Das perfekte Reisebaby10 Dinge, die euer Baby reisefit machen

Immer mehr Eltern verreisen mit ihrem Baby – ob nun um die ganze Welt oder nur an die Nordsee. Das kann mit der richtigen Vorbereitung einfacher sein, als man denkt – und ist allemal entspannter als mit einem zappeligen Kleinkind oder einem nölenden Teenager…

von KidsAway-Redaktion

Ein reisetaugliches Baby - ganz leicht!

Ein reisetaugliches Baby - ganz leicht!

© Fotolia/inarik

1) Die unschlagbare Geheimwaffe in allen Lagen: Stillen ist einer der besten Tricks in Mutter Naturs Werkzeugkiste. Besonders auf Reisen werden die Vorteile deutlich: immer vorrätige Nahrung mit der perfekten Temperatur, keine Hygieneprobleme und gleichzeitig Instant-Beruhigungs- und Schlafmittel (auch für ältere Babys…), tagesstrukturierendes Ritual und Gepäckreduzierung um mindestens eine Tasche. Wer sein Baby stillt, kann beruhigt mit ihm auf Reisen gehen.

2) Familienbett oder „Co-sleeping“: Immer mehr Eltern teilen ihr Bett mit dem Nachwuchs oder stellen einen „Babybalkon“ an. Gemeinsames Schlafen ist bequem, kuschelig und gewöhnt das Baby daran, überall schlafen zu können, wo seine Eltern sind. Auf Reisen schlafen diese Kinder problemlos in jedem Hotelbett ein, ihr spart euch Kosten und Schlepperei für das extra Reisebett.

3) Beruhigungsstrategien: Gemeinsames Kuscheln, Stillen, Tanzen, Singen – eure Methoden, um müde und gereizte Babys zu beruhigen, sollten so unabhängig wie möglich von äußeren Bedingungen sein. Babys, die nur im Autositz auf der Waschmaschine im Schleudergang einschlafen oder eine spezielle Kakaomilch brauchen, verstehen nicht, warum das im Hotel in Spanien auf einmal nicht möglich ist! „Euer Lied“ könnt ihr überall singen.

4) Routinen: Nein, wir meinen keinen sklavisch befolgten Zeitplan, aber eine Alltagsroutine mit festen Ritualen beim Aufstehen, Essen, Anziehen oder Wickeln erkennt euer Baby auch im Urlaub wieder und gewinnt dadurch Sicherheit und Ruhe. Ihr Eltern übrigens auch ;-) Nach langen (Aus-) Flügen solltet ihr darauf achten, die gewohnte Routine bald wieder einkehren zu lassen.

5) Kontrovers, aber beliebt: der Schnuller. Er beruhigt in stressigen Situationen, kann bis zur nächsten Stillmahlzeit vertrösten und bei Start und Landung im Flugzeug beim Druckausgleich helfen. Wenn ihr einen Plan B zum Stillen braucht und sicherstellen könnt, dass der Schnuller nicht im wichtigsten Moment verloren geht, ist er ein feines Hilfsmittel auf Reisen.

6) Nicht abschotten: Kleine Geschwister sind es sowieso gewohnt, Erstgeborene müssen es lernen: Schlafen bei normaler Umgebungslautstärke. Anstatt die Wohnung zu verdunkeln und die Klingel abzustellen, lasst euer Baby im Wohnzimmer oder im Restaurant auf eurem Schoß schlafen und unterhaltet euch normal weiter. Solche Kinder schlafen auch auf Reisen überall, wo sie müde sind.

Mit Baby auf Stadtbummel - kein Problem, wenn es allen Spaß macht

Mit Baby auf Stadtbummel - kein Problem, wenn es allen Spaß macht

© Fotolia/Andrey Bandurenko

7) Bedürfnisse erkennen: Achtet von Anfang an darauf, die Bedürfnisse eures Babys zu erkennen, vorauszuahnen und möglichst sofort zu erfüllen. Solche Babys sind nicht verwöhnt, sondern zufrieden und bereit, mit ihren Eltern überallhin zu gehen. Wenn ihr spürt, wann euer Baby Hunger bekommt, wann sich ein großes Geschäft ankündigt oder wann eine Situation euer Baby überlastet, vermeidet ihr Schreiattacken, Stress und genervte Mitreisende. Eure Reise müsst ihr natürlich auch an Babys Bedürfnissen ausrichten: Strampelpausen und Spielplatzbesuche sind genauso wichtig wie Museum und Stadtbummel!

8) Tragen: Babys, die an Tragetuch oder Babytrage gewöhnt sind, genießen die gewohnte Nähe und die damit einhergehende Sicherheit auf Reisen besonders. Der Ausblick von oben und der direkte Kontakt zu Mama oder Papa ist unschlagbar, wenn es viel zu sehen gibt. Dazu kommt: Ihr müsst euch keine Sorgen machen, könnt problemlos Treppen steigen, habt die Hände frei zum Fotografieren und werdet von allen Seiten bewundert!

9) Reisen üben: Vor „echten“ Reisen könnt ihr euch und euer Baby mit Kurztrips vorbereiten. Kleinere Wanderungen oder eine Autofahrt zur Oma zeigen euch, ob ihr kräftig genug für längeres Tragen seid, wie das Notfall-Stillen im Wald klappt und ob das Kinderlieder-Repertoire für 100 km Autobahn reicht.

10) Nerven aus Stahl: Es gibt immer dumme Kommentare von anderen Menschen, wenn ihr euer Baby im Flugzeug, im Zug oder im Museum stillt, wickelt, bespaßt oder beruhigt. Manche wissen einfach nicht, dass Babys keine perfekt funktionierenden Maschinen sind, oder finden es fahrlässig, mit Baby zu reisen. Von solchen Leuten lasst ihr euch das Reisen nicht madig machen! Lächeln und weghören ist die beste Methode.

Wie habt ihr eure Babys aufs Reisen vorbereitet? Oder wartet ihr lieber, bis eure Kinder älter sind? Erzählt doch mal!

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Kommentar als Gast schreibenKommentar (1)

  • Also wenn es nach mir gegenmgen währe … mein Sohn ist anfang September geboren … dann währe ich schon im Oktber geflogen , aber irgenwie wollte keiner mit :)
    Naja, wir sind dann das 1. mal geflogen als er 1/2 jahr alst war.
    Mir war dabei sehr wichtig, das er sein gewohntes Spielzeug + Kuschetiere habei hatte. Sowie “sein gewohntes essen” (Flasche + brei) und ich nicht noch vor ort irdendetwas landestypisches kaufen musset ( musste ich dann doch, weil wir wegen dem Vukanausbruch für 4 tage festsaßen, aber das ist eine andere Geschichte)
    Auch gewohnte Kleidung, und bettzeug hatte ich mit. Vorher nochmal alles mit “unseren Weichspüler” durchgewaschen, damit es auch wie zu hause richt und sicherheit gibt … das wars schon … hat super funktioniert . Und jetzt fleigen wir ca jedes halbe Jahr und mein Sohn ist schon ein kleiner Profi :) Sttruktur und Rituale sind immer noch wichtig … aber sonst läufts :)

    Antworten | 18. Juni 2013

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