Warnung!Diese 7 Orte sind im Urlaub mit Kindern tabu (oder nicht?)

Verboten! No-go! Auf keinen Fall! Kinder machen auf Reisen so ziemlich alles mit, glauben wir. Aber ein paar ganz bestimmte Orte und Situationen sollten Familien doch vermeiden.

von KidsAway-Redaktion

Für Besuche mit Kindern sind einige Orte wenig geeignet © Pixabay

Für Besuche mit Kindern sind einige Orte wenig geeignet

© Pixabay

Vorausschickend möchten wir eines feststellen: Wir glauben fest daran, dass man mit Kindern auf Reisen nahezu alles tun und unternehmen kann, was man auch ohne sie machen könnte.

In der Praxis gibt es allerdings ein paar Einschränkungen, die wir uns dann doch auferlegen – um unsere Nerven zu schonen, aus Rücksicht auf andere Menschen und auch aus Rücksicht auf unsere Kinder.

Denn anders als Kinderschokolade sind manche Dinge zwar für Erwachsene gut, für Kinder aber noch lange nicht.

Es gibt tatsächlich Orte und Situationen auf Reisen, die man unserer Ansicht nach mit Kindern lieber meiden sollte – oder für die es wenigstens eine gute und gründliche Vorbereitung braucht.

 

1. Kleine Räume

Kleine, enge Räumlichkeiten, die eventuell noch vollgestellt sind mit zerbrechlichen Dingen, laden ein Desaster mit neugierig erkundenden, herumlaufenden  Kindern geradezu ein. Je verzweifelter ihr euer Kind ruhig halten wollt, desto wilder wird es herumhampeln – das scheint ein physikalisches Gesetz zu sein.

Das gilt übrigens auch für Ferienwohnungen und Hotelzimmer: Je enger es hier ist, desto unwohler werden sich alle fühlen – die einen, weil sie sich nicht ausreichend bewegen können, die anderen, weil ihnen das Herumhampeln auf die Nerven geht.

 

TippPlatz-Check

Bevor ihr eine Sehenswürdigkeit, ein Geschäft oder ein Restaurant betretet, solltet ihr immer herausfinden, wie viel Platz drinnen ist – schickt wenigstens einen Erwachsenen zum Erkunden vor, während die anderen draußen warten.

Ist eure Unterkunft arg eng, dann verbringt möglichst viel Zeit draußen – und hofft, dass es während eures Urlaubs nicht allzu oft regnet.

 

2. Alles, wo Glas oder Keramik im Spiel ist

Kinder brauchen Platz! Sonst kracht und klirrt es schnell © Pixabay

Kinder brauchen Platz! Sonst kracht und klirrt es schnell

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Klar, Glas ist zerbrechlich und Porzellanscherben haben scharfe Kanten – natürlich vermeidet man es, mit Kindern durch Kristall-Boutiquen zu schlendern oder eine Glasbläserwerkstatt zu besuchen.

Es ist durchaus möglich, gerade mit älteren Kindern. Aber bevor ihr mit ihnen zu einer Weinverkostung geht oder eine Porzellanmalerei besucht, solltet ihr wirklich sicher sein, dass sie eure Ermahnungen, sich umsichtig zu verhalten, auch beherzigen können.

 

TippVorsicht, zerbrechlich!

Am besten für das Nervenkostüm aller Beteiligten ist es, wenn Kinder bei solchen Zwischenstopps auf eurer Reise mit einer Aufsichtsperson draußen vor der Tür bleiben, oder wenigstens an der Hand gehen.

 

3. Ruhe bitte!

Jeder Ort, an dem Stillschweigen geboten oder nur gedämpftes Flüstern erlaubt ist, könnte auch gleich ein „Bitte keine Kinder“-Schild aufstellen.

Mit (kleinen) Kindern seid ihr weder bei einem Kammerkonzert noch beim Gottesdienst in einer Kirche oder in einem Naturpark mit sehr scheuen Tieren gern gesehen.

Wenn eure Kinder es unbedingt versuchen wollen, dann gebt ihnen die Chance – aber sorgt dafür, dass sie ausgeruht, satt und nach ausreichender Bewegung an diese Herausforderung herangehen können.

 

TippPlan B

Einen Notfall-Ausstieg braucht ihr trotzdem immer: Setzt euch bei Veranstaltungen also weit nach hinten oder an die Seite, und verlasst die Szenerie leise und dezent, solange eure Kinder noch zufrieden und brav sind.

 

4. Kunstausstellungen und Museen

Laaangweilig! © Pixabay

Laaangweilig!

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Es gibt auf der ganzen Welt zahlreiche tolle, familiengeeignete und sogar auf Kinder zurechtgeschnittene Museen und Ausstellungen.

Daneben gibt es aber auch die, in denen man sehr leise sein muss, nichts anfassen darf, nichts von dem Gezeigten versteht oder unheimlich viel lesen und wissen muss, um es genießen zu können.

Ja, auch Kinder können lernen, sich Galerien und Ausstellungen zu erschließen und Freude am Kunstgenuss entwickeln. Aber dazu gehört ein gutes Maß an Vorbereitung und Aufmerksamkeit von eurer Seite.

 

5. Warteschlangen

Urlaub mit Kindern, das bedeutet für viele Familien Freizeitparks, Eisdielen, Fahrgeschäfte und dergleichen. Alles verlockende Dinge, die jedoch sehr oft zuerst das geduldige Stehen und Warten in einer Warteschlange erfordern.

Wenn sich solche lästigen Dinge auch nie ganz vermeiden lassen (es sei denn, ihr verbietet Eis, Hüpfburgen und Riesenräder im Urlaub komplett, was euch auch nicht beliebter machen wird), dann beschränkt sie wenigstens auf eine bis zwei Gelegenheiten pro Tag.

Oder legt nach einem besonders anstrengenden Schlangesteh-Tag in einem Vergnügungspark eine Pause ein und macht einen Faulenz-Tag in eurer Unterkunft, mit Eis aus der Kühltruhe.

 

6. (Feine) Restaurants

Stillsitzen und brav sein? Lieber matschen und toben! © Pixabay

Stillsitzen und brav sein? Lieber matschen und toben!

© Pixabay

Essen auf Reisen kann so eine schöne Erfahrung sein – oder auch ein furchtbarer Stress. Und das mit denselben Kindern, und teilweise am selben Tag! Alles hängt von der Stimmung, der Tageszeit und dem ausgewählten Restaurant ab.

Kein Kind sitzt gern stundenlang still und hält die Hände brav im Schoß gefaltet, und die Zeiten sind vorbei, in denen Eltern ihren Nachwuchs mit angedrohten Prügeln dazu bringen konnten.

Habt Verständnis für eure Kinder und Erbarmen mit euch selbst – was ist der Sinn daran, euch in ein feines Restaurant zu setzen und dann eine Stunde lang total gestresst zu sein, weil sich die Kleinen nicht mustergültig benehmen?

Es gibt doch zahlreiche Alternativen:

  • Sucht euch ein familiär aussehendes Restaurant, in dem die Kellner eure Kinder lächelnd willkommen heißen.
  • Holt euer Essen in einem Imbiss und verzehrt es im Park oder in eurer Ferienwohnung.
  • Oder setzt euch in eine Sommerwirtschaft, wo eure Kinder nebenan auf dem Spielplatz oder auf der Wiese toben können, solange das Essen noch nicht da ist.

 

7. Mopeds, Pickup-Ladeflächen & Co.

Sieht witzig aus, ist aber echt gefährlich! © Pixabay

Sieht witzig aus, ist aber echt gefährlich!

© Pixabay

Es ist schon wild-romantisch, wenn man auf einem gemieteten Motorroller in Shorts und Flipflops über die kleinen Straßen einer tropischen Palmeninsel saust, oder sich auf der schaukelnden Ladefläche eines verrosteten Kleinlasters zu seinem Bungalow am Strand kutschieren lässt.

Dass solche rudimentären Fortbewegungsmittel auch sehr gefährlich sind, ignorieren wir in unserer Urlaubsfreude dabei meist komplett – bis dann doch ein Unfall passiert. (Und in den beliebten Feriengebieten Südostasiens sind die an der Tagesordnung, besonders bei Touristen, die keine Übung haben und den örtlichen Verkehr unterschätzen!)

 

TippSicherheit beim Mopedfahren

Kleine Kinder sind besonders als Moped-Beifahrer extrem gefährdet, auch wenn sie einen Helm tragen. Um überhaupt mitfahren zu können, sollten sie mindestens vier Jahre alt sein und immer vor dem Fahrer sitzen.

Lange Hosen und Shirts sind als Minimalschutz zu empfehlen, denn auch harmlose Stürze ziehen sehr hässliche und schmerzhafte Schürfwunden nach sich.

Alles, was wir aufgezählt haben, kann man mit Kindern auf Reisen unternehmen – und auch wir haben es hin und wieder probiert. Aber normalerweise tun wir alles, um es zu vermeiden – weil wir an einem für alle Familienmitglieder entspannten, schönen und sicheren Urlaub interessiert sind.

Auf Reisen mit unseren Kindern sollten wir immer daran denken, dass wir jetzt eben mit Kindern unterwegs sind. Die machen viel mit und sind oft überraschend flexibel, aber sie haben nach unserer Meinung ein Recht darauf, dass wir uns ein Stück nach ihren Bedürfnissen richten.

Schließlich lautet das einfachste Rezept für einen gelungenen Urlaub: Sorgt dafür, dass die Kinder glücklich sind, dann haben alle eine gute Zeit miteinander!

 

Was meint ihr – wo haben Kinder im Urlaub nichts verloren, wo stören sie oder nerven andere?

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Kommentar als Gast schreibenKommentare (2)

  • Resi

    Wir waren da mit unserem sechs bzw. sieben Monate alten Sohn sehr unbedarft. Wenn es zu arg wird, muss man eben bezahlen und sich das essen einpacken lassen.
    Wir haben in der Südsee, Neuseeland, Australien und in den Staaten gute Erfahrungen gemacht. Die schlechten eher in Deutschland. Leider.

    Antworten | 28. Juni 2016
  • Kerstin

    Wie ihr schon schreibt, es hängt beim Essengehen nicht nur von der Örtlichkeit ab, sondern auch von der Tageszeit und dem allgemeinen Wohlbefinden des Kindes. Für Zappelphillippe ist ein ausgedehnter Restaurantbesuch – egal ob Sterne-Restaurant oder Pizzaria – eher eine Qual. Wenn das Kind hingegen ausgeschlafen ist, es ihm generell gut geht (es also nicht mitten in einem Entwicklungsschub ist und/oder derzeit sehr quengelig und unzufrieden), geht das schon. Wichtig ist aber auch, dass Kinder in dem Restaurant willkommen sind!
    In Südafrika zum Beispiel gibt es eine sehr hohe Dichte an Feinschmecker-Restaurants. Viele haben auch mittags geöffnet. Als wir dort mit unserem damals gerade 2-jährigen Sohn unterwegs waren, haben wir zwei Mal (anstatt abends) mittags dort fürstlich gespeist. :-) Bevor wir mit unserem Sohn und Buggy ins Lokal gingen, haben wir aber freundlich gefragt, ob das überhaupt möglich/erwünscht ist. Wir haben immer gewartet, bis unser Sohn im Buggy eingeschlafen ist und ihn dann schlafend ins Lokal geschoben. Meist hatten wir ca. 1 Stunde für uns, dann ist er aufgewacht und zu uns an den Tisch gekommen. Man muss, wenn einem so etwas wichtig ist, eben etwas kreativ sein, dann geht es auch und macht allen Beteiligten Spaß!

    Antworten | 27. Juni 2016

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