Fliegen mit Kindern14 Dinge, die ihr im Flugzeug kostenlos bekommt

Fliegen mit Kindern ist teuer; und selbst die Flugtickets der Billigflieger sind dank zahlreicher Extraposten ein ganzes Stück teurer, als die Werbung verspricht. Wie gut, dass es immer noch eine ganze Reihe von Dingen gibt, die ihr mit Kindern kostenlos im Flieger bekommt. Einfach fragen!

von KidsAway-Redaktion

Wer fragt, der bekommt - oft kostenlose Extras! © Pixabay

Wer fragt, der bekommt - oft kostenlose Extras!

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Die Flugzeugsitze schrumpfen immer weiter, die Passagiere sollen den Check-in bitte selbst am Automaten übernehmen und die kleinen Nettigkeiten an Bord verschwinden oder sind nur noch gegen Extra-Zahlung zu haben.

(Für Kinder gibt es weiterhin keine Rückhaltesysteme an Bord – zu teuer, leiderleider.)

Aber auch in diesen knauserigen Zeiten bekommt ihr immer noch eine ganze Reihe von Annehmlichkeiten an Bord kostenlos! Ihr müsst nur wissen, wonach ihr fragen könnt.

Und natürlich macht es sich bezahlt, wenn ihr euch mit den freundlichen Damen und Herren vom Kabinenpersonal gleich beim Boarding gut stellt – die sind nämlich freigebiger, als ihr glauben mögt.

Wenn ihr auf eurem nächsten Flug Durst habt, Kopfschmerzen bekommt oder einen Windel-Notfall befürchtet, dann wisst ihr, wen ihr fragen könnt.

 

Diese 14 Dinge bekommt ihr im Flugzeug kostenlos

Einen anderen Sitzplatz

Einen bestimmten Sitzplatz auszuwählen, kostet heute leider auch für Familien mit Kindern eine Extragebühr. Bei mehr als drei Mitreisenden ist die am Ende fast höher als der Schnäppchen-Ticketpreis.

Zwar wird von allen Airlines versichert, sie würden Kinder auch beim Check-in ohne Platzreservierung nie getrennt von den Eltern setzen. Nach unserer persönlichen Erfahrung tun sie das aber doch.

Habt ihr das Reservieren vergessen oder war es euch zu teuer, und jetzt sitzt ihr an verschiedenen Enden der Kabine? Wenn ihr nicht als letzte Passagiere an Bord geht, sind die Flugbegleiter oft bereit, euch beim Platztausch zu helfen. Bittet am besten gleich beim Boarding um ihre Hilfe und gebt ihnen Zeit, bis alle anderen Passagiere ihre Plätze eingenommen haben. Bei knappen Flugplänen kann es vorkommen, dass ihr bis nach dem Start warten müsst!

Sie können zwar niemanden zwingen, aber allein reisende Passagiere sind nach der freundlichen Bitte einer Stewardess in aller Regel bereit dazu, ihren Platz mit euch oder eurem Kind zu tauschen.

 

Die ganze Dose

In der Business Class sieht das Essen toll aus. Aber auch in der Economy bekommt man so einiges © Pixabay

In der Business Class sieht das Essen toll aus. Aber auch in der Economy bekommt man so einiges

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In den kleinen Plastikbecher mit Wasser, Cola oder Tomatensaft passt, bei Licht besehen, nicht allzu viel hinein. Wer richtigen Durst hat, der leert so ein Becherchen in einem Zug.

Angesichts der Ermahnungen, dass man beim Fliegen eher mehr als weniger trinken sollte, müsst ihr euch wirklich nicht schämen, wenn euch das nicht genügt. Eine höfliche Bitte um die komplette Wasserflasche, Coladose etc. wird man euch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht abschlagen. Im Gegenteil: Das ist den Stewardessen lieber, als wenn ihr zigmal nach einem neuen Becherchen fragt.

Manchmal passt es halt nicht – weil der Landeanflug kurz bevorsteht oder nach der Landung keine Gelegenheit zum Wiederauffüllen der Vorräte ist. Dann wird euch die Flugbegleiterin aber bestimmt anbieten, noch einmal an euren Platz zu kommen und wenigstens nachzufüllen.

 

Wasserflasche auffüllen

Noch lieber hat es das Flugpersonal, wenn ihr euch selbst um eure Versorgung kümmert. Eure leere Trinkflasche wird man auf eine nette Nachfrage hin garantiert mit Wasser oder Tee auffüllen.

Und wenn ihr ein Kleinkind (Richtwert: unter 3 Jahren) dabeihabt, dann darf die Trinkflasche auch ungeleert durch die Security mitgenommen werden.

-> Mehr über das Flüssigkeitenverbot und die Ausnahmen für Familien erfahrt ihr hier.

 

Standard-Medikamente und Verbandsmaterial

Kleine Wehwehchen kommen an Bord eines Flugzeugs öfter vor, als man denkt – denn nicht nur Passagiere, sondern auch Flugbegleiter und natürlich die Piloten haben mal Kopfschmerzen, eine Magenverstimmung oder eine kleine Verletzung.

Deshalb sind die Crews für alle Eventualitäten ausgerüstet. Und die meisten sind so großzügig, euch auf Nachfrage etwas davon abzugeben. Schmerzmittel, Medikamente gegen Sodbrennen und Pflaster bekommt ihr eigentlich immer. Flugbegleiter sind auch geübt im Improvisieren von Kühlpacks, entweder aus Plastiktüten oder den Kotztüten.

 

Anderes Essen

Das Kindermenü schmeckt nicht, obwohl es mit den Lieblings-Comicfiguren verziert ist? Ihr habt ein vegetarisches Essen bestellt und ganz vergessen, dass ihr Pilze hasst? Wenn ihr ein Sondermenü gegen ein „normales“ Flugzeugessen tauschen wollt, ist das meistens möglich.

Selbst in einem komplett ausgebuchten Flieger sind immer einige Menüs mehr dabei, weil sich die Passagiere oft zwischen zwei Alternativen entscheiden können. Seid ihr mit der unbeliebteren zufrieden (Hühnchen schlägt Fisch fast immer), habt ihr eine gute Chance.

Andersherum könnte es schwieriger werden: Die Sondermenüs, die etwa 30 Minuten eher serviert werden, sind nämlich genau abgezählt.

 

Später essen

Ihr wollt euren Langstreckenflug komplett verschlafen, und bitte nicht mittendrin wegen eines fad schmeckenden Frühstücks geweckt werden?

Kein Problem: Viele Airlines bieten kleine Schildchen, Sticker oder Ähnliches an, die ihr an eurem Sitz befestigen und damit signalisieren könnt, dass ihr wegen Essen oder Duty-Free-Shopping nicht geweckt werden möchtet. Euer Essen wird dann gar nicht erst aufgewärmt und später frisch serviert.

Anders ist es, wenn ihr euch erst beim Anblick eures Essens fürs Weiterschlafen entscheidet: Ein einmal aufgewärmtes Essen kann euch nicht noch einmal serviert werden.

 

Nachschlag

Hat euch das Sandwich oder die Tüte mit Chips nicht satt gemacht? Wenn eure Airline kostenfreie Snacks oder Mahlzeiten anbietet, steht es euch frei, um eine zweite Portion zu bitten. Abschlagen wird man euch diesen Wunsch nur, wenn es wirklich nichts mehr gibt, nachdem alle Passagiere bedient wurden.

Die Abflugszeit gibt euch einen Hinweis darauf, wie wahrscheinlich ein Nachschlag ist: Startet ihr am späten Abend, lehnen viele Passagiere ihre Mahlzeit oder ihren Snack ab, der dann mitten in der Nacht serviert wird. Auf Tagflügen oder gar in Urlaubsfliegern werdet ihr es dagegen schwer haben mit eurer Bitte.

 

Heißes Wasser/Mikrowelle

Selbst im Billigflieger gibt es noch einiges umsonst © Pixabay

Selbst im Billigflieger gibt es noch einiges umsonst

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Ihr braucht heißes Wasser, um Babymilch anzurühren oder um das Breigläschen aufzuwärmen? Mit ganz wenigen Ausnahmen (wir schauen streng zu Ryanair hinüber) wird euch jede Kabinencrew anbieten, Wasser für euch abzukochen oder euer Gläschen in der Mikrowelle warm zu machen.

Auf Langstreckenflügen bekommt ihr mit großer Wahrscheinlichkeit sogar Breigläschen angeboten; ob die vorrätige Marke eurem Geschmack entspricht, könnt ihr vor dem Abflug mit einem Anruf bei der Kundenhotline klären.

Babysitting (eine Weile)

Eltern, die allein mit Babys oder Kleinkindern fliegen, müssen wie alle anderen Menschen mal zur Toilette – oder brauchen fünf Minuten für sich, um schnell einen Happen zu essen, ein vollgespucktes Shirt zu wechseln oder einfach mal durchzuatmen.

In jeder Bordcrew gibt es wenigstens einige Mitarbeiter, die mehr als glücklich sind, wenn sie ein paar Minuten mit einem süßen Baby schäkern und der Mama oder dem Papa so helfen können. Bitte nicht wundern, wenn die Stewardess sich dafür auf eurem Platz breitmacht: Aus Sicherheitsgründen soll das Flugpersonal möglichst nicht im Gang stehen, wenn sie ein Baby halten.

 

Cockpit-Besuch

Eine Tour durchs Cockpit? Aber gern! © Pixabay

Eine Tour durchs Cockpit? Aber gern!

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Es mag unglaublich erscheinen, aber auch nach dem 11. September ist es auf Nachfrage sehr oft möglich und von vielen Piloten sogar gern gesehen, wenn Kinder einen Blick ins Cockpit werfen.

Der beste Zeitpunkt für so eine Besichtigung ist vor dem Start oder nach der Landung (sofern genug Zeit bis zum nächsten „turn“ ist). Seid ihr als erste Passagiere an Bord gegangen oder sitzt ihr weit vorn und seid als erste mit dem Aussteigen an der Reihe, könnt ihr die Flugbegleiter höflich um einen Blick ins Cockpit bitten (nicht einfach an die Cockpit-Tür klopfen!).

 

Feuchttücher

Selbst Vielflieger sind sich kaum bewusst, wie viele Menschen nacheinander die Armlehnen, Tabletts und Buttons der Sitz-Fernbedienung betätigen, ohne dass eine gründliche Reinigung erfolgen würde. Diese oft berührten Stellen sind wahre Keim-Brutstätten.

Gerade in der Erkältungszeit und beim Fliegen mit erkundungsfreudigen Kleinkindern in der oralen Phase ist es eine gute Idee, das Kabinenpersonal um einige Hygienetücher zu bitten. Die sind fast immer vorrätig, obwohl kaum ein Passagier danach fragt.

Ach ja: Auf der Flugzeugtoilette könnt und sollt ihr diese Tücher gern auch benutzen!

 

Windeln

Wie viele Windeln soll man nur mitnehmen? Die Frage ist für Eltern von Babys vor einer Flugreise essenziell. Eine ganze Packung Pampers muss es wirklich nicht sein. Sollte der (gar nicht so ungewöhnliche) Fall eintreten, dass euer Vorrat früher als geplant zur Neige geht, helfen euch die Crews gern aus.

In Ferienfliegern und Linienflugzeugen, seltener bei Billigfliegern, sind wenigstens Windeln in Größe 2 und 3 vorrätig, die nur den ganz kleinen und ganz großen Babys nicht passen dürften. Und natürlich wird man euch liebend gern damit ausstatten, wenn damit ein Geruchs-Desaster für alle anderen Passagiere vermieden werden kann!

Kleine Packungen Feuchttücher und sogar Popo-Creme gibt es übrigens oft dazu.

-> Und das müsst ihr beachten, wenn ihr mit Windelkind fliegen wollt.

 

Spielzeug

Wer bisher nur mit Charterfliegern oder gar Low Cost Carriern geflogen ist, der weiß gar nicht, was Linienflieger auf Mittel- und Langstrecken für Schätze an Bord haben. In der Regel bekommen alle Kinder bereits beim Boarding ein Spielzeug-Set geschenkt, das sie eine Weile beschäftigen soll.

Hat man euch beim Verteilen vergessen oder kann euer Kind mit seinem Spielzeug nichts anfangen, wird euch niemand den Kopf abreißen, wenn ihr noch einmal nachfragt, ob es mehr oder anderes Spielzeug an Bord gibt.

-> Hier haben wir viele Tipps zum Spielen im Flugzeug, falls es wirklich kein kostenloses Spielzeug gibt.

 

Ärztliche Hilfe

Fast alle Airline-Crews werden für medizinische Notfälle an Bord trainiert. Nicht nur das: In der Regel wird dann eine Durchsage gemacht und nach einem Arzt unter den Passagieren gefragt. Auch wenn es ihnen der hippokratische Eid sowieso gebietet zu helfen, sollen Ärzte bei einigen Airlines sogar Extra-Bonusmeilen erhalten, wenn sie sich vor dem Abflug als solche zu erkennen geben.

Wenn es euch oder euren Kindern also schlecht geht oder ein wirklicher Notfall eintritt, seid ihr in guten Händen.

 

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