Schatzsuche mit KindernGeocaching – Outdoor-Spaß für Familien, egal bei welchem Wetter

Geocaching, die moderne Version der Schnitzeljagd, hat sich über die ganze Welt verbreitet. Trotzdem ist es nicht damit getan, eine Geocaching-App aufs Smartphone zu laden und loszustapfen. Wenn ihr mit Kindern geocachen wollt, dann lest zuerst unsere Anleitung!

von KidsAway-Redaktion

Geocaching macht auch mit Kindern Spaß! © Flickr/Johan Larsson

Geocaching macht auch mit Kindern Spaß!

© Flickr/Johan Larsson

Wenn der Wind durch die Wälder pfeift und der Himmel draußen grau ist, fällt es vielen Eltern schwer, ihre Sprösslinge aus der warmen Stube zu locken – und sich selbst zu motivieren, auch.

Da kommt doch eine Einladung zur gemeinsamen Schatzsuche wie gerufen; welches Kind kann dem widerstehen?

Geocaching: Was ist das?

Klingt komisch, ist aber so: Beim Geocaching verstecken Menschen Schätze und notieren dann die GPS-Koordinaten des Verstecks auf einer Online-Plattform, damit andere Menschen diese Schätze suchen und finden können.

Der Clou: Das Schatzversteck kann immer wieder genutzt werden, weil jeder Finder den Schatz – im Geocacher-Jargon den „Cache“ – nur anschaut, einen Eintrag im Logbuch vornimmt, eventuell den Inhalt der Schatzkiste austauscht oder ergänzt, und ihn dann wieder ins Versteck zurücklegt. Die Schatzkisten sind wasserdicht und wiederverschließbar, so dass das Versteck prinzipiell überall sein kann.

 

TippAllein in Deutschland sollen fast 50.000 Caches versteckt sein, ob im Stadtpark unter einer Baumwurzel oder auf dem Grund eines Sees. Die meisten liegen aber gut erreichbar in oder in der Nähe von Städten.

 

Die Angaben zu den Cache-Verstecken werden auf Web-Portalen wie www.geocaching.com oder www.opencaching.de gesammelt. Die deutsche Website wird von der Deutschen Wanderjugend verwaltet und ohne kommerzielle Absichten betrieben, sieht dafür aber etwas altbacken aus und ist anfangs komplizierter zu navigieren.

So sieht ein Cache-Listing auf www.opencaching.de aus © Opencaching.de

So sieht ein Cache-Listing auf www.opencaching.de aus

© Opencaching.de

Auf der internationalen Website Geocaching.com finden sich wesentlich mehr Caches, hier tummeln sich aber auch mehr werbetreibende Hersteller wie Garmin. Die Navigation ist hier supereinfach und es gibt praktische Apps zur GPS-Suche für iPhone, Android und Windows Phone (!).

Für einen kostenlosen Zugang zu den Cache-Datenbänken (die sich teilweise überschneiden) müsst ihr euch auf beiden Websites mit einer E-Mail-Adresse registrieren. Auf Opencaching.de ist die reine Suche auch ohne Registrierung möglich.

 

Geocaching: Wie geht das?

Geocaching ist nicht zuletzt deshalb so unglaublich beliebt, weil es fast nichts kostet. Die Nutzung der Geocaching-Websites ist kostenlos, das Smartphone mit dem GPS-Empfänger ist bei vielen Familien sowieso vorhanden und die Geocaching-App ist ebenfalls kostenlos.

Egal ob ihr einen ganzen Tag füllen wollt oder nur eine halbe Stunde Zeit habt: Ein Blick auf die Cache-Liste zeigt euch normalerweise zahlreiche Schätze in eurer direkten Umgebung an, die ihr sogar schnell auf dem Weg zum Kindergarten suchen könnt. Auch im Urlaub werdet ihr mit ziemlicher Sicherheit fast in jedem Land der Welt genügend Caches finden.

Auch ansonsten hält sich der Aufwand in Grenzen. Ihr braucht weder teures Outdoor-Equipment, noch müsst ihr Zeit, Geld oder Muskelschmalz für die Anreise an abgelegene Orte aufwenden – wenn ihr das nicht wollt. Auch das Wetter ist nicht entscheidend, die kleinen Schätze können bei Sonnenschein und Regenwetter gefunden werden.

Die Herausforderung beim Geocaching könnt ihr euch genau auf eure Ansprüche und Wünsche zurechtschneidern. Für Familien mit Kindern ist das geradezu perfekt.

 

Die Geocaching-Regeln

Ein Cache kann ein toller Schatz sein © Flickr/Virginia State Parks

Ein Cache kann ein toller Schatz sein

© Flickr/Virginia State Parks

Die wenigen Regeln sind schnell erklärt: Derjenige, der den Schatz zuerst versteckt, ist der „owner“ (deutsch: der Besitzer). Er muss seinen „Cache“ mit nicht verderblichem und ungefährlichem Inhalt und einem Logbuch bestücken und ihn ohne Verwendung von Hilfsmitteln wie einer Schaufel irgendwo verstecken.

Die Koordinaten des Ortes und einige Angaben zur geschätzten Dauer der Suche, zum Gelände rund um das Versteck, zum Schwierigkeitsgrad trägt er dann auf einer Geocaching-Website ein, wo sie für alle Mitglieder sichtbar sind. Fleißige Owner legen auch Pfade mit Hinweisen und Zwischenstationen zu ihren Caches an, so dass die Suche noch mehr Spaß macht und einer Schnitzeljagd gleicht.

Die „Cacher“ machen sich mit Hilfe eines GPS-Geräts auf die Suche nach dem angegebenen Ort. Ist der „Cache“ gefunden, kann man sich in das enthaltene Logbuch eintragen (Tipp: Dafür solltet ihr einen Stift dabei haben, die bereitgelegten Stifte funktionieren nämlich oft nicht mehr) und auf Wunsch etwas vom „Schatz“ mitnehmen – aber nur, wenn man dafür etwas Gleichwertiges hineinlegt. Schließlich soll auch der nächste Cacher etwas von seinem Schatzfund haben!

Zum Abschluss der Schatzsuche muss der Cache wieder genau so und an exakt derselben Stelle versteckt werden, wo ihr ihn gefunden habt. Die GPS-Koordinaten müssen genau stimmen, sonst macht die Schatzsuche für die nächsten Cacher keinen Spaß mehr und der Schatz ist verloren.

 

TippSpartipp

Ihr habt kein Smartphone und wollt euch kein GPS-Gerät kaufen? Zum Ausprobieren kann man sich solche Geräte in Outdoor-Geschäften, bei Vereinen oder in Geocaching-Communities auch für einige Tage ausleihen.

 

…und dann gibt es noch die „Muggels“! Wer Harry Potter kennt, weiß schon Bescheid: Das sind alle Menschen, die sich wandernd, spazierend oder sonstwie anwesend in der Nähe eines Caches aufhalten und nichts davon wissen. Sie können eine Schatzsuche behindern (wenn sie zum Beispiel gerade auf dem Cache ein Picknick machen), peinlich machen (wenn sie Geocacher verwundert beim Suchen beobachten) – oder ruinieren, wenn sie einen Cache ahnungslos finden, öffnen und behalten oder wegwerfen.

 

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