Mit Baby auf ReisenDie Wickeltasche für den Urlaub

Die Wickeltasche wird auf der Reise zum Handgepäck für euer Baby – und kann einen ordentlichen Umfang entwickeln. Wir erklären, ob eine Wickeltasche überhaupt nötig ist, welche Modelle sich am besten zum Reisen eignen und was alles drin sein muss, damit euer Baby im Urlaub optimal versorgt ist.

von KidsAway-Redaktion

Platz sollte die Wickeltasche bieten - aber das Baby muss nicht hineinpassen © evgenyatamanenko - fotolia.com

Platz sollte die Wickeltasche bieten - aber das Baby muss nicht hineinpassen

© evgenyatamanenko - fotolia.com

Wer mit Baby für mehr als fünf Minuten vor die Tür geht, hat neben Schlüssel und Telefon immer eines dabei: die Wickeltasche. Je länger der Ausflug, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby gewickelt werden muss – kein Kind will und sollte länger als unbedingt nötig in seinen eigenen Hinterlassenschaften liegen.

Die Wickeltasche ist mindestens im ersten Jahr der ständige Begleiter aller Eltern. Zwar könnt ihr die Ausstattung für euer Baby natürlich auch in eine ganz normale Tasche packen; die speziell auf die Bedürfnisse von Babys und Eltern angepassten Modelle bieten allerdings durchaus praktische Vorteile wie etwa mehrere sinnvoll aufgeteilte Fächer, wasserdichtes Innenfutter oder eine integrierte Wickelunterlage.

 

Kaufhilfe Wickeltasche

Schon bei der Anschaffung solltet ihr überlegen, in welchen Situationen ihr eure Wickeltasche vorrangig nutzen wollt: Seid ihr hauptsächlich in der Stadt unterwegs oder im Wald, fahrt ihr Kinderwagen oder tragt ihr euer Kind? Ideal im Sinne einer nachhaltigen Nutzung ist es, wenn die Tasche geeignet für eine Zweitnutzung als normale Handtasche ist – dann tun Preise von locker über 50 Euro auch nicht mehr so weh. Wickeltaschen gibt es wie Sand am Meer, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel.

 

Design

Form follows Function – das muss für eine Wickeltasche nicht unbedingt gelten. Legt ihr Wert auf Stil und Mode, findet ihr auf dem Markt Wickeltaschen, die nicht anders aussehen als eine gute Handtasche – oder ihr wählt eine, die perfekt zum Design eures Kinderwagens passt.

Beim Fliegen mit Baby oder unterwegs auf Reisen kann es allerdings von Nutzen sein, wenn eure Wickeltasche auch nach einer aussieht. Das Flugpersonal erkennt so auf einen Blick, dass ihr beim Handgepäck nicht mogeln wollt und auch der Busfahrer fragt lieber noch einmal nach, bevor er die Tasche zusammen mit den Koffern unerreichbar verstaut. Ob sich Taschendiebe einen Zugriff zweimal überlegen, wenn nur Windeln und Feuchttücher zu erwarten sind, ist zu hoffen – wir konnten allerdings nicht nachfragen.

 

TippAchtet darauf, dass das Innenfutter möglichst hell gestaltet ist – in einer schwarzen Tasche sind Kleinteile wesentlich schwieriger zu finden.

 

Größe und Fassungsvermögen

Die Mindestbestückung einer Wickeltasche besteht aus zwei bis drei Ersatzwindeln und einer kleinen Packung Feuchttücher. Mit älteren Babys braucht ihr vielleicht wirklich nur noch das Minimum an Ausstattung – schafft ihr dann noch eine neue Wickeltasche an, kann diese tatsächlich so klein gewählt werden, dass ihr sie zusammen mit euren anderen Sachen in einem Rucksack oder einer großen Schultertasche unterbringt.

Wollt ihr die Tasche auf Reisen oder für die gesamte Babyzeit nutzen, sollte sie aber unbedingt größer sein. Beim Volumen und den Abmessungen balanciert ihr auf einem Grat zwischen zu klein und zu groß. Vielflieger sollten die Mindestabmessungen von Handgepäckstücken (55 x 40 x 20 cm) als Maximalgröße anlegen.

Eine zu große Wickeltasche ist nicht nur sperrig, ihr tendiert dann auch dazu, sie unnötig voll zu packen und schleppt zu viel herum, was besonders im Urlaub schnell anstrengend wird. Hängt eine zu schwere Wickeltasche am Kinderwagenbügel, kann außerdem die Stabilität des Wagens leiden.

Akzeptiert eure Fluggesellschaft kein Handgepäck für Babys ohne eigenen Sitzplatz (was wir sowieso nicht empfehlen!), muss einer der Erwachsenen die Wickeltasche „übernehmen“. In diesem Fall sollte sie zusätzlichen Platz für weitere Kleinigkeiten bieten.

Ideal ist es, wenn ihr vor dem Kauf eurer Wickeltasche „probepacken“ könnt. Alle wichtigen Utensilien sollten problemlos und ohne „Stopfen“ in die Tasche passen.

 

Innenaufteilung

Wickeln unterwegs - da sollte alles Nötige griffbereit sein © Langstrup - Fotolia.com

Wickeln unterwegs - da sollte alles Nötige griffbereit sein

© Langstrup - Fotolia.com

Der Innenraum von Wickeltaschen ist in der Regel in mehrere Fächer unterteilt; hier gibt es große Unterschiede und nicht jede Tasche passt für alle Bedürfnisse. Praktisch sind zwei bis drei verschieden große Fächer, so habt ihr immer die Übersicht über den Inhalt und müsst nicht lange kramen.

Ein großes Innenfach ist gut, es sollte aber nicht das einzige sein; schmutzige Kleidung oder volle Windeln geraten sonst schnell mit sauberem Inhalt durcheinander. Spezielle Fächer für den Schnuller oder ein Fläschchen sind praktisch, weil dann die wichtigsten Dinge an ihrem Platz sind; andererseits nehmen sie wichtigen Platz weg und passen nicht für alle Familien (viele Babys brauchen zum Beispiel gar keinen Schnuller, und das Schnullerfach kann dann nicht genutzt werden).

Und: Je mehr einzelne Taschen eingenäht sind, desto anfälliger wird die Tasche bei häufiger Nutzung für eingerissene Nähte, verklemmte Reißverschlüsse oder nicht mehr richtig schließende Klettbänder.

Gebt ihr eurem Baby seine Milch in der Flasche, kann eine Wickeltasche mit Isolierfach praktisch sein, in der ihr das mit Wasser gefüllte Babyfläschchen eine Weile warm haltet. Bitte bewahrt hier keine fertig zubereiteten Flaschen für mehr als 30 Minuten auf, in der warmen Milch können sich Keime schnell vermehren!

Mamas (oder Papas), die mit Tragebaby unterwegs sind, wollen nicht zwei Taschen herumschleppen. Viele Wickeltaschen bieten deshalb ein zusätzliches, von den Wickeltaschenfächer getrenntes Compartment für Alltagsgegenstände wie Portemonnaie und Telefon.

 

Handhabung

Entscheidend ist, auf welche Weise ihr die Wickeltasche im Alltag hauptsächlich tragen werdet: Seid ihr vorrangig mit dem Kinderwagen unterwegs, sollte die Tasche einen langen Tragegurt haben: Damit lässt sie sich schnell über den Schiebegriff hängen, kann aber zwischendurch immer wieder auf der Schulter getragen werden. Einige Taschen bieten Ösen, mit denen sich die Tasche permanent am Schiebegriff befestigen lässt – hier muss allerdings der Kinderwagen für eine solche Befestigung geeignet sein, also vorher testen!

Taschen mit viel Volumen sind recht schwer; für euren Rücken ist es grundsätzlich besser, wenn ihr die Schultern gleichmäßig belastet. Ein Wickelrucksack trägt sich über längere Strecken und beim Radfahren bequemer – und ist eher „papakompatibel“. Alternativ sollte wenigstens der Schultergurt einer Tragetasche weich gepolstert sein.

 

Material

Eine gute Wickeltasche bietet mindestens ein Feuchtfach, in dem ihr eine volle Windel oder einen nassen Body unterbringen könnt, ohne dass der Rest des Tascheninhalts in Mitleidenschaft gezogen wird. Dieses Fach sollte wirklich wasserdicht und mit Polyester gefüttert sein. Das Außenmaterial von Wickeltaschen besteht meist aus Kunstfaser, es gibt jedoch auch Kunstleder- oder Baumwollmodelle.

Seid ihr mit der Tasche viel draußen unterwegs, sollte sie einen kurzen Regenschauer überstehen und abwischbar sein; ein befestigter, wasserfester Boden macht sich bezahlt, wenn man die Tasche kurz auf einem feuchten Gehweg abstellen will. Da ihr eine Wickeltasche mehrere Jahre benutzt, ist eine gute Verarbeitung aller Nähte und Verschlüsse wichtig – Billigprodukte machen hier spätestens nach einigen Monaten viel Ärger.

Nicht zuletzt beeinflusst das Material auch das Gewicht der Tasche; wiegt sie im leeren Zustand mehr als ein Kilogramm, werdet ihr über kurz oder lang unter der Tragelast stöhnen.

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