Stillen und FliegenFliegen mit Milchpumpe und abgepumpter Muttermilch – was ihr beachten müsst

Eine Flugreise steht an, und euer Stillbaby soll zu Hause bleiben - also heißt es unterwegs abpumpen. Wie das geht, was ihr beachten müsst und wie die Fluggesellschaften zu Milchpumpen und Muttermilch an Bord stehen.

von KidsAway-Redaktion

Allein als Stillmama fliegen - das klappt

Allein als Stillmama fliegen - das klappt

Es gibt viele Gründe, aus denen Mütter ihr Baby nicht selbst stillen, sondern die Muttermilch zunächst abpumpen.

Was in den gewohnten vier Wänden zu Hause und im Büro bald eingespielt ist und wie am Schnürchen klappt, kann auf einer Flugreise ordentlich kompliziert werden. Das sollte aber keine Mutter daran hindern, ihre Milch auch im Flugzeug wie gewohnt abzupumpen und zu transportieren.

Das Wichtigste, wenn ihr ohne euer Stillbaby fliegt

Haltet euren normalen Stillrhythmus möglichst streng ein! Das kann bedeuten, dass es besser ist, nicht den billigsten Flug zu nehmen, sondern den zeitlich günstigsten. Und es sollte bedeuten, dass ihr euch vor dem Start und nach der Landung (zum Beispiel vor einem Geschäftstermin) genug Zeit einplant, um in Ruhe Milch abpumpen zu können.

Damit auch ja nichts schiefgeht, solltet ihr auch beim Packen auf Nummer sicher gehen: Legt ein extra Anschlusskabel oder Ersatzbatterien, Ersatzteile für eure Milchpumpe, richtig viele Aufbewahrungsbeutel und mindestens ein Wechselshirt in euren Koffer. Um eure abgepumpte Milch hygienisch aufzubewahren und die Kühlakkus für den Rücktransport vorzubereiten, muss euer Hotelzimmer einen Kühlschrank haben – notfalls gebt ihr die Milch im Hotelrestaurant zum Lagern ab.

Weibliche Brüste sind ein Wunder der Natur, aber sie funktionieren eben nicht auf Knopfdruck. Wenn ihr nicht sowieso regelmäßig auf Vorrat abpumpt, fangt deshalb spätestens zwei Wochen vor eurem Solotrip an, einen Muttermilch-Vorrat anzulegen. Der sollte großzügig berechnet sein, denn vielleicht hat euer Baby genau während eurer Abwesenheit einen Wachstumsschub und möchte mehr trinken als gewohnt.

Dafür müsst ihr häufiger abpumpen, was eure Milchmenge steigern wird, was wiederum dazu führt, dass ihr auch auf eurer Flugreise häufiger als gewohnt pumpen müsst – sonst sitzt ihr schnell mit nassem Shirt oder einem Milchstau da. Auch wenn ihr ganz andere Dinge im Kopf habt: Tastet regelmäßig eure Brust auf Verhärtungen ab, schaut nach geröteten Stellen und beobachtet eure Körpertemperatur, um eine Brustentzündung zu vermeiden. Lasst euch bei der Planung eurer Reise, wenn möglich, von eurer Hebamme oder einer Stillberaterin helfen!

Ziemlich viel Ausrüstung für einen Flug ohne Baby © Pump von Jim Champion unter CC BY-SA 2.0

Ziemlich viel Ausrüstung für einen Flug ohne Baby

© Pump von Jim Champion unter CC BY-SA 2.0

Abpumpen ist am Boden immer einfacher als in der Luft. Nach Möglichkeit solltet ihr also am Flughafen vor dem Boarding noch einmal abpumpen. Findet schon vor eurer Ankunft am Flughafen heraus, ob es einen Stillraum oder einen Familienbereich (mit Stromanschluss!) gibt, wo ihr in Ruhe abpumpen könnt. Kontaktiert eure Airline und fragt nach, ob sie euch einen Tagespass für ihre Lounge ausstellen kann. Die Toiletten solltet ihr auf jeden Fall vermeiden – dort wimmelt es von Keimen, ist unruhig und oft voll, und ihr könnt euch sicher sein, dass es seltsame Blicke geben wird.

Achtet während des Fluges darauf, extra viel zu trinken, und gönnt euch genug Ruhepausen – dann fließt die Milch auch auf eurer Solo-Reise ohne Probleme.

Eure Milchversorgung ist nun sichergestellt. Aber was tun mit den notwendigen Gerätschaften, mit den Flaschen und Beuteln, und natürlich mit der abgepumpten Milch beim Fliegen?

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