Sonnenschutz im AutoSonnenschutz im Auto – das kann für Kinder lebenswichtig sein

Sommer, Sonne, Ferien – das bedeutet für viele auch aufgeheizte Autos und die ernsthafte Gefahr eines Hitzschlags für kleine Kinder. Wir erklären euch, wie gefährlich ein heißes Auto Kindern werden kann und wie ihr euch vor der Sonne schützen könnt.

von KidsAway-Redaktion

Im Auto mit Kleinkindern gilt im Sommer höchste Wachsamkeit

Im Auto mit Kleinkindern gilt im Sommer höchste Wachsamkeit

© aleksey ipatov - Fotolia.com

Jannette Fennell hat einen interessanten und wichtigen Job: Sie versucht, Autohersteller dazu zu bewegen, ihre Autos kindersicherer zu machen. Um das zu erreichen, sammelt sie die traurigsten Daten, die es gibt: In der Datenbank von „Kids and Cars“ sind unter anderem Statistiken darüber gesammelt, wie viele Kinder jedes Jahr sterben, weil sie von ihren Eltern im Auto vergessen wurden. Allein in 2013 waren es in den USA 44; andere Länder führen solche Nicht-Verkehrs-Statistiken nicht.

Fennell weiß, dass keines der Kinder und Babys nachlässige oder schlechte Eltern hatte; im Gegenteil. Schuld ist ihrer Meinung nach die Autoindustrie und mangelnde Aufklärung. Da Kindersitze seit einigen Jahren möglichst auf der Rückbank aufgestellt werden sollen und immer mehr Kinder dort in Reboardern sitzen – was bei einem Unfall wesentlich sicherer ist –, werden sie dort von ihren Eltern, die vor der Arbeit zur Kita hetzen, schlicht übersehen und vergessen.

Der jahrelange Kampf von „Kids and Cars“ um serienmäßige Sensoren auf der Rückbank, die es melden würden, wenn der Kindersitz beim Aussteigen noch besetzt ist, ist nach wie vor erfolglos. Während moderne Autos sehr eindringlich warnen, wenn der Beifahrer nicht angeschnallt ist, muss man entsprechende Sensoren für den Rücksitz selbst nachrüsten. Geräte wie der „Backseat Minder“ kosten über 200 US-Dollar.

Der Verein, der bereits serienmäßige Kofferraum-Innenöffner, einen Sicherheitsmechanismus für elektrische Fensterheber und Kameras für das Rückwärtsfahren durchgesetzt hat, konnte die amerikanischen Politiker bisher nicht dazu bewegen, sich hier gegen die Autoindustrie durchzusetzen.

Jannette Fennell muss sich daher darauf beschränken, Eltern in aller Welt eindringlich zu warnen: „Lasst eure Kinder niemals allein im Auto, auch nicht nur für wenige Minuten!“

 

Sonnenschutz im Auto – warum ist er so wichtig?

Wenn die Sonne auf das Auto scheint und die Sonnenstrahlen durch die Fenster eindringen, erhitzt sich das Fahrzeuginnere binnen Minuten auf extreme Werte – dazu muss die Außentemperatur gar nicht hoch sein! Der Hitzestau kann besonders kleinen Kindern sehr schnell große Schäden zufügen. Sie verlieren viel Flüssigkeit, bekommen Herz- und Kreislaufprobleme und schließlich einen Sonnenstich und einen Hitzekollaps. Sind sie den hohen Temperaturen noch länger ausgesetzt, können sie starke Hirnschäden erleiden und sogar sterben.

Ein leicht geöffnetes Seitenfenster nützt in so einer Situation gar nichts!

Sonnenschutz ist für Babys lebenswichtig!

Sonnenschutz ist für Babys lebenswichtig!

© Olena-Teslya - Fotolia.com

Auch während der Fahrt können die kleinen Insassen sehr unter großer Hitze leiden. Auf die Klimaanlage allein solltet ihr euch dabei nicht verlassen – sie wirkt ja erst nach einer gewissen Anlaufzeit. Außerdem schützt sie euch nicht vor der UV-Strahlung, die durch die Fenster dringt.

Vor allem auf langen Fahrten mit Baby an Bord ist ein guter Sonnenschutz im Auto daher unabdingbar. Damit sich das Fahrzeuginnere möglichst wenig aufheizt, müsst ihr die Sonnenstrahlen am Eindringen ins Auto hindern. Ein guter Sonnenschutz reflektiert die Sonnenstrahlen und senkt damit die Temperatur im Fahrzeug deutlich. Darüber hinaus wird auf diese Weise der Klimaanlage die Arbeit erleichtert; sie muss nicht mehr so stark kühlen, wodurch ihr Treibstoff spart.

Wichtig für die Insassen ist auch, dass sie den UV-Strahlen nicht mehr ausgesetzt sind, die durch die Scheiben dringen. Damit schützt ihr euch nicht nur vor Sonnenbrand; UV-Strahlen können auch die Augen schädigen und Bindehautentzündungen hervorrufen. Ein geblendeter Fahrer ist außerdem ein Sicherheitsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer.

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