Entspannte Ferien für die gesamte FamilieFreund oder Freundin des eigenen Kindes mit in den Urlaub nehmen?

Familienurlaub sollte allen Spaß machen - tut es aber nicht immer: Während Eltern Ruhe bevorzugen, möchte der Nachwuchs Action. Reist ein Freund eures Kindes mit, sind alle entspannt. Wir zeigen, wie der Familienzuwachs gelingt.

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/3 Rechtliches und gesundheitliche Aspekte

Rechtliche Aspekte: Niemals ohne Vollmacht und gültige Papiere verreisen

Gültige Papiere und Impfpass nicht vergessen! © maho - Fotolia

Gültige Papiere und Impfpass nicht vergessen!

© maho - Fotolia

Neben den notwendigen und gültigen Papieren ist die Vollmacht mit der Unterschrift der Erziehungsberechtigten wohl das wichtigste Urlaubsdokument: Sie dient als Beweis, dass ihr das Kind nicht entführt habt, sondern es mit Erlaubnis der Eltern bei einer befreundeten Familie mitreist – damit lässt sich vor allem an den Grenzen Ärger ersparen. Eine Vollmacht ermöglicht es euch außerdem zu handeln, wenn dem Kind etwas passiert – wer hier auf Nummer sicher gehen will, nimmt einen entsprechenden Passus auf, der erlaubt, das Kind im Notfall ärztlich behandeln zu lassen. Wir haben übrigens kostenlose Muster für Vollmachten zusammengestellt.

 

Folgende Angaben dürfen in der Vollmacht keinesfalls fehlen:

  • Namen, Adresse, Telefon- und Passnummer der sorgeberechtigten Eltern
  • Name, Geburtsort und -datum, Pass- bzw. Personalausweisnummer des Kindes
  • Reisedauer und Reiseroute (insbesondere bei Flugreisen mit Zwischenstopps)
  • Namen, Adresse, Geburtsdatum, Pass- bzw. Personalausweisnummer der Erziehungsbeauftragten im Rahmen der Reise

 

TippVollmacht: Beglaubigung und Übersetzung
Im Zweifelsfall ist eine solche Vollmacht aber wertlos, wenn sie nicht notariell beglaubigt wurde – gegen Gebühr kann ein Notar auch die Formulierung übernehmen, dies sorgt zusätzlich für erhöhte Rechtssicherheit. Bei Reisen ins fremdsprachige Ausland dürft ihr außerdem eine entsprechende Übersetzung nicht vergessen – nicht überall genügt nämlich eine auf Englisch formulierte Vollmacht, informiert euch daher rechtzeitig!

 

Aufsichtspflicht gilt auch für den Familienzuwachs

Nichtschwimmer niemals aus den Augen lassen! © AnneC/Flickr

Nichtschwimmer niemals aus den Augen lassen!

© AnneC/Flickr

Im Urlaub seid ihr zur Aufsicht des euch anvertrauten Kindes verpflichtet und haftet auch dafür – jedoch nur, wenn ihr eure Aufsichtspflicht nachweislich verletzt habt. Wie weit die Aufsichtspflicht reicht, ist gesetzlich nicht detailliert geregelt – allgemein gilt: Ihr müsst das mitreisende Kind seinem Alter entsprechend vor Gefahren warnen und euch versichern, dass es eure Warnung versteht. Das ist aber noch nicht alles: Ihr müsst auch abklären, ob das Kind eure Regeln und Vereinbarungen wirklich einhält – das fällt unter die sogenannte Kontrollpflicht. Dieser Verantwortung müsst ihr euch natürlich bewusst sein!

Im Rahmen dessen sind aber auch die Voraussetzungen abzuwägen: z.B. ob es sich um ein neunjähriges Kind handelt, das im Schwimmclub als Nachwuchstalent gilt, oder sich euer kleiner Reisebegleiter desselben Alters kaum alleine über Wasser zu halten vermag – wenn ihr Letzteren beim Spielen am Swimmingpool alleine lässt, würdet ihr eure Aufsichtspflicht verletzen. Kinder unter vier Jahren sind generell ständig im Auge zu behalten. Übrigens: Damit eure Haftpflichtversicherung bei möglichen Schäden (Dritten) greift, müsst ihr beweisen, dass ihr eurer Aufsichtspflicht nachgekommen seid.

 

Gesundheit

Beim Zusammenstellen der Reiseapotheke solltet ihr auch das mitreisende Kind berücksichtigen: Verträgt es bestimmte Stoffe nicht? Braucht es besondere Medikamente? Neigt es zu Fieberkrämpfen? Hat es Allergien bzw. Unverträglichkeiten? Welche Mittel bekommt es zu Hause bei einer Erkältung oder bei Durchfall?

Die Eltern des mitreisenden Kindes sollten abklären, ob eine zusätzliche Reisekrankenversicherung erforderlich ist. Je nach Versicherungsanbieter könnt ihr euren Familienzuwachs aber auch bei der eigenen Versicherung anmelden – eine automatische Mitversicherung besteht aber nicht. Auch wenn dieser Fall hoffentlich nicht eintritt: Klärt vor dem Urlaub, wer bei einem medizinisch sinnvollen oder notwendigen Rücktransport die Kosten trägt.


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