Reisen mit der BahnBahnfahren im Familiencheck – was ändert sich mit dem Fahrplan 2015/2016?

Jeden November veröffentlicht die Bahn ihre neuen Fahrpläne. Noch wichtiger und interessanter für Familien: die neuen Preise. Wir haben genau nachgeschaut, welche Überraschungen am Bahnhof auf euch warten!

von KidsAway-Redaktion

Kaum Preiserhöhungen, dafür neue Züge: Bravo, Bahn!

Kaum Preiserhöhungen, dafür neue Züge: Bravo, Bahn!

© Deutsche Bahn

Der Wettbewerb mit den günstigen Fernbus-Anbietern, die niedrigen Treibstoffpreise an den Tankstellen und neuerdings sogar einige Privatbahnen im Fernverkehr haben der Bahn offenbar zu denken gegeben.

Der Winterfahrplan 2015/2016 geht, wie auch sein Vorgänger im Jahr 2014/2015, fast ohne Preiserhöhungen an den Start.

Was wird teurer, was wird besser?

Nach den teilweise heftigen Preissteigerungen der Vorjahre (klickt auf Seite 2 dieses Beitrags!) ist diese zweite Nullrunde eine Erleichterung für reisende Familien – aber genügt das, um Reisende vom Bahnfahren zu überzeugen? Bei der Bahn ist man auf jeden Fall zu Einschnitten bereit.

Der Lokführerstreik und die allgemein gestiegenen Kosten – nicht zuletzt befördert die Bahn seit September Flüchtlinge und sie begleitende Helfer kostenlos – werden jedenfalls diesmal nicht auf die Ticketpreise umgelegt.

90 Prozent der Ticketangebote behalten ihren bisherigen Preis, darunter alle Normalpreise (die jetzt „Flexpreise“ heißen), die Sparpreise ab 29 Euro, der Familiensparpreis ab 49 Euro und auch die BahnCards. Nur für die neu gebaute Strecke zwischen Erfurt und Halle/Leipzig, die ab Dezember in Betrieb geht und euch deutlich schneller ans Ziel bringt, müsst ihr zwischen einem und sieben Euro mehr zahlen.

Nicht nur die stabilen Preise der Fernverbindungen sollen mehr Reisende vom Zugfahren überzeugen. Auch die Vorverkaufsfrist bei den Sparpreisen fällt weg, ihr könnt dann die günstigen Angebote mit etwas Glück noch kurz vor der Abfahrt kaufen. Im ICE Sprinter besteht keine Reservierungspflicht mehr und der Aufpreis von 11,50 Euro wurde gestrichen.

Nach wie vor sind jedoch nur in der ersten Klasse die Reservierungen kostenfrei. Zweite-Klasse-Fahrer müssen außerdem weiterhin auf das für 2016 angekündigte kostenlose WLAN im Zug verzichten. Während das in der ersten Klasse seit 2014 funktioniert, verhindert ein „Engpass bei der Leistungsfähigkeit“ angeblich noch, es im gesamten Zug mit guter Qualität anzubieten.

Im Regionalverkehr müsst ihr hingegen schon mit einigen Preiserhöhungen rechnen. In einigen Verkehrsverbünden werden die Tickets um etwa zwei Prozent teurer. Das gilt vor allem für große Verbünde wie München, Stuttgart, Köln, Berlin-Brandenburg, Hamburg und das Ruhrgebiet. Zeitkarten bleiben allerdings auch hier stabil.

Und noch etwas ist teurer geworden: Für die Betreuung allein reisender Kinder im Programm Kids on Tour zahlt ihr statt 30 Euro jetzt 35 Euro (zusätzlich zum Zugticket). Und die Snack Box, die Kinder im Bordbistro mit einer Mahlzeit und dem heiß begehrten “Kleinen ICE” versorgt, kostet jetzt 6,90 Euro, einen ganzen Euro mehr als im Vorjahr.

 

Mehr Platz in neuen Zügen

Auch neu im Intercity 2: ein schicker Kleinkindbereich

Auch neu im Intercity 2: ein schicker Kleinkindbereich

© Deutsche Bahn

Und noch eine Neuerung wird es mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember geben: Der Intercity 2 geht ans Netz. Das Besondere an diesem Zug: Er ist leiser und … doppelstöckig! Der viele Platz freut vor allem Familien. Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ hat allerdings auch das fehlende Bistro und wenig Raum für Gepäck moniert.

Bis zum Sommer werden schrittweise 27 neue ICs eingeführt, bis zum Jahr 2030 sollen 120 neue Züge die alten komplett ersetzen. Ob diese Milliarden-Investitionen ohne Preiserhöhungen für die Bahnkunden zu stemmen sind? Wir werden sehen…

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