Entspannte Ferien für die gesamte FamilieFreund oder Freundin des eigenen Kindes mit in den Urlaub nehmen?

Familienurlaub sollte allen Spaß machen - tut es aber nicht immer: Während Eltern Ruhe bevorzugen, möchte der Nachwuchs Action. Reist ein Freund eures Kindes mit, sind alle entspannt. Wir zeigen, wie der Familienzuwachs gelingt.

von KidsAway-Redaktion

Seite 3/3 Familienregeln und Urlaubsblues

Familienregeln rechtzeitig erklären

Beim Urlaubsblues ist Feingefühl gefragt! © Amélie Poulain - Fotolia

Beim Urlaubsblues ist Feingefühl gefragt!

© Amélie Poulain - Fotolia

Um zu vermeiden, dass sich euer kleine Reisegefährte nicht schnell zur Nervensäge entwickelt, soll es schon vor Urlaubsbeginn eure familieninternen Regeln (für die Ferien) kennenlernen – anderenfalls kann die Aussage „Daheim darf ich das aber!“ gehörig für eine schlechte Stimmung sorgen und das Gastkind mit seinem Verhalten auch noch eure eigenen Kinder anstecken. Hier gilt: Je länger ihr den Freund bzw. die Freundin eures Kindes schon kennt, umso besser wisst ihr auch, wie es tickt bzw. erzogen ist – und desto einfacher könnt ihr Grenzen setzen und auf eure Regeln beharren.

 

TippNicht von Familienregeln abweichen!
Erlaubt auf keinen Fall Dinge, die ihr eurem eigenen Kind bislang verboten bzw. verwehrt habt – dies könnte vielleicht kurzfristig schlechte Stimmung vermeiden, aber auf Dauer bringt ständiges Nachgeben nichts; euer Ärger wächst und ihr riskiert, dass ihr den Familienzuwachs schnell als Störenfried empfindet, den ihr lieber nicht mitgenommen hättet.

 

Damit der Urlaub wirklich so entspannt wie erhofft wird, besprecht also vor der Reise die wichtigsten Regeln: z.B. Fernsehen – nein, Eis – max. zwei pro Tag, Schlafenszeit – spätestens um 21 Uhr. Und wie schon erwähnt: Mindestens ein gemeinsam verbrachtes Wochenende kann zeigen, ob das Miteinander in den Ferien gelingt und ihr euch alle gut versteht.

 

Wie mit Heimweh umgehen?

Auch für einen kleinen Reisebegleiter ist nicht alles einfach: Ziemlich sicher stellt sich früher oder später einmal Heimweh ein – insbesondere, wenn das Kind, z.B. per Handy, ständig Kontakt mit den Eltern hat. Urlaubsgift ist es auch, wenn Mama oder Papa am Telefon selbst unsicher oder geknickt wirken und ohne tatsächliche Not zu ihrem Kind sagen, dass sie es sofort holen, wenn es Heimweh hat. Mit gutem Grund erlauben viele Lehrer auf Klassenfahrten die Mitnahme von Handys nicht – sie tun das aus Erfahrung. So ist erwiesen: Je weniger Kontakt zu Mama und Papa daheim besteht, umso weniger oft tritt Heimweh auf.

Im Fall der Fälle ist jedenfalls Feingefühl angesagt – ihr wollt ja nicht mit Kind und Kegel die Heimfahrt antreten.

ErfahrungsberichtSensibilität gefragt!
Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl sind überhaupt wichtig, wenn ihr ein anderes Kind mit in den Urlaub nehmt – es besteht nämlich das Risiko, dass ihr euch um das Gastkind ganz besonders kümmert und diesem mehr nachseht. Dadurch können aber eure eigenen Kinder eifersüchtig werden – sie schauen sicher genau, wie ihr euch verhaltet.

Ihr als Ferieneltern solltet den Reise-Blues zwar ernstnehmen, aber keine allzu große Sache draus machen. Omas Geheimrezept: Ablenken, für Beschäftigung und Action sorgen, viel spielen – und zur Linderung höchstwirksame Heimwehtropfen aus einer entsprechend gekennzeichneten Medizinflasche verabreichen!

 

Positiver Nebeneffekt beim Verreisen mit Familienzuwachs

Auch wenn im Vorfeld einiges zu bereden und zu berücksichtigen ist, vergesst nie: Gemeinsame Ferien mit dem besten Kumpel oder der Busenfreundin eures Kindes können für alle ein unvergesslich schönes Erlebnis bedeuten – und euch auch wirklich den ersehnten Freiraum ermöglichen. Im Idealfall sind alle Kinder zufrieden und glücklich mit den gemeinsamen Ferien und fordern keine Dauerbespaßung ein.

Eine Bereicherung ist der Familienzuwachs auf (Urlaubs-)Zeit aber in jedem Fall: Die Erkenntnis, dass jede Familie ihren eigenen Ton hat, sorgt für mehr Toleranz, Anpassungsvermögen und Verständnis bei allen Beteiligten – und ermöglicht eine neue Perspektive auf das Gastkind, aber vor allem auch auf die eigene Familie!

 

Wenn der Traum vom gemeinsamen Urlaub platzt …

… hilft es, zumindest was die Kosten anbelangt, wenn ihr eine Reiserücktrittsversicherung habt, die die hohen Stornogebühren deckt. Achtung: Eine solche Versicherung für die Familie gilt nicht automatisch für die mitreisenden Freunde eurer Kinder. Wenn ihr eine Reiserücktrittsversicherung abschließt, könnt ihr in der Regel auch fremde Personen mitversichern – diese müsst ihr allerdings gesondert anführen. Sinnvoll – vor allem wenn in eurer Familie Kleinkinder oder gesundheitlich wenig stabile Kinder sind – ist übrigens auch eine Reiseabbruchversicherung, welche die angefallenen Reisekosten sowie nicht in Anspruch genommene Leistungen bei einem notwendigen Urlaubsabbruch ersetzt.

 


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