Skibörsen, Skibasar, WintersportSicherheit beim SkifahrenSicher ein- und aussteigen: Was ihr mit Kindern am Skilift beachten solltet

Vor dem Skiurlaub machen sich Eltern Gedanken um die Sicherheit ihrer Kinder. Was ihr beim Fahren mit dem Skilift beachten solltet, wenn eure Kinder noch klein sind, haben wir übersichtlich zusammengestellt.

Teil 5 von 20 der Serie Skibörsen, Skibasar, Wintersport

von KidsAway-Redaktion

Siher unterwegs auf dem Skilift mit Kindern

Siher unterwegs auf dem Skilift mit Kindern

© Gorilla - Fotolia.com

Jedes Jahr kommen mehr als 1.000 Menschen beim Skifahren zu Schaden, und das allein in Österreich. Von diesen Unfällen ereignet sich ein Großteil an und auf Skilifts. Während viele Eltern den Schutz ihrer Kinder beim Skifahren sehr ernst nehmen und sogar über das Einführen einer Helmpflicht auf der Piste diskutiert wird, vergessen viele die Gefahr beim Benutzen des Skilifts: Kinder sind an zwölf Prozent aller Skilift-Unfälle beteiligt.

Was passieren kann, zeigen drei Nachrichten aus dem letzten Jahr: Im Februar 2013 war ein Achtjähriger im Kleinwalsertal nicht richtig zum Sitzen gekommen, als er mit zwei Kindern aus seiner Skischulgruppe und einer erwachsenen Skifahrerin in den Vierer-Sessellift gestiegen war. Etwa einen Kilometer weit konnte er sich noch an der Fußablage des Sicherheitsbügels festhalten, dann stürzte er acht Meter tief und brach sich beide Beine.

Im April 2013 rutschte eine Sechsjährige im Skigebiet Gargellen aus dem Sessellift, nachdem sie beim Einsteigen den Sitz nicht richtig „erwischt“ hatte. Ihre Mutter rief um Hilfe, aber der Lift stoppte erst nach einigen Metern – da hing der Sessel bereits hoch über dem Boden. Das Mädchen stürzte, als ihre Mutter sie nicht mehr halten konnte, in den Tiefschnee und brach sich das Bein.

Sehr glimpflich verlief der Sturz einer Achtjährigen im Skigebiet Fieberbrunn Ende Dezember 2013: Kurz nach dem Einstieg rutschte sie vom Sitz des Sessellifts, wurde von ihrem Vater aber so lange festhalten, bis die Angestellten die Bahn anhielten und gemeinsam mit anderen Skifahrern unter dem Sessel einen Schneehaufen zusammenschoben. Das Mädchen fiel etwa sechs Meter tief, blieb aber unverletzt.

 

Unfälle am Skilift – was kann passieren?

Horror-Szenarien wie aus den Rollen gesprungene Seile, Zusammenstöße mit ungepolsterten Masten beim Herabrutschen auf der Schlepplift-Lifttrasse oder metertiefe Abstürze aus Sesseln sind zum Glück eher selten. Zwei Drittel aller Unfälle an Skiliften passieren beim Aussteigen, dagegen nur jeweils rund 20 Prozent beim Einsteigen und während der Fahrt.

Stürze geschehen am häufigsten am Ein- und Ausstieg von Schleppliften, seltener an Sesselliften. Die wenigsten Vorkommnisse ereignen sich an Gondelbahnen; hier steigen die Passagiere in der Regel ohne Ski oder Snowboard an den Füßen ein und bewegen sich daher sicherer.

Der Grund für die meisten Stürze sind Eile und Hektik – am Liftein- und -ausstieg herrscht oft großes Gedränge und die Liftwarte halten die Bahn nur ungern an. Die Mehrzahl der Fälle wäre durch umsichtiges Verhalten zu vermeiden, wie Dr. Rupert Kisser vom österreichischen Kuratorium für Verkehrssicherheit betont: „Skilifte sind die einzigen Transportmittel, bei denen man während der Fahrt zu‐ und aussteigt. Vor allem Schlepplifte und Sessellifte brauchen eine vernünftige Mitwirkung der Benutzer. Für die Sicherheit am Lift ist das Verhalten der Benutzer von großer Bedeutung.“

 

Checkliste: So seid ihr mit euren Kindern sicher am Lift unterwegs

  • Skihelm tragen
  • Die Enden langer Schals immer unter der Jacke verstauen
  • Hosenträger von Skihosen, Schnüre an Skijacken oder angehängte Skipässe nicht herabhängen lassen, damit sie sich nicht verfangen
  • Stöcke auf dem Lift immer in der Mitte festhalten
  • Liftfahren mit den Kindern üben
  • Keine Hektik beim Einsteigen und Aussteigen, lieber einen Lift wegfahren lassen
  • Im Lift nicht schaukeln, umdrehen oder herumalbern!
  • Kinder unter 1,25 Meter Körpergröße nicht allein Lift fahren lassen

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