durch Neuseeland, segeln um die ganze Welt oder brechen immer wieder auf, um einen Kontinent zu erkunden. Für Alleinreisende und Paare ist das heutzutage schon fast normal, aber was, wenn Kinder dazukommen? Diese sieben Familien finden, dass das Reisen mit Kindern nicht aufhören muss – sondern gerade erst anfängt.

Mit einigen dieser Familien werden wir in den nächsten Wochen darüber sprechen, was sie zum Reisen gebracht hat und welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben. So viel können wir versprechen: Es wird spannend!

 

Mit Baby an Bord immer der Nase nach

Diana und Wolfgang kennen KidsAway-Leser schon, denn sie berichten in unregelmäßigen Abständen per E-Mail und im ausführlichen KidsAway-Interview von ihrer Reise durch Europa und Asien. Der Startpunkt lag im heimatlichen Waidhaus, als Töchterchen Gaia gerade mal sechs Monate alt war – seitdem bummelt die kleine Familie im abenteuerlich himmelblauen, 45 Jahre alten „Morpheus“-Mobil durch die Welt, wohin auch immer sie auf dem Landweg kommen.

Ihre ersten Schritte machte Gaia in der Türkei, trocken wurde sie in China – und in ein paar Monaten wird sie ein Geschwisterchen bekommen. Wir gratulieren!

Web Zum Weiterlesen: Blog von Diana und Wolfgang

 

Zu Fuß über die Alpen – mit drei kleinen Kindern

Die Alpengipfel sehen sie jeden Tag von ihrer Haustür in Oberbayern – und genau dorthin führte sie ihre große Tour. Wofür man mit dem Auto ein paar Stunden braucht, dafür nahmen sich Petra und Tom mehr Zeit: Sie setzten Luzi (4), Lion (2) und Pirmin (10 Monate) in einen Fahrradanhänger und schoben den zu Fuß über die Alpen. Für die 400 Kilometer brauchten sie sieben Wochen – und viel Muskelschmalz.

Am Gardasee angekommen, fühlten sich die Willerts schon ein bisschen fremd zwischen den Badeurlaubern – aber sie waren mächtig stolz auf sich und ihre Kinder.

Web Zum Weiterlesen: Ausführlicher Reisebericht von Familie Willert

 

Weltreisen mit (Schul-)Kindern

Alles begann mit einer sechsmonatigen Rundreise durch Kambodscha, Vietnam und Laos. Vater Malte gefiel das so gut, dass er sich seinen Traum erfüllte und heute als Reisefotograf arbeitet. Mit Frau Anke, Tochter Amelie und dem Nesthäkchen Smilla reist er nun regelmäßig und immer wieder für mehrere Monate nach Asien. Nachdem Amelie in die Schule kam, sah es eigentlich nach Sesshaftwerden aus – aber dann fragten die Eltern einfach mal bei der Schulleitung nach und saßen bald darauf mit Amelie und einem Stapel Schulbücher für fünf Monate in Sri Lanka (wie das Home Schooling genau ablief, berichten die Eltern auf ihrer Website). Baby Smilla spielte derweil mit den Sri Lankern, die noch nie ein blondes Kind gesehen hatten.

Momentan ist die Familie wieder unterwegs – Startpunkt der Reise ist Bangkok, alles Weitere ist offen.

Web Zum Weiterlesen: Website der Familie Clavin

 

44.000 Kilometer durch Südamerika im LKW

Als Outdoortrainer und Besitzer einer Kanuschule ist Vater Thomas fürs Reisen prädestiniert – klar kamen Mutter Claudia und die drei Kinder da gern mit. Ein MAN-LKW wurde zum „rollenden Einzimmer-Apartment“ aufgerüstet und auf ging es nach Buenos Aires. Die Kinder überquerten 4.500 Meter hohe Pässe, angelten Piranhas und ritten auf Lamas, Vater Thomas gab Kanukurse und bestieg mehrere Sechstausender, Mutter Claudia lernte Kitesurfen.

Alles perfekt – aber nach zwei Jahren kehrte die Familie trotzdem schweren Herzens nach Europa zurück. „Eine reine Vernunftentscheidung“, die die Eltern zum Wohl der Kinder trafen. Regelmäßige Kontakte zu Gleichaltrigen und den Großeltern, ein gutes Bildungssystem und nicht zuletzt die besseren Verdienstmöglichkeiten sprechen klar für Europa – und sei es nur, um das Budget für die nächste Reise anzusparen. Im KidsAway Familien-Interview erzählen sie mehr von ihrer großen Reise.

Web Zum Weiterlesen: Ausführlicher Reisebericht von Familie Ober/Gradl

 

Mit Fahrradanhänger über die neuseeländischen Alpen – und immer weiter

Im Fahrradanhänger durch Neuseeland © Axel Raßbach

Im Fahrradanhänger durch Neuseeland

© Axel Raßbach

Wibke und Axel fahren gern Rad, damit wollten sie nach der Geburt ihrer Tochter Smilla nicht aufhören. Für die Neuseelandreise wurde daher einfach ein Radanhänger gekauft. Sieben Monate lang ging es mit Smilla kreuz und quer über beide Inseln, am Startpunkt war sie gerade fünf Monate alt. Smilla hat in Neuseeland laufen gelernt und kannte das Leben in einem festen Haus fast gar nicht − was ihr offenbar nicht geschadet hat.

Nach einem Jahr Pause zogen die drei wieder los. Nun heißt die Maxime, möglichst umweltbewusst durch Europa zu reisen: „Europa extrem“. In Kroatien feierte Smilla ihren zweiten Geburtstag und inzwischen fährt sie mit Mama auf dem Tandem. Der Anhänger ist auch noch dabei – drin sitzt Smillas kleine Schwester.

Wir wünschen weiterhin gute Fahrt!

Web Zum Weiterlesen: Website von Wibke und Axel 

 

Zehn Monate mit dem Fahrradanhänger durch Südostasien

Mit zwei und fünf Jahren waren die Kinder von Waldemar und Katja noch zu klein für eine Fahrradtour durch Malaysia und Thailand – na und? Dann wurden sie halt in einen Anhänger gesetzt. Problematisch wurde es nur in Neuseeland, wo das Leben zu teuer und das Wetter zu schlecht war. Die Pionteks disponierten kurzerhand um und flogen nach Sri Lanka weiter.

Obwohl sie auf viel Unverständnis stießen und als leichtsinnige Eltern beschimpft wurden, zogen die Pionteks ihre Reise durch und machten nur positive Erfahrungen: „Kinder sind sehr flexibel. Meist sind es eher die Erwachsenen, aus deren Gewohnheiten Einschränkungen werden und die diese dann auf die Kinder projizieren.“

Web Zum Weiterlesen: Website der Familie Piontek

 

„TopToTop“ – das ehrgeizigste Familienprojekt der Welt

Ziel des von der UNO unterstützten Projekts ist es, Kinder und Jugendliche für den Klimaschutz zu motivieren. Dafür segeln Dario und Sabine aus der Schweiz um die ganze Welt und besteigen auf jedem Kontinent den höchsten Berg. Sie reisen außerdem vollständig klimaneutral (das heißt, zu Fuß, per Fahrrad oder im Segelboot) und regen in jedem Ort mindestens ein Umweltprojekt an.


Nebenbei bekommen sie immer mehr Kinder, was sie eigentlich erst nachher tun wollten – aber wie immer dauert alles länger, als man denkt. Salina und Andri kamen 2005 und 2006 in Patagonien zur Welt, Noé 2009 in Australien und 2011 kam noch Alegra dazu. Die Schwörers sind seit 2002 unterwegs – und freuen sich inzwischen sogar auf zu Hause. Aber vorher geht es noch zum Welterdegipfel nach Rio de Janeiro, dann nach Alaska und schließlich in die Antarktis – von den Seven Summits fehlen halt noch zwei…

Für das Projekt kann man spenden oder sich als Freiwilliger melden – die „TopToTop“-Familie hat Mitglieder in 37 Ländern. Das Buch Die Schwörers: Wie die Welt zum Kinderzimmer wurde gibt es für 24,90 € bei Amazon.

 

 

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