Skibörsen, Skibasar, WintersportSki(s)passUpdate 2015/16: Was kostet ein Skiurlaub mit der Familie?

Der österreichische Verein für Konsumenteninformation nimmt jedes Jahr die Kosten für 100 österreichische Skigebiete unter die Lupe. Keine Überraschung: Familien-Tageskarten sind nach wie vor teuer, Entspannung ist nicht in Sicht. Ob das bei immer wärmeren Wintern das richtige Signal ist?

Teil 3 von 20 der Serie Skibörsen, Skibasar, Wintersport

von KidsAway-Redaktion

Was kostet eine Woche Skiurlaub mit Familie?

Was kostet eine Woche Skiurlaub mit Familie?

© Nassfeld/Flickr

Ein Skiurlaub ist für Familien ein teures Vergnügen. Der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) vergleicht regelmäßig die Preise für Liftpässe, prüft Familienangebote und Saisonzeiten von fast 100 Skigebieten in Österreich.

Österreichische Skigebiete punkten sowohl in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis als auch bezüglich Komfort und Schneesicherheit. Preiswert sind sie allerdings in großen Teilen nicht (mehr). Wie der Vergleich des VKI zeigt, sind die Tagespässe für Erwachsene gleich in mehreren Skigebieten erstmals über die Marke von 50 Euro gestiegen.

Kann man als Familie bei solchen Preisen noch Urlaub machen?

Der ADAC-Test vom Vorjahr zeigt: Tageskarten und Wochen-Skipässe österreichischer Skigebiete werden von Saison zu Saison teurer. Auch Familien zahlen in den für sie günstigsten Skigebieten insgesamt (also für zwei Erwachsene und zwei Kinder) durchweg mehr. Da hilft es wenig, dass die allerteuersten Angebote jetzt ein klein wenig günstiger sind.

Das vergangene Jahrzehnt verzeichnete einen Preisanstieg von insgesamt bis zu 47 Prozent für Sechs-Tage-Skipässe, während der Verbraucherpreisindex im selben Zeitraum nur um etwa 23 Prozent stieg. Auch die Schwankungen sind enorm: In den teuersten Skigebieten Österreichs kosten Skipässe bis zu dreimal so viel wie in den günstigsten.

Und: Immer häufiger müsst ihr auch für die Kleinsten eine Liftkarte kaufen (lasst euch von dem netten Wort “Schneemannkarte” nicht blenden!).

Da nützen auch die vielerorts angebotenen Ermäßigungen, Frühbucherpreise und Sparangebote für Familien nicht mehr viel. Projektleiter Peter Blazek konstatiert: “Selbst mit Vergünstigungen wird der gemeinsame Skiurlaub für Familien zunehmend unerschwinglich.”

Einen wesentlichen Beitrag zu den stetigen Preissteigerungen spielt sicherlich die “Gigantomanie”, mit der in Österreich immer neue Anlagen gebaut und immer mehr kleinere Skigebiete zu riesigen “Skizirkussen” zusammengelegt werden. Erst im Dezember 2015 hat sich das Salzburger Skigebiet Saalbach Hinterglemm mit dem Tiroler Skigebiet Fieberbrunn verbunden. Das Brandnertal in Vorarlberg bietet ebenfalls keine lokalen Skipässe mehr an, stattdessen muss man Karten für die gesamte Region Silvretta Montafon kaufen.

Der VKI empfiehlt vor allem Familien mit Kindern, kleinere Skigebiete zu wählen. Hier gibt es immer noch Tagespreise unter 20 Euro, allerdings natürlich mit weniger Pistenkilometern.

Wer die nicht dringend braucht, findet interessante Angebote für Familien und fährt vielleicht sogar mit einem besseren Gewissen – denn in den kleineren Skigebieten wird teilweise mehr auf den Erhalt der Umwelt geachtet. Angesichts des extrem warmen Winters 2015/16 ist das durchaus ein Thema, über das sich Skiurlauber Gedanken machen sollten!

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