Skibörsen, Skibasar, WintersportKaufberatung KinderskiWoran ihr gute Kinderskier erkennt und wie ihr beim Skikauf sparen könnt

Gute Kinderskier sind teuer. Mit unseren Kauftipps findet ihr die passende Größe, das geeignete Modell und das richtige Zubehör - und ihr könnt entscheiden, ob gekaufte Skier überhaupt für eure Bedürfnisse nötig sind.

Teil 4 von 21 der Serie Skibörsen, Skibasar, Wintersport

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/2 Bindungen, Skischuhe - und die Frage, ob Kaufen die bessere Wahl ist

Gute Bindungen – lebenswichtig

Mit der richtigen Ausrüstung ist der Spaß am Skifahren doppelt so groß © grafikplusfoto - Fotolia.com

Mit der richtigen Ausrüstung ist der Spaß am Skifahren doppelt so groß

© grafikplusfoto - Fotolia.com

Skibindungen sollten grundsätzlich immer von Fachpersonal eingebaut und eingestellt werden. Die Profis errechnen aus Faktoren wie Körpergewicht, Kniestärke und Fahrkönnen den individuell passenden Auslösewert (sog. Z-Wert). Bei Kindern ist dieser sehr niedrig und muss jedes Jahr nachkontrolliert werden, um schweren Verletzungen vorzubeugen.

Achtet darauf, dass Skibindungen nach der aktuellen IAS-Sicherheitsnorm DIN ISO 11088 eingestellt sind, und lasst ihren Sitz bei jedem Skiurlaub erneut überprüfen.

Besonders bei Kindern können schon abgenutzte Schuhsohlen oder zerkratzte Gleitplatten den Auslösewert stark verändern. Generell solltet ihr keine Bindungen verwenden, die seit mehr als fünf Jahren in Gebrauch sind.

Die Größe der Skischuhe entspricht nicht automatisch der Bindungslänge, die übrigens auf der Sohle oder der Seite des Skischuhs aufgedruckt ist. Daraus folgt: Mit jedem neuen Skischuh muss auch die Bindung neu eingestellt werden!

 

Skischuhe – perfekte Passung ist Pflicht

Skischuhe für Kinder sind genau wie Kinderskier nicht einfach kleinere Erwachsenenmodelle. Für Anfänger, die oft noch sehr aufrecht stehen, muss der Schaft im Verhältnis niedriger sein und nach hinten nachgeben. Eine weichere Schale oder eingebaute Gelenke sind ebenfalls wichtig.

Und natürlich muss ein Kinderskischuh perfekt passen, sonst sind Fahrvergnügen und Motivation schnell dahin. Das Problem: Kinder können oft nicht sagen, ob ein Schuh ihnen zu groß oder zu klein ist oder wo genau es drückt. Die bewährte „Daumen-Drück-Methode“ funktioniert bei den festen Stiefeln aber nicht.

Ist ein Skischuh zu groß, funktioniert die Kraftübertragung auf den Ski nicht und das Fahren wird sehr anstrengend und ungenau. Zu kleine Schuhe drücken, führen zu kalten Füßen und können sogar nachhaltige Haltungsschäden hervorrufen.

Nachmittags oder abends ist die beste Zeit zum Anprobieren, weil die Füße dann am größten sind. tragen eure Kinder beim Skifahren spezielle Socken, sollten sie diese auch beim Skischuhkauf anziehen.

Ob der Skischuh passt, findet ihr heraus, wenn ihr den Innenschuh herausnehmt und eurem Kind „draußen“ anprobiert. Die Innensohle darf höchstens einen Daumenbreit länger sein als die Fußsohle. Die Außenschale des Skischuhs darf nicht so fest sein, dass der Bewegungsspielraum (Vor- und Zurücklehnen) zu sehr eingeschränkt wird. Ein flexibler Schaft erlaubt es eurem Kind, komplett gerade zu stehen.

 

TippKeine kalten Füße!

Skischuhe funktionieren ähnlich wie Thermobehälter: Sie halten warme Füße warm, kalte bleiben kalt. Kinder sollten also immer mit warmen Füßen in den Skitag starten.

Um kalten Füßen vorzubeugen, solltet ihr die Skistiefel eurer Kinder nachts oder wenigstens eine Stunde vor dem Start auf die Skipiste aufwärmen. Müsst ihr die Skischuhe im Auto zwischenlagern, dann legt sie in den Innenraum und weder in den Kofferraum noch in die Dachbox.

Feuchte Skischuhe werden nie richtig warm, wichtig ist es daher, sie nach einem Skitag gut durchzutrocknen. Selbst in kleinen Quartieren könnt ihr die herausgenommenen Innenschuhe vor die Heizung stellen (nicht direkt darauf!).

 

Kinderskier leihen oder kaufen?

Gute Skier sind teuer, da gibt es kein Herumreden. Für Anfänger und Urlaubs-Skifahrer genügt es vollkommen, die Skiausrüstung zu leihen. Das ist komfortabel, weil ihr jedes Jahr eine neue Ausrüstung bekommt, die von Profis angepasst und gepflegt wird. Auch um den Transport der Skier ins Skigebiet müsst ihr euch keine Gedanken machen.

Viele Kinder sind Naturtalente und erlernen das Skifahren enorm schnell. Während sie für die ersten Schwünge noch kurze, gerade Skier benötigen, können sie bald viel Spaß mit Allround-Carvern oder gar Racing-Carvern haben. Blöd, wenn sie dann noch mehrere Monate mit den extra gekauften Anfänger-Latten herumstolpern müssen.

Sind eure Kinder schon geübte Fahrer und mehr als zwei Wochen pro Saison auf der Piste unterwegs, kann es sich jedoch lohnen, die Skiausrüstung für sie zu kaufen oder zu leasen, statt sie zu leihen. Auch das ist schließlich nicht kostenlos.

Euer Kind braucht mindestens alle zwei Jahre neue Skier, die jeweils etwa 15 bis 20 cm länger sein müssen. Gibt es kleinere Geschwister oder Cousins, an die ihr die Skiausrüstung weitergeben könnt, dann lohnt es sich, in hochwertiges Material zu investieren. Teure Kinderskier können bei pfleglichem Gebrauch durchaus von drei bis fünf „Generationen“ verwendet werden.

Gerade am Anfang beanspruchen die Fahrkünste der Kleinen das Material noch kaum und die Skier sehen am Ende der Saison oft noch wie neu aus. Aus diesem Grund sind auch gebrauchte Skier eine bedenkenswerte Option. Wo ihr in eurer Stadt Second-Hand-Skiausrüstungen für Kinder kaufen könnt, haben wir hier beschrieben.


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