Clever packenDank dieser 10 Packtricks reist ihr nur mit Handgepäck – auch als Familie!

Einen Familienurlaub nur mit Handgepäck anzutreten, das ist für viele Eltern unvorstellbar. Aber wer clever packt, der muss sich nicht mit sperrigen Koffern belasten. Kein Gepäck aufgeben, das heißt, günstig fliegen und komfortabel reisen!

von KidsAway-Redaktion

Viel hilft viel? Falsch gedacht!

Viel hilft viel? Falsch gedacht!

© Pixabay

Immer mehr Airlines bieten Frühbuchern supergünstige Flugtickets an – allerdings oft mit dem Haken, dass ihr dann für aufgegebenes Gepäck teure Zuschläge zahlen müsst. Gerade für Familien wird der Flug in den Urlaub dann schnell teurer als gedacht.

Wir haben ein paar clevere Pack-Tricks, mit denen ihr euer Familiengepäck in überraschendem Maß reduziert – und so wirklich einen Schnäppchen-Flug buchen könnt, ohne für schwere Koffer draufzahlen zu müssen. Probiert es mal aus!

1. Das richtige Gepäckstück

Viele Fluggesellschaften beschränken die zulässigen Abmessungen für das Handgepäck immer weiter. Wo ein fester Rollkoffer noch locker in die Vorgaben passt, kann ein vollgestopfter Rucksack schon zu breit sein, denn auch die Trageriemen werden ja mitgemessen. Verteilt also euer Familiengepäck möglichst gleichmäßig auf alle Mitreisenden, um die Gewichts- und Maßbeschränkungen einzuhalten.

Wenn ihr mit kleinen Kindern reist, die selbst keinen Rucksack tragen können, sind die Handgepäck-Maße dann endgültig zu klein. Hier kann es praktischer sein, wenn ihr für jedes Familienmitglied (auch Babys haben Anspruch auf ein reguläres Handgepäckstück!) einen kleinen Rollkoffer packt.

Aus packtechnischen Gesichtspunkten sind die meisten Rucksack-Modelle sowieso eher ungünstig: Man muss alles von oben in eine schmale Röhre stopfen, was wenig Übersicht erlaubt. Das nervt spätestens, wenn ihr auf einer Rundreise das dritte Mal in drei Tagen die Schlafsachen von ganz unten herauskramen müsst. Super sind dagegen Rucksäcke, deren Front man komplett aufzippen kann, oder Hybride aus Rucksack und Reisetasche.

 

2. Rollen, stopfen, quetschen

Diesen Packtrick finden Kinder toll: Kleidungsstücke werden nicht gefaltet, sondern gerollt und dann in den Rucksack, die Tasche oder den Koffer gestopft. Socken und Unterwäsche werden in Schuhe gesteckt, den da steckt unnütze Luft drin. Noch mehr Luft presst ihr aus der gerollten Kleidung heraus, wenn ihr Packsäcke verwendet.

Ergebnis: Ihr bekommt überraschend viel Gepäck auf sehr wenig Raum unter.

Steckt ihr Ober- und Unterkleidung (oder die Kleidung einzelner Personen) in einzelne Packsäcke, gewinnt ihr damit auch mehr Übersicht, findet Gesuchtes im Koffer schneller und könnt auf Rundreisen schnell aus- und wieder einpacken.

 

3. Zwiebelprinzip

Vergesst Jeans, dicke Pullover und Daunenjacken, nehmt lieber mehrere dünne Schichten mit: schnell trocknende Funktionskleidung, dünne T-Shirts und Hemden, leichte Fleecejacken, dünne Regenjacken, Zipp-Hosen und Schaltücher. Tragt ihr mehrere dieser Schichten übereinander, ist euch wärmer als in einer dicken Daunenjacke – versprochen!

Wählt statt eines komplett neuen Outfits für jeden Tag lieber einige wenige multifunktionale Kleidungsstücke in passenden Farben aus, die ihr verschieden kombinieren könnt.

Ein weiterer Vorteil solcher schnell trocknenden Sachen: Ihr könnt sie unterwegs leichter waschen, damit spart ihr noch mehr Gepäck.

 

4. Die Dreier-Regel

Familienurlaub = (zu) viel Gepäck? Nicht unbedingt

Familienurlaub = (zu) viel Gepäck? Nicht unbedingt

© Pixabay

Aller guten Dinge sind drei: ein Kleidungsstück zum Anziehen, eines zum Waschen und eines, das gerade trocknet. Auch wenn es schwerfällt: Packt maximal drei Hemden oder Shirt, drei Röcke oder Hosen ein, wenn möglich noch weniger (Hosen zum Beispiel müssen im Urlaub nur selten gewaschen werden). Und anstatt getragene Socken und Unterwäsche tagelang vor sich hin stinken zu lassen, wascht sie einfach schnell per Handwäsche und trocknet sie über der Heizung – dann braucht ihr auch davon höchstens drei Stück.

Ihr habt nur ein Paar Füße – ihr braucht in der Regel nicht mehr als zwei Paar Schuhe. Wenn es ein drittes Paar sein muss, dann Flipflops – die sind perfekt für den Strand, die Dusche und als Hausschuhe.

 

5. Verzichtet auf Schlafanzüge und Kissen

Guter Schlaf ist auf Reisen enorm wichtig, gerade für Familien. Aber dafür braucht ihr weder spezielle Schlafanzüge noch Lieblingskopfkissen. Was zu Hause Gemütlichkeit bringt, nimmt auf Reisen wertvollen Platz weg, den ihr sinnvoller nutzen könnt.

Als Schlafanzug könnt ihr eines der eingepackten T-Shirts nehmen oder in Unterwäsche schlafen. Und statt des großen Lieblingskissens genügt auch der vertraut riechende Bezug, den ihr über eines der Hotelkopfkissen ziehen könnt.

 

6. Investiert in „Mikrotechnologie“

Für das Elektronik-Arsenal einer Familie braucht man leicht einen Extrakoffer. Aber braucht ihr all das Zeug wirklich im Urlaub? Den Laptop, den DVD-Player, die tragbaren Lautsprecher, die Spiegelreflexkamera?

Mit einem Smartphone oder einem Tablet kann man heutzutage Filme ansehen, im Internet surfen, Musik abspielen, Fotos machen und bearbeiten und Spiele spielen. In-ear-Kopfhörer nehmen viel weniger Platz weg als große Kopfhörer, Kabel können geteilt werden und ganz ehrlich: eine Medienpause würde vielen Kindern im Urlaub auch mal gut tun.

7. Nutzt Minispielzeug

Ein paar Tricks, und der Koffer fasst gleich viel mehr Gepäck

Ein paar Tricks, und der Koffer fasst gleich viel mehr Gepäck

© Pixabay

Kinder lieben ihre Spielsachen, und viele Eltern nehmen aus Angst, dass sich die Kleinen unterwegs langweilen, viel zu viele davon mit. Für große Spielsachen, Plüschtiere und alles, was Krach und Dreck macht, gilt bei uns ein generelles Mitreiseverbot!

Wir sammeln stattdessen gezielt für den Urlaub kleinere Dinge, die als Spielsachen mehrfach oder sehr lange verwendet werden können. Auf das Tablet oder Smartphone passen Unmengen an kleinen Spielen und Hörspielen. Würfel, Skat- oder Rommeekarten lassen sich für viele verschiedene Spiele verwenden. Mit kleinen Autos, Minifiguren von Lego oder aus dem Ü-Ei spielen Kinder stundenlang.

Zu unserer Grundausrüstung gehören außerdem Stifte und ein Notizblock (oder eine Zaubertafel), ein aufblasbarer Ball, ein Taschendrachen, eine faltbare Frisbee-Scheibe und ein Kinder-Taschenmesser mit abgerundeter Spitze (zeigt ihr das beim Security-Check offen vor und erklärt, dass es den Kindern gehört, haben die allermeisten ein Einsehen).

Langfristige Hausaufgabe für Eltern: Sorgt dafür, dass die Lieblingsstofftiere eurer Kinder klein und robust sind!

 

8. Hygiene-Sparprogramm: nur Zahnbürste und Deo

Weder Fön noch Lockenstab und schon gar nicht ein komplettes Beauty Case sind im Familienurlaub nötig. Die meisten Unterkünfte stellen nicht nur diese Dinge, sondern auch Duschbad und Shampoo zur Verfügung, notfalls auf Nachfrage. Und auch in anderen Ländern gibt es Supermärkte, wo man diese Dinge kaufen kann. Das einzige, was ihr wirklich braucht, ist eure Zahnbürste und ein Deo.

Wenn ihr unbedingt eure eigenen Kosmetikprodukte braucht, dann kauft sie in Reisegrößen oder füllt sie in kleine Behälter um.

Auch Handtücher sind große Platzverschwender. Die allermeisten Hotels und Ferienhäuser haben sie vorrätig. Und wenn ihr unbedingt eure eigenen braucht, dann lasst die flauschigen Frotteetücher zu Hause und packt Mikrofaser-Handtücher ein.

 

9. Keine Extrawurst fürs Baby

Ja, auch Familien mit Babys können mit wenig Gepäck reisen! Denn mal ehrlich, so viel brauchen die Kleinen ja wirklich nicht.

Mit Windeln füllen manche Eltern ganze Koffer. Aber nur die allerwenigsten Babys haben so empfindliche Pos, dass sie wirklich nur eine spezielle Windelmarke vertragen. In jedem Urlaubsland leben Babys, und Windeln findet ihr wirklich fast überall. Ja, sie mögen dort teurer sein oder nicht so lange dicht halten, aber ihr wollt euch doch nicht mit Extragepäck belasten, nur um insgesamt ein paar wenige Euro einzusparen?

Im Sommerurlaub gehen Babys sowieso am liebsten „unten ohne“.

Dasselbe gilt natürlich für Babynahrung: Müssen es wirklich die vertrauten (schweren!) Gläschen sein? Kein Baby der Welt wird freiwillig verhungern, nur weil sein Brei im Urlaub etwas anders schmeckt. Und wenn ihr am Urlaubsort wirklich keinen findet – Überraschung: Babys essen auch gern vom Familientisch mit. Eine zerdrückte Kartoffel oder eine pürierte Banane finden sie genauso lecker wie das Biomenü von Onkel Hipp.

 

10. Schwere Sachen gar nicht erst einpacken

Manchmal hilft es auch, um die Ecke zu denken

Manchmal hilft es auch, um die Ecke zu denken

© Flickr/Robert Couse-Baker

Fluggesellschaften wiegen und messen das Gepäck der Passagiere heutzutage sehr streng. Was sie nicht wiegen und messen, sind dagegen die Passagiere. Um Gepäck zu sparen, könnt ihr die größten Platzfresser daher am Leib tragen.

(Damit meinen wir Sachen wie die schweren Wanderschuhe oder die dreilagige Outdoorjacke. Den Schnorchel und die Taucherflossen, das Babybettchen oder Sandspielzeug leiht ihr euch besser am Urlaubsort oder kauft es dort.)

 

Wie viel Gepäck habt ihr dabei, wenn ihr als Familie verreist?

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Kommentar als Gast schreibenKommentare (3)

  • Und wo genau?
    1) 10 tage mit 2 Kindern
    2) Flaschen/ Windelkind In Bulgarien
    3) unter Kinderkoffer, mini koffer/ Kinderteller gemeint wa direkt mit ins Flugzeug konnte
    Ich finde für 4 Personen ist es nicht viel

    Antworten | 12. Dezember 2016
  • Bei unsere Letzte Reise, für 4 Personen hatten wir 3 Koffer
    Papas Koffer 18 kg ( ganz großer Koffer für 2 Personen)
    Mamas Koffer 12,5 ( Mittelgroß)
    Kinderkoffer 11 kg

    Antworten | 27. November 2016
    • Na, da gibt es eindeutig noch Einspar-Potenzial! ;-)

      Antworten | 29. November 2016

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