Freizeitspaß und ErholungSauna, Thermen und Spas genießen mit kleinen Kindern – das geht!?

Ein Thermenbesuch ist oft ein richtiger Höhepunkt im Familienurlaub. Auch mit Babys und kleinen Kindern könnt ihr hier viel Spaß haben – vorausgesetzt, ihr sucht euch die richtige Therme für euren Besuch aus.

von KidsAway-Redaktion

Mit Baby in die Therme - aber klar doch! © Andrey Bandurenko - Fotolia.com

Mit Baby in die Therme - aber klar doch!

© Andrey Bandurenko - Fotolia.com

Vor dem Besuch einer Thermenanlage scheuen sich Familien mit kleinen Kindern häufig. Manche sorgen sich, ob die Kleinsten das warme, mineralhaltige Wasser schon vertragen. Andere fürchten, dass sich ihre lebhaften Kinder in einer Therme schnell langweilen und dann andere Badegäste stören könnten.

In der Regel sind solche Befürchtungen völlig haltlos – im Gegenteil, mit kleinen Kindern eine Therme zu besuchen, ist eine tolle Freizeitidee!

Beim Urlaub in Deutschland oder anderen Ländern Mitteleuropas spielt der Sommer nicht immer so mit, wie man es gern hätte. Dann ist es toll, wenn eine familienfreundliche Therme in der Nähe liegt, wo man sich mit Kindern einen ganzen verregneten Tag lang aufhalten kann.

Manche Thermen sind auch direkt an ein Hotel angeschlossen. So könnt ihr zum Beispiel auch einen anstrengenden Tag auf der Skipiste oder eine lange, kräftezehrende Bergwanderung entspannt abschließen.

Aber auch wenn ihr euch gegen einen Hotelurlaub entscheidet und euch der Trubel einer öffentlichen Therme mit den Kleinsten zu viel ist, könnt ihr in der privaten Sauna eures Ferienhauses wunderbar entspannen. Ja, auch das geht mit Babys und Kleinkindern – lest einfach auf Seite 2 dieses Beitrags weiter!

 

Eine Therme – was ist das eigentlich?

Die ersten Thermen waren große Badehäuser im Alten Rom. Hier gab es schon vor 1.600 Jahren mehrere öffentliche Thermen, die mit raffinierter Fernwärme-Technik geheizt und kostenlos von den Römern genutzt wurden. Und zwar nicht nur zum Baden, sondern auch und vor allem zum geselligen Zusammensein, zur Entspannung und zum Zeitvertreib. So ein Thermenbesuch mit Massage, Gymnastik und Schönheitspflege nahm gern mal einen halben Tag in Anspruch – genau wie heute.

Moderne Thermen nutzen warmes, meist mineralisiertes Grundwasser aus natürlichen Quellen. Zum Thermalbad gehören oft verschieden warme Schwimmbecken, Solebäder, Saunalandschaften und Wellness-Angebote – das alles wird dann gern auch als „Spa“ bezeichnet.

Saunen und Thermalbäder haben einen nachgewiesenen therapeutischen Nutzen: Die feucht-heiße Luft und das warme Wasser entspannen die Muskulatur und regen den Kreislauf an. Die mineralischen Bestandteile von Thermalwasser können gegen chronische Krankheiten, Rheuma und Allergien helfen.

Neben den klassischen „Heilbädern“ entwickeln sich in den letzten Jahren immer mehr Thermen zu Spaßbädern für die ganze Familie. Im Idealfall gibt es dann Angebote sowohl für Ruhesuchende als auch für Kinder und Aktive.

 

TippSpartipp

Thermenbesuche sind teuer, auch wenn es oft Familienangebote und reduzierte Kinderpreise gibt. Viel günstiger kommt ihr in den Genuss des Warmwasservergnügens, wenn ihr Thermen in Südeuropa besucht. Der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI), ein Partner der Stiftung Warentest, kürte im Jahr 2005 Thermen in Ungarn, der Slowakei und Slowenien zu den Testsiegern.

Interessant: In Österreich und Südosteuropa gab es zum Testzeitpunkt doppelt so viele gute Thermen wie in Deutschland.

Hier findet ihr die komplette Test-Tabelle.

 

Warum Thermen für Babys und Kinder gut sind

Der medizinische Nutzen von Thermalwasser und Thermen ist wissenschaftlich eindeutig belegt. Schwangere, die regelmäßig in Thermalwasser baden, schlafen besser und sind entspannter. Gemeinsames Schwimmen mit Babys baut Ängste bei den Kleinsten ab, stärkt ihr Vertrauen auch in fremde Personen und sorgt für guten Schlaf, weil Kreislauf und Atmung ihr Zusammenspiel verbessern. Auch die Motorik, das Körperbewusstsein und die emotionale Entwicklung profitieren von regelmäßigem Thermenbesuch.

Baden und Schwimmen sind für gesunde Babys und Kleinkindern generell nur empfehlenswert, weil es unter anderem die Koordination und den Gleichgewichtssinn trainiert. Das warme Wasser einer Therme ist noch einen Tick besser: zum einen, weil es schön warm ist und das Baden einfach angenehmer macht.

Zum anderen profitieren Kinder genauso wie Erwachsene von den im Thermalwasser enthaltenen Mineralien – jedenfalls in den meisten Thermen. Sind die Konzentrationen einer Quelle sehr hoch, kann es sein, dass Kinder hier vorsichtshalber keinen Zutritt in bestimmten Becken haben. Daran solltet ihr euch dann unbedingt halten!

 

Daran erkennt ihr eine kindergeeignete Therme

Kleine Kinder können in einer Therme viel Spaß haben © fotoskaz - Fotolia.com

Kleine Kinder können in einer Therme viel Spaß haben

© fotoskaz - Fotolia.com

Nicht in jedem Thermalbad sind Kinder und Familien willkommen. Manchmal sind Familien mit kleinen Kindern im ganzen Badbereich unerwünscht, weil Ruhe und Entspannung für Kurgäste Vorrang haben. In anderen Thermalbädern sind nur einige Becken für Kinder ungeeignet. Manchmal dürft ihr mit euren Kindern zwar ins Bad, findet dort aber wenige passende Angebote für euch und langweilt euch dann – schade um das teure Eintrittsgeld.

Familiengeeignete Thermen haben für Familien mit Babys und Kindern spezielle Spiel- und Aufenthaltsbereiche. Moderne Bäder haben nicht nur Saunalandschaften und Whirlpools, sondern auch flache Kinder- und Babybecken, besondere Erlebnisbecken, Wasserstrudel und mehrere Rutschen.

Für Kinder ab etwa drei Jahren wird auch oft eine Kinderbetreuung angeboten. Während die Kleinen dann nach Herzenslust planschen oder schwimmen lernen, könnt ihr euch tatsächlich mal entspannen und gemeinsam schwimmen oder saunieren. In der Regel sind die Betreuungsangebote im Eintrittspreis enthalten.

 

TippFindet ihr keine Therme mit Kinderbetreuung an oder sind eure Kinder noch zu klein dafür, dann wechselt euch wenigstens eine Zeitlang mit der Kinderbetreuung ab. Dann könnt ihr beide abwechselnd die Therme „auf Erwachsenenart“ genießen.

 

Checkliste: Was ihr beim Besuch einer Therme beachten solltet

Ein Thermenbesuch dauert mehrere Stunden, wenn nicht einen ganzen Tag. In dieser Zeit solltet ihr mit euren Kindern immer wieder Badepausen einlegen, in denen ihr etwas Leichtes esst und viel trinkt. Hunger führt zu Energieabfall, und der wiederum sorgt nicht nur für schlechte Laune und Quengelei, sondern er erhöht auch die Verletzungsgefahr.

Müde, geschaffte Kleinkinder können durchaus ein kurzes Nickerchen auf einer Liege im Entspannungsbereich halten. Ein paar Bücher oder kleine Spiele helfen euch, die aufgeregten Kleinen zu beruhigen und am Platz zu halten.

Viel trinken ist beim Baden sehr wichtig. Genauso wichtig ist es aber, kein Wasser aus dem Schwimmbecken zu trinken! Vor ansteckenden Krankheiten schützt ihr euch auch, indem ihr Füße und Hände mit Seife oder Desinfektionsmittel reinigt, beim Herumlaufen Badeschuhe tragt und euch vor und nach dem Baden gründlich abduscht und mit Duschbad reinigt.

Die zarte Haut von Babys und Kleinkindern solltet ihr nach dem langen Aufenthalt im Wasser immer mit einer rückfettenden Hautcreme vor dem Austrocknen schützen.

 

Packliste Thermenbesuch mit Baby und Kleinkind

  • Badehose oder Badeanzug
  • 2 Badehandtücher pro Person
  • Badeponcho oder Bademantel mit Kapuze für Kinder
  • Badeschlappen oder Aquaschuhe
  • Wickeltasche
  • Haarbürste, kleiner Fön
  • Rückfettende Creme
  • Schwimmwindeln
  • Wasserspielzeug
  • Bilderbuch oder kleines Spielzeug für Ruhepause
  • für Babys eventuell die Kinderwagenwanne zum Schlafen
  • Schwimmärmel oder Schwimmgürtel
  • Thermoskanne mit ungesüßtem Tee
  • Babynahrung
  • Verpflegung

 

Welche Thermen habt ihr mit euren Kleinen schon besucht, welche könnt ihr weiterempfehlen? Schreibt uns einen Kommentar!

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