Städtetrips im WinterKinderfreundliche Ziele für eine Faschingsreise

Sich verkleiden, schminken und feiern, das liebt jedes Kind. Warum dem Nachwuchs also nicht mal eine Freude machen und dahin reisen, wo es im Februar "singt und lacht"? Wir haben ein paar Vorschläge für (Kinderparty-taugliche) Reiseziele gesammelt.

von KidsAway-Redaktion

Karnevalsprinzessin © Mr Conguito

Karnevalsprinzessin

© Mr Conguito

Am Donnerstag vor dem Karnevalssonntag beginnt in Köln die größte Party des Jahres mit der „Wieverfastelovend“ (Weiberfastnacht). Kinder können am Sonntag über ihre verkleideten Altersgenossen auf den „Schulzügen“ staunen – die Tribünenplätze entlang des Zugweges sind an diesem Tag noch kostenlos.

Am Rosenmontag winden sich die Festumzüge vom Chlodwigsplatz sieben Kilometer durch  die Kölner Innenstadt. Von den Wagen werden jedes Jahr 150 Tonnen (!) Süßigkeiten, Schokoladentafeln und Blumensträuße geworfen – da erwacht in jedem Kind das Jagdfieber. Achtung, nicht erschrecken: Feierlustige Karnevalisten verteilen auch gern „Bützje“ (Küsschen) an Passanten jedes Alters.

Wer hat das schönste Kostüm? © epSos.de

Wer hat das schönste Kostüm?

© epSos.de

In Duisburg spielen Kinder am Karnevalssonntag die Hauptrolle: Dann zieht der größte Kinderkarnevalszug Europas hinter der „Blumenkönigin“ und ihrem Hofstaat aus Teneriffa durch den Stadtteil Hamborn.

In Bremen hat der Karneval ein exotischeres Flair: Hier tanzen schon eine Woche vor dem Kölner Karneval bunt kostümierte Stelzenläufer und Samba-Gruppen aus Brasilien durch die Stadt und verbreiten Licht und Wärme im kalten norddeutschen Winter. Geheimnisvoll kommt die „Freinacht der Masken“ daher: Die Bremer Wallanlagen sind in märchenhaftes Licht getaucht, zauberhafte Kulissen verwandeln den ganzen Park in eine Open-Air-Bühne. Kinder können je nach Belieben und Alter die fantastischen Masken bestaunen oder die improvisierten Stücke auf den verschiedenen Spielflächen anschauen. Krönender Abschluss ist die Verbrennung der „Karnevalsteufelin“.

Wenn es euch in den Großstädten zu trubelig ist, könnt ihr einen Abstecher zum „Geisterzug“ nach Blankenheim bei Euskirchen machen: Mit lodernen Pechfackeln tanzen und springen weiß verkleidete, gehörnte „Frühlingsgeister“ am Abend des Fastnachtssamstags durch die dunklen Gassen und vertreiben den Winter. Der schönste Geist, der sogar Flügel trägt, darf auf einem Pferd hinter dem „Prinzenpaar“ reiten. Das Beste am Geisterzug: Alle dürfen mitmachen! Ihr braucht nur ein Bettlaken und eine Schnur, mit der man die „Hörner“ des Geistes bindet. Pechfackeln könnt ihr zum Ausleihen.

In Süddeutschland geht es traditionell mystisch zu: Bei der schwäbisch-alemannischen Fastnacht ziehen gruselig verkleidete Narren und „Eckhexen“ durch die Straßen, deren Gesichter hinter hölzernen Masken verborgen sind. Im Odenwald zündet man am Faschingssonntag große, mit Stroh ausgestopfte Räder an und lässt sie brennend zu Tal rollen. Im Allgäu und im Schwarzwald werden riesige Holz- oder Strohtürme aufgeschichtet und verbrannt. Besonderes Glück soll es bringen, wenn das Feuer die oben befestigte „Funkenhexe“ mit lautem Knall zum Explodieren bringt (hier wird auch gern mit Feuerwerkskörpern nachgeholfen).

Auch in Sachsen wird gern Karneval gefeiert: Im Erzgebirge feiern tausende Besucher den Ski- und Eisfasching in Geising in lustigen (schneetauglichen!) Kostümen. Wer in Dresden ist, sollte die Winteraustreibung am Faschingsdienstag nicht verpassen: Gespenstische Hexen und andere Pappfiguren, die auf langen Holzstangen schweben, taumeln die Hauptstraße hinunter bis zum Goldenen Reiter. Dort geht es dem Winter an den Kragen: Er wird mit Feuerwerkskrach verbrannt. (Tipp: Das Café Venezia gleich nebenan spendiert traditionell jedem verkleideten Kind eine Kugel Eis!)

Frühaufsteher sollten nach Basel in die Schweiz fahren: Hier versammelt man sich, wohlgemerkt erst am Montag nach Aschermittwoch, schon um vier Uhr morgens zum Baseler „Morgestraich“. Im Stockfinsteren tanzen verkleidete Gestalten zu dumpfen Trommel- und Flötenklängen durch die Straßen. Am Abend zuvor werden beim „Chienbäse-Umzug“ zentnerschwere Feuerwagen mit brennenden „Besen“ durch die Altstadt von Liestal (17 km südlich von Basel) geschoben. Achtung, hier solltet ihr alte Kleidung tragen und nicht zu nahe an den Wagen stehen: Die Flammen schlagen bis zu zehn Meter hoch!

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