Baby-KüchentippsBabybrei auf Reisen – was ihr wissen müsst

Babys brauchen auf Reisen nicht viel - aber ihren gewohnten Brei wollen sie wie zu Hause gern essen. Ob Gläschennahrung oder selbstgekocht, wir haben Tipps rund um Babys leibliches Wohl gesammelt.

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/3 Selbst kochen - so geht's
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Babybrei im Urlaub selbst kochen

Es muss nicht immer Brei sein! © CoffeeIceCream - Fotolia.com

Es muss nicht immer Brei sein!

© CoffeeIceCream - Fotolia.com

Das Gemüse für euren Brei solltet ihr nach Möglichkeit frisch kaufen (im Notfall sind Tiefkühl- oder Dosengemüse aber auch okay). Vertraute Sorten wie Karotten, Kürbis oder (Süß-) Kartoffeln bekommt ihr auch in anderen Ländern.

Habt ihr keine Möglichkeit, eure Zutaten auf dem Markt oder im Laden zu kaufen, könnt ihr in der Küche eures Hotels oder in einem Restaurant nachfragen; eine einzelne gekochte Kartoffel oder eine gedünstete Karotte gibt man euch bestimmt gern. Fleisch solltet ihr nur kaufen, wenn ihr sicher seid, dass es absolut hygienisch gelagert wurde; Getreideflocken sind eine vollkommen akzeptable Alternative.

Verbringt ihr euren Urlaub in einer Ferienwohnung oder in einem Ferienhaus, ist das Kochgeschirr in eurer Unterkunft bereits vorhanden; auf einen Pürierstab oder einen Mixer solltet ihr jedoch nicht vertrauen. Erkundigt euch beim Vermieter oder bringt einen kleinen, möglichst batteriebetriebenen Pürierstab mit.

Steht euch ein Kühlschrank in eurer Unterkunft zur Verfügung (auch Hotelzimmer bieten meist eine gekühlte Minibar), könnt ihr angefangene Breimahlzeiten und frisch gekauftes Fleisch bis zu einem Tag lang aufheben. Reine Gemüsebreie halten sich auch ein paar Tage länger.

Mit einem Tiefkühlfach wird es noch einfacher: Dann könnt ihr am Urlaubsanfang einen größeren Breivorrat zubereiten und portionsweise einfrieren.

Reist ihr in Länder außerhalb Mitteleuropas, denkt daran, dass ihr für elektrische Geräte wie den Pürierstab oder den Gläschenwärmer eventuell einen Adapter braucht.

Weltenbummlerin Alex Frank verbrachte auf ihrer großen Reise mit Baby nur selten mehrere Tage in derselben Unterkunft; Kühlen oder Einfrieren kam deshalb nicht in Frage. Ihre Lösung: den frisch gekochten Brei möglichst heiß in kleine Schraubgläschen füllen und einkochen. Beim Abkühlen zieht sich die im Glas verbliebene Luft so weit zusammen, dass der Deckel luftdicht angesaugt wird – der eingekochte Brei ist dann ohne Kühlung über mehrere Tage oder Wochen haltbar, auch mit Fleisch.

 

Checkliste für Selbstversorger:

  • Vorrat an Reis- oder Getreideflocken (zum Beispiel Haferflocken)
  • ein Fläschchen Rapsöl oder ein wenig Butter (kein Olivenöl)
  • Apfelsaft
  • Pürierstab
  • Breischüssel und Löffel
  • Lätzchen

 

Babybrei kochen: so geht’s

Schneidet das Gemüse eurer Wahl (am besten eignen sich Karotten, Kürbis, Pastinaken und Zucchini) in kleine Stücke und dünstet diese in einem Topf mit wenig Wasser, bis sie weich sind. Anschließend das Kochwasser bis auf einen kleinen Rest abgießen und alles mit dem Pürierstab zu einem sämigen Brei verarbeiten. Nun noch einen Schwapps Öl und ein Löffelchen Apfelsaft hinzufügen, umrühren, fertig. Salz oder ähnliche Gewürze sind nicht nur unnötig, sondern tabu!

Ist euer Baby schon einen Schritt weiter, ergänzt ihr den reinen Gemüsebrei je nach Geschmack mit derselben Menge an gekochten Kartoffeln; genauso gut eignen sich Nudeln oder Reis. Wollt ihr Fleisch hinzufügen, nehmt möglichst mageres und hochwertiges, am besten in Bioqualität – ob Geflügel, Kalb, Schwein oder Lamm, ist egal. Wichtig: Das Fleisch muss komplett durchgekocht sein und wird zusammen mit dem Rest püriert.

Gemüse, Kartoffeln und Fleisch (oder alternativ Getreideflocken) sollten in einem Verhältnis von etwa 100 Gramm zu 50 Gramm zu 20 Gramm zusammengemischt werden. Bei dieser Menge fügt ihr außerdem etwa zwei Teelöffel Öl oder Butter und zwei Esslöffel Saft hinzu.

Babybrei „on the go“: Seid ihr mit eurem Baby im Restaurant und habt nichts dabei, bestellt ihr einfach eine kleine Portion weichgekochter Möhren, Zucchini oder Ähnliches sowie ein kleines Stück Butter. Zerdrückt alles möglichst fein mit der Gabel in einer kleinen Schüssel. Wenn ihr mögt, könnt ihr den Brei mit einer Kartoffel etwas gehaltvoller machen oder etwas Haferbrei (in vielen Ländern bekannt als „Porridge“ hinzufügen).

 

TippFingerfood für Babys

Überraschend viele Babys mögen es viel lieber, wenn sie „handfestere“ Kost bekommen. Drückt ihnen eine gekochte Kartoffel, eine Nudel oder Ähnliches in die Hand und lasst sie selbst essen; die Schweinerei ist bestimmt nicht größer als nach einer Löffelfütterung von Karottenbrei. Der große Vorteil auf Reisen: Euer Baby braucht keine „Extrawurst“ und kann von eurem Teller mitessen.

Literaturtipp: „Baby-led Weaning – Das Grundlagenbuch: Der stressfreie Beikostweg“ von Gill Rapley und Tracey Murkett, Kösel Verlag, erhältlich über Amazon für 19,99 Euro

 


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Kommentar als Gast schreibenKommentar (1)

  • maki

    Wollte fragen wie es is mit baby im hotel zu gehen wo kann man wasser aufwärmen und beikost wärmen

    Antworten | 1. April 2015

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