Reiseausrüstung fürs Baby24 Dinge, die ihr beim Reisen mit Baby nicht braucht

Mit Baby in den Urlaub fahren - da stöhnen viele Eltern, weil so unheimlich viel Gepäck nötig ist. KidsAway-Redakteurin Jenny ermutigt euch, auf den Großteil des sperrigen, teuren und überflüssigen Krempels zu verzichten.

von KidsAway-Redaktion

Was braucht ihr wirklich im Urlaub mit Baby? © Ivonne Wierink - Fotolia.com

Was braucht ihr wirklich im Urlaub mit Baby?

© Ivonne Wierink - Fotolia.com

Ach ja, früher war alles ganz einfach: Da hat man am Abend vor der Abreise den Rucksack gepackt und los ging es zum Flughafen. Mit Baby sieht so ein Urlaub vollkommen anders aus: Wir haben panische Angst, etwas Lebenswichtiges wie die Babybadewanne oder den Gläschenwärmer zu vergessen, packen für einen Kurztrip vorsichtshalber zehn Bodys und Windeln für 14 Tage ein – und stöhnen dann, weil wir die Kofferraumklappe nicht mehr schließen können oder am Flughafen für Übergepäck zahlen müssen.

Als wir das erste Mal mit Baby zum Camping an die Ostsee fuhren, ging es uns exakt so. Und auch beim zweiten Mal, wir flogen für eine Woche nach Mallorca, schleppten wir eine ganze Tasche mehr als vorher mit. Mit Baby Nummer zwei sammelten wir mehr und mehr Urlaubserfahrung und Gelassenheit – und wissen nun genau, was wir im ersten Urlaub mit Baby Nummer drei beruhigt zu Hause lassen können.

 

Diese Dinge braucht ihr auf Reisen überhaupt nicht

Es gibt so unheimlich viele Dinge, die Schwangeren und jungen Eltern im Babyfachhandel angeboten werden – nur die allerwenigsten davon benötigt man wirklich, um ein Baby aufzuziehen. Das soll nicht heißen, dass die kleinen Helferlein nicht praktisch und alltagserleichternd sein können – aber spätestens wenn in den Urlaub fährt und nicht den kompletten Hausstand mitnehmen will, muss man sich aufs Wesentliche konzentrieren.

 

Baby-Pflegeprodukte: Creme, Öl und Shampoo speziell für Babys sind nett und duften lecker, wirklich notwendig sind sie jedoch nicht. Zum Waschen genügt bei Babys klares Wasser, eventuell mit einem Spritzer Öl – hier genügt hochwertiges Speiseöl vollkommen. Die feinen Haare von Babys müssen ebenfalls nur mit Wasser gespült werden, und Creme sollte nur an den Po, wenn er wund ist – in welchem Fall ihr dann am besten direkt eine Wundschutzcreme aus der Apotheke verwendet, oder alternativ euer Baby einfach eine Weile ohne Windel strampeln lasst.

 

Babysonnencreme: Tatsächlich muss eine Sonnencreme nicht speziell für Kinder sein – der einzige Unterschied besteht in der Regel im Preis. Achtet lieber darauf, dass der LSF möglichst hoch ist und weder Duftstoffe noch Allergene enthalten sind – und verwendet die Sonnenmilch dann für alle Familienmitglieder. So wird die Flasche schneller leer und das ist gut, denn in der nächsten Saison solltet ihr sowieso eine neue Sonnencreme kaufen.

 

Babytees oder Babysaft: Auch wenn es im Sommerurlaub sehr warm sein sollte – ihr müsst eurem Baby keinen speziellen Tee zufüttern, schon gar nicht, wenn er Zucker enthält. Babys, die nach Bedarf gestillt werden, trinken dann einfach mehr und holen sich so die nötige Flüssigkeit; Flaschenkinder können bei großer Hitze zusätzlich abgekochtes Wasser trinken (nicht die Milch an sich verdünnen!).

 

Babykekse: Schaut auf die Zutaten und kauft ganz normale Kekse – in der Reformabteilung von Supermärkten oder Drogerien gibt es auch Produkte mit wenig Zucker.

 

Babygeschirr: Die lustig designten, bruchfesten Melamin-Tellerchen, Schüsselchen und Löffelchen sind süß und zu Hause macht es vielleicht sogar Sinn, wenn das Baby sein eigenes Geschirr hat. Müsst ihr auf eurer Reise jedoch Gepäck sparen oder macht ihr Urlaub in einem Ferienhaus, wo eine komplette Küchenausstattung vorhanden ist, könnt ihr das Baby mit Sicherheit auch aus einer normalen Müslischüssel mit einem normalen Tee- oder Eierlöffel füttern.

 

Stillkissen: Junge Mütter kaufen sich als erstes gern ein Stillkissen, weil suggeriert wird, dass es ansonsten unmöglich sei, ein Baby korrekt anzulegen. Das ist Quatsch – die allermeisten Frauen stillen ihr Baby schon nach wenigen Wochen virtuos in jeder Lage, einige schaffen es sogar im Stehen und Laufen! Seid ihr von zu Hause an ein Stillkissen gewöhnt, könnt ihr es auf Reisen durch ein normales Kissen, eine zusammengerollte Decke oder Ähnliches ersetzen.

 

Spielsachen: Natürlich könnt ihr die Lieblingsrassel oder das Aktivitätsspielzeug mit in den Urlaub nehmen – aber wirklich nötig sind Spielzeuge für Babys nicht. Ihre Entdeckerfreude richtet sich auf jedes beliebige Ding, das ihr ihnen in die Hand geben könnt – achtet nur darauf, dass es nicht zerkaut werden kann und nicht zu hart oder scharfkantig ist, wenn es aus Versehen auf der eigenen Nase landet.

 

Badethermometer: Ob das Badewasser die richtige Temperatur hat, könnt ihr ganz einfach mit dem Handgelenk prüfen.

 

Ohrthermometer: Die vielfach beworbenen Ohrthermometer messen sehr ungenau, die Temperaturangaben schwanken hier locker um mehr als 1° C. Dafür muss das klobige Gerät nicht mitgeschleppt werden; ein digitales Thermometer misst rektal wesentlich genauer, und Babys macht das Messen im Po nichts aus.

 

Babykraxe: Wir haben für Baby Nummer eins eine gekauft und genau dreimal benutzt; Baby Nummer zwei saß einmal drin. Wenn ihr eine Alltags-Babytrage oder ein Tragetuch habt, dann genügt dieses vollkommen; eine Kraxe hat zu viele Nachteile, als dass man sie extra anschaffen müsste.

 

Schwimmsitz: In diesem Beitrag zu Schwimmhilfen haben wir erklärt, warum Schwimmsitze für Babys nicht nur unnütz, sondern sogar gefährlich sind.

 

Milchpulver-Portionierer: Er soll so wahnsinnig praktisch für unterwegs sein – aber Hand aufs Herz: Warum kann man nicht entweder das abgemessene Milchpulver direkt in die Flasche tun und bei Bedarf mit heißem Wasser auffüllen, oder bei längeren Unternehmungen die Milchpulvertüte mitsamt dem Messlöffel einpacken?

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