Fliegen mit KindernFlug überbucht? Eure Rechte beim Fliegen

Als die amerikanische Airline United einen Passagier gewaltsam aus dem Flugzeug entfernte, weil sein Platz überbucht war, schlug das international Wellen. War das rechtmäßig? Und kann uns das beim Urlaubsflug auch passieren?

von KidsAway-Redaktion

Was tun, wenn der eigene Flug überbucht ist? © Pixabay

Was tun, wenn der eigene Flug überbucht ist?

© Pixabay

Etwa 250.000 Menschen im Jahr trifft es innerhalb Europas: Sie haben Pech, denn ihr Flug ist überbucht und sie müssen auf die nächste Maschine warten. Stundenlang am Flughafen warten, das ist vor allem mit kleinen Kindern ein Desaster.

Wie wahrscheinlich ist es aber, dass euer Flug überbucht ist? Könnt ihr dagegen etwas tun? Und welche Rechte habt ihr, wenn euch das passiert?

 

Flug überbucht: Wie passiert so etwas?

Kurz und knapp: Hat die Airline für einen Flug mehr Passagiere gebucht, als in der Maschine Sitzplätze zur Verfügung stehen, ist der Flug überbucht. Die Folge kann dann sein, dass einige Reisende ihren Flug nicht antreten können. Das ist aber eher die Ausnahme!

Viele Reisende treten nämlich kurzfristig ihren Flug gar nicht an, sie haben zum Beispiel Tickets für mehrere Verbindungen gebucht und lassen die nicht benötigten dann verfallen. Oder ihr vorheriger Flug hat Verspätung und sie verpassen den Anschlussflug. Oder sie haben (oft als Business Class Passagiere) flexible Tickets, mit denen sie ohne Mehrkosten Flüge auch spontan umbuchen können. Nach Angaben der Lufthansa waren das im Jahr 2009 etwa drei Millionen Passagiere – nur bei dieser Airline!

Da die Airlines aber möglichst mit vollen Maschinen fliegen wollen, verkaufen sie mehr Tickets, als Plätze da sind – und spekulieren darauf, dass ein bestimmter Prozentsatz der Passagiere nicht mitfliegt (im Fachjargon „no show“). Mit Hilfe von Computern kann heute ziemlich genau berechnet werden, an welchen Tagen und auf welchen Verbindungen es besonders viele „No show“-Passagiere geben wird. Meistens funktioniert es und alle tatsächlich erschienenen Fluggäste bekommen ihren Platz.

Wenn es nicht funktioniert, werden zunächst Passagiere gefragt, ob sie einen späteren Flug nehmen wollen – nach Möglichkeit per Telefon, noch bevor sie am Flughafen erschienen sind, meistens aber beim Check-in.

Dafür bekommen sie eine Entschädigung angeboten. Für Familien kommt so mitunter eine Summe zusammen, die einen Großteil des Urlaubsbudgets ausmacht!

Erst im letzten Schritt, wenn sich nicht genügend Passagiere finden, die auf ihre Plätze verzichten, muss die Airline auswählen, wem sie die Beförderung verweigert.

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