Urlaubsquartier buchenKidsAway-Check: Welche Online-Vermietungsplattform ist für eure Familie die passende?

Ihr sucht eine günstige Ferienwohnung für euren Urlaub? Im Internet? Wir sagen euch, welche Vermietungs-Plattform am besten zu euren Urlaubswünschen passt und von welcher ihr besser die Finger lasst.

von KidsAway-Redaktion

Viel Spaß bei eurem Familienurlaub im Ferienhaus!

Viel Spaß bei eurem Familienurlaub im Ferienhaus!

© Hetizia - Fotolia.com

Urlaub im Ferienhaus, das ist für viele Familien einfach die beste Urlaubsform.

Gebt ihr im Internet das Stichwort „Ferienhaus mieten“ ein, bekommt ihr mehr Ergebnisse, als ihr jemals ausprobieren könnt.

Wer sich ein wenig umtut, dem stellen sich schnell Fragen: Wo sind eigentlich die Unterschiede zwischen den vielen Vermietungsplattformen? Welche eignet sich am besten für Familien? Und wo lauern Fallen bei der Buchung einer Unterkunft?

Jeder Online-Anbieter hat seine Stärken und Schwächen – es ist daher nicht die cleverste Idee, immer nur auf derselben Buchungsplattform zu schauen. Kennt ihr euch ein wenig aus und wisst, wo ihr was suchen müsst, könnt ihr bei der Buchung eures Familienurlaubs vielleicht ein richtiges Schnäppchen machen oder in der Hauptsaison eine bezahlbare Unterkunft finden.

Wir haben uns die größten und bekanntesten Onlinedienste zur Vermietung von Ferienunterkünften – seien es “richtige” Ferienhäuser oder Privatunterkünfte – genauer angesehen.

 

HomeAway.com

HomeAway.com

HomeAway.com

© HomeAway.com

 

Das Angebot: Der Platzhirsch auf dem Markt der halb-privaten Ferienwohnungsvermietung ist schon mehr als 20 Jahre aktiv und verzeichnet derzeit über eine Million Unterkünfte auf der ganzen Welt, vorrangig jedoch in Ferienregionen. Die meisten bucht ihr direkt beim Vermieter, nur wenige lassen sich über die Website buchen.

So funktioniert es: Die allermeisten Vermietungsplattformen orientieren sich in ihrem Prozedere am großen Vorbild HomeAway. Für euch bedeutet das: Alles läuft wie gehabt, ihr sucht euch eine Unterkunft aus, kontaktiert den Besitzer und bezahlt, wenn ihr von diesem eine Bestätigung erhaltet, direkt an ihn. Alles Weitere läuft nur noch zwischen euch, auch die Rückerstattung bei eventueller Stornierung!

Das Besondere: Die schlichte Größe dieses Anbieters ist überwältigend. Hier sind auch viele Quartiere zu finden, die für längere Mietdauern angeboten werden. Unter dem Dach von HomeAway sind mehrere Ableger versammelt, bei denen ihr Ferienwohnungen in ausgewählten Regionen suchen könnt: etwa FeWo-direkt für Ferienwohnungen in Deutschland oder bookabach.co.nz für Quartiere in Neuseeland.

 

TippKidsAway-Tipp

Die Suche nach einer für euch passenden Unterkunft ist leider nicht so gut gelöst wie bei anderen Vermietungsplattformen. Außer einem Klick bei der Kategorie „kinderfreundlich“ habt ihr keine Möglichkeit, mitreisende Kinder anzugeben.

Dafür könnt ihr ohne konkrete Terminangaben nach Quartieren suchen, zum Beispiel wenn ihr noch keinen Urlaub genommen habt und erst einmal schauen wollt.

 

Booking.com

Booking.com

Booking.com

© Booking.com

 

Angebote: Auf Booking.com findet ihr alles – Hotelzimmer, Apartments, Villen, Pensionen und auch Ferienhäuser, in 187 Ländern. Alle der etwa 600.000 Unterkünfte können online, direkt über die Website gebucht werden.

So funktioniert es: Die zahllosen Angebote lassen sich mit Hilfe des supereinfach zu bedienenden Filtersystems schnell und übersichtlich ausgeben und anschauen – natürlich auch auf einer Karte, wie bei fast allen Ferienwohnungs-Portalen.

Nicht nur die Art der gewünschten Unterkunft, die Lage und viele Wunschkriterien (Pool, familiengeeignet, mit WLAN etc.) lassen sich voreinstellen, auch die genaue Zahl und das Alter von bis zu zehn (!) mitreisenden Kindern. Das ist deshalb so praktisch, weil viele Hotels Kinder bis zu einem bestimmten Alter kostenlos aufnehmen und sie dann von Anfang an nicht mitberechnet werden. Bei Ferienwohnungen und Privatwohnungen zählt dagegen in der Regel „ein Bett, eine zahlende Person“ – egal, wie alt sie ist.

Wenn ihr nicht sicher seid, ob die Unterkunft das richtige für euch ist, könnt ihr Bewertungen anderer Gäste lesen – sogar nach anderen Familien könnt ihr gezielt schauen. Das Ganze natürlich nicht nur in Englisch, sondern auch auf Deutsch und in 38 weiteren Sprachen.

Übrigens: Eine App müsst ihr nicht extra herunterladen, die Booking.com-Website ist responsiv aufgebaut und lässt sich auch auf Smartphones bequem bedienen.

Das Besondere: Bei einer Buchung über die Plattform muss in der Regel erst vor Ort bezahlt werden, das ist komfortabel. Die Vermittlungsgebühr an Booking.com zahlen nur die Vermieter.

Noch besser: Fast alle Unterkünfte können bis einen Tag vor Antritt der Reise noch kostenlos storniert werden. Wird der Nachwuchs spontan krank, müsst ihr euch wenigstens nicht über hohe Stornierungskosten ärgern.

 

TippKidsAway-Tipp

Hotels können mit jüngeren Kindern günstiger als Ferienwohnungen sein, wenn sie bei euch im Bett schlafen oder ein kostenloses Babybett gestellt bekommen. Manchmal werden Hotels als ausgebucht angezeigt – das bedeutet aber nur, dass die Kontingente, die eine Unterkunft bei Booking.com auspreist, vergeben sind. Ein Anruf oder eine E-Mail direkt beim Hotel haben oft trotzdem Erfolg.

 

Housetrip.com

Housetrip.com

Housetrip.com

© Housetrip.com

 

Das Angebot: Den „üblichen Verdächtigen“, also Airbnb & Co., ist diese Vermietungs-Plattform zum Verwechseln ähnlich. Hier findet ihr etwa 300.000 Angebote in aller Welt, vorrangig jedoch in Europa. Alle werden über die Website gebucht.

So funktioniert es: Kennste einen, kennste alle – beim Buchungsvorgang gibt es keine großen Überraschungen, wenn ihr schon einmal mit Airbnb oder Wimdu zu tun hattet, kennt ihr euch aus.

Ein kleiner Unterschied: Bei Housetrip wird nicht der Tagespreis für den gesuchten Mietzeitraum angezeigt (wie etwa bei Airbnb), sondern der Gesamtbetrag. Und: Es ist wirklich der Gesamtbetrag, der angezeigt wird – keine Servicegebühren, Aufschläge für zusätzliche Personen oder Reinigungs-Zuschläge.

Das Besondere: Housetrip ist eine sehr junge Vermietungsplattform, sie wurde erst 2010 gegründet. 2013 startete das Unternehmen eine tolle Aktion, die man bisher nur von Airlines kannte: Ein Treueprogramm belohnte wiederkehrende Kunden. Wer zehn Nächte über die Plattform buchte, erhielt bei der nächsten Buchung eine Nacht umsonst. Drückt die Daumen, dass Housetrip bald wieder eine solche Aktion startet!

 

Flipkey.com

Flipkey.com

Flipkey.com

© Flipkey.com

 

Angebote: Flipkey ist ein Ableger der mega-erfolgreichen Reisewebsite TripAdvisor. Hier findet ihr über 300.000 Ferienwohnungen und -häuser in Nordamerika, Mexiko, der Karibik und Europa. Viele der Unterkünfte könnt ihr über die Onlineplattform buchen, einige aber auch nur direkt bei den Vermietern.

So funktioniert es: Ihr wählt eine Unterkunft aus und stellt eine Buchungsanfrage. Eine Rückmeldezeit von maximal 48 Stunden nach einer Buchungsanfrage wird garantiert. Eine Anzahlung (“deposit”) wird von vielen Vermietern bei Flipkey verlangt, um eure Buchung abzusichern.

Habt ihr eine Buchung vereinbart, wird der Gesamtbetrag direkt bezahlt – aber nicht an den Vermieter, sondern zunächst an Flipkey. Erst 24 Stunden, nachdem ihr tatsächlich eingecheckt habt, erhält der Vermieter euer Geld. Das erhöht eure Sicherheit ungemein und schließt Betrug so gut wie aus, einer der wichtigsten Vorteile solcher Buchungsplattformen. Lasst euch also nicht von einem Anbieter überreden, die Buchung privat, ohne Vermittlung über Flipkey, abzuschließen!

Das Besondere: Flipkey punktet mit authentischen, angeblich persönlich geprüften Einträgen und echten Fotos. Außerdem wird damit geworben, dass in jeder Unterkunft eine Küche zur Verfügung steht.

Sehr übersichtlich ist die Preisdarstellung auf der Website; ihr seht immer, wie viel ein Quartier pro Nacht kostet, es werden keine nachträglichen Extras aufgeschlagen.

 

TippKidsAway-Tipp

Zusätzliche Sicherheit gut und schön, aber einen großen Nachteil hat das Flipkey-System (das auch zahlreiche andere Ferienwohnungs-Plattformen haben): Ihr bezahlt eure Buchung komplett im Voraus, und bei begehrten Regionen können dies Monate sein. Während dieser Zeit verwahrt die Onlineplattform euer Geld. Kommt es in der Zwischenzeit zu Wechselkurs-Schwankungen – und die letzten Jahre haben gezeigt, dass diese massiv sein können -, kann die Landeswährung eurer Ferienwohnung inzwischen weit weniger wert sein. Bezahlt ist aber bezahlt. In den AGB ist nirgends vorgesehen, dass entstehende Kursdifferenzen ausgeglichen werden.

Plus: Flipkey verlangt nicht nur von den Vermietern einen Anteil für die Vermittlung ihrer Unterkünfte, auch ihr als Mieter zahlt einen Prozentsatz eures Buchungspreises an den Vermittler.

Und schließlich: Im Januar 2015 hat Flipkey angeblich eine neue Software auf seiner Plattform ausgerollt, seitdem hagelt es Beschwerden von Vermietern und Gästen. Seid also vorsichtig.

 

GoWithOh.com

GoWithOh.com

GoWithOh.com

© GoWithOh.com

 

Das Angebot: Eine wesentlich kleinere Menge von Angeboten findet ihr auf dieser spanisch geführten Plattform, die äußerlich auch wieder wie das große Vorbild Airbnb wirkt. Im Inneren warten aber professionell vermietete Ferienwohnungen und Hotelzimmer in europäischen Großstädten – die perfekte Website also für euren nächsten Städtetrip.

So funktioniert es: Die Suchmöglichkeiten über die Website sind sehr schlicht; mehr als die gesuchte Stadt, den Reisezeitraum und die Zahl der mitreisenden Personen könnt ihr zunächst nicht eingeben. Es ist auch nicht möglich, flexibel nach offenen Angeboten, also ohne Ortsangabe, in einem Reisezeitraum zu schauen.

Habt ihr eine schöne Unterkunft gefunden, könnt ihr sie direkt über die Website buchen und müsst dann eine Anzahlung leisten, entweder über PayPal oder mit Kreditkarte. Den Restbetrag und die Kaution zahlt ihr dann erst, wenn ihr eure Wohnung bezieht – und zwar meistens in bar in der Landeswährung. Das klingt zunächst wenig vertrauenswürdig, hat aber den Vorteil, dass ihr selbst bestimmt, wem ihr euer Geld gebt, und dass ihr es nicht bereits Monate im Voraus weggeben müsst.

Das Besondere: GoWithOh bietet eine Tiefpreisgarantie an und erstattet das Doppelte der Preisdifferenz zurück, falls ihr eine entdeckt. Außerdem gibt es Stadtführungen, Rabattgutscheine und einen mehrsprachigen Kundenservice, von dem jeder beeindruckt ist, der ihn bereits in Anspruch genommen hat.

 

TippKidsAway-Tipp

Die Beschränkung des Angebots auf derzeit 24 Städte in Europa führt natürlich auch dazu, dass ihr für bestimmte Reisedaten oder für bestimmte Familiengrößen einfach keine freien Wohnungen findet. GoWithOh empfiehlt sich daher eher für kleine Familien und nicht für spontane Wochenendtrips. Außerdem mögen wir es nicht, dass Kinder ab zwei Jahren als normale Erwachsene angesehen werden.

 

… und natürlich gibt es dann noch Airbnb.com und seine europäischen “Geschwister” wimdu.de und 9flats.de. Diese Vermittlungsplattformen betonen, dass die von ihnen vermittelten Unterkünfte von Privatpersonen angeboten werden.

Das wird Airbnb allerdings in einigen Ländern und auch immer mehr deutschen Städten inzwischen zum Problem: Die Vermietung von Privatwohnungen an Touristen sehen professionelle Veranstalter gar nicht gern, immerhin zahlen sie Gewerbesteuern, die von den “Privatunternehmern” nicht gezahlt werden müssen.

Genaueres lest ihr in diesem Artikel der ZEIT online.

 

 

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Kommentar als Gast schreibenKommentar (1)

  • Wer keine Lust hat, stundenlang diese vielen Plattformen zu durchsuchen… Ferienhäuser und -Wohnungen bieten auch alle großen Reiseveranstalter an, mit Frühbucher Rabatten, Sicherungschein etc.! Auch hier lohnt es sich bei der Reiseagentur Eures Vertrauens nachzufragen. Babybetten vorbestellen oder sogar eine Poolumzäunung erledigen wir Reiseprofis auch gerne für euch ;-)

    Antworten | 2. Februar 2015

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