Familienurlaub in SüdosteuropaDie besten Reiseländer: von A wie Albanien bis U wie Ungarn

Italien und Spanien kann jeder – wie wäre es mal mit neuen Reisezielen, jenseits des Altbekannten? Der Südosten Europas bietet Natur und Kultur in erreichbarer Entfernung, und dazu oft ein angenehmes Preisniveau. Wir sagen euch, welche Ziele für Familien besonders interessant sind.

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/2 Rumänien, Slowenien und Ungarn im Reiseziel-Check
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 Rumänien: noch weitgehend unbekannt

Urtümlich, unberührt, gruselig - Rumänien überrascht in vielen Punkten © Pixabay

Urtümlich, unberührt, gruselig - Rumänien überrascht in vielen Punkten

© Pixabay

Der Newcomer in Sachen Urlaub in Europa: Während das östlichste EU-Land in unseren Köpfen meistens ziemlich vorurteilbehaftet ist, präsentiert sich vor allem Transsilvanien als hervorragendes Reiseland für die ganze Familie.

Unberührte Natur lädt zum Wandern ein, und die deutschen Siedler aus dem Mittelalter, die Siebenbürgen einst bewohnten, haben abenteuerliche Relikte in Form von Burgen und Wehrkirchen hinterlassen. Und auch wenn der Dracula-Mythos mancherorts touristisch ein wenig überstrapaziert wird, lassen sich ältere Kinder dadurch gern zu einer spannenden Spurensuche motivieren.

In unserer persönlichen Erfahrung verblassen alle Befürchtungen bezüglich Kriminalität und Rückständigkeit. Wir trafen allerorten auf freundliche, hilfsbereite Menschen mit großteils guten Englischkenntnissen, und fanden vermutlich die besten und meisten Wifi-Hotspots in ganz Europa.

Städte wie Sibiu (ehemals Hermannstadt) und Sighisoara (Schäßburg) glänzen mit Altstädten, auf die jede deutsche Ortschaft ebenso stolz wäre. Wer abseits der üblichen Pfade reist und beispielsweise bis ins ursprüngliche Donaudelta vorstößt, tut nach Aussage von Einheimischen gut daran, im Notfall selbst sterile Injektionsnadeln und Verbandszeug dabei zu haben. Die medizinische Versorgung in den städtischen Zentren ist hingegen nicht schlechter als in anderen typischen Urlaubsländern.

 

Slowenien: Osteuropa für Einsteiger

Slowenien bietet viel Spaß für Familien, zum Beispiel Kajakfahren auf der Soca © Pixabay

Slowenien bietet viel Spaß für Familien, zum Beispiel Kajakfahren auf der Soca

© Pixabay

Der nördlichste Staat des ehemaligen Jugoslawiens lässt sich als „Osteuropa für Einsteiger“ titulieren. Tatsächlich erinnert hier nicht nur die wildromantische Alpenlandschaft an Österreich, auch die Architektur ist ähnlich, und die meisten Dinge sind ebenso effizient organisiert, wie wir es von zu Hause kennen.

Dafür ist das Preisniveau auch nur wenig niedriger als in Deutschland. Als Familienreiseland überrascht Slowenien mit Attraktionen wie den Grotten von Postojna, die zu den weltgrößten Tropfsteinhöhlen gehören, und mit viel Kinderprogramm beispielsweise rund um den Bleder See.

Als günstigere Alternative zum gemütlichen Wanderurlaub in Österreich eignet sich ein Aufenthalt in Slowenien für Familien auf alle Fälle.

 

Ungarn: ein lohnenswertes Ziel für Familien

Familien-Urlaubsidyll am Balaton in Ungarn © Pixabay

Familien-Urlaubsidyll am Balaton in Ungarn

© Pixabay

Allen negativen Schlagzeilen und Zweifeln an der politischen Führung zum Trotz: Ungarn ist voller freundlicher Menschen und ein guter Tipp für günstigen Familienurlaub! Der Plattensee als bekannteste Ferienregion ist bestens auf Urlauber mit Kind und Kegel eingestellt.

Gäste aus Deutschland zu beherbergen und zu bewirten, hat Tradition, und so sprechen viele Kellner und Vermieter Deutsch. Da Senioren hier gern günstig kuren, hat sich auch medizinisches Personal auf deutsche Patienten spezialisiert – was Eltern im Fall der Fälle entgegenkommt.

Es gibt zahlreiche kinderfreundliche Ausflugsziele rund um den Balaton – die Unterwasserhöhle von Tapolca zum Beispiel, die man in kleinen Booten durchfährt, die man selbst steuern darf. Und dann ist da natürlich noch der See selbst, der sich aufgrund seines flachen Ufers und der hohen Wassertemperatur gerade auch für kleine Kinder zum Baden eignet.

Aber Achtung: Die Saison am Plattensee beschränkt sich auf Juli und August, davor und danach sind viele Attraktionen und die meisten Restaurants geschlossen.

 

Tabelle: Länder Südosteuropas im Vergleich

Rumänien Slowenien Ungarn
Infrastruktur moderne, saubere Unterkünfte, recht gute Straßen, aber etliche Raser, Pferdegespanne und unbeleuchtete Radfahrer Hotels und Privatunterkünfte mehr oder weniger vergleichbar mit Österreich auf etwas niedrigerem Standard, gute Straßenverhältnisse (teilweise enge Bergstraßen und mutige Autofahrer) Umfangreiche Auswahl an Hotels und Unterkünften, Selbstversorgung problemlos möglich (Supermärkte), gute Straßenverhältnisse
Klima heiße Sommer mit bis zu 40° C, beste Reisezeit Herbst mit „Indian Summer“ vergleichbar mit Österreich, südlich der Alpen eher mediterran kontinentales Klima mit heißen Sommern (teilweise über 40 ° C)
Preisniveau (Hauptgericht mit Getränk im Restaurant) 6 bis 14 Euro, regional deutlich günstiger ca. 10 Euro 5 bis 10 Euro
Familien-Highlights „Dracula“-Burg Bran, alte Wehrkirchen, Freilichtmuseum Sibiu Bleder See, Tropfsteinhöhle von Postojna, Spaziergänge durch die Karstlandschaft Badeparadies Plattensee, Ausflüge in die Vulkanregion
Sicherheit viel besser als ihr Ruf, Hauptrisiko ist der Straßenverkehr Keine Sicherheitswarnungen Keine Sicherheitswarnungen
Habt ihr mit eurer Familie schon Urlaub in Südosteuropa gemacht? Welches Land ist euer Favorit?
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Kommentar als Gast schreibenKommentare (2)

  • Joanna Seib

    So ist es mit der Sicherheit. Ich wollte in ein sicheres Land – alleinerziehend mit 2 Kids. Also 2013 mit meinen Kindern nach Bulgarien – alles super. Bis auf den letzten Tag, da erhielten wir die Nachricht, dass am Flughafen ein Bus mit israelischen Reisenden in die Luft ging. Hätte ich einen Tag früher fliegen müssen, wären wir in dieser Zeit am Flughafen gewesen. Die Abfertigung vor der Abreise war zwar der Horror, da durch den Attentat die Sicherheitsbestimmungen sehr verschärft waren, aber es war mir egal, ich war einfach froh, dass uns nichts passiert ist.

    Antworten | 30. Dezember 2015
    • Absolute Sicherheit kann wohl kein Reiseziel garantieren – was die Anschläge in Paris mal wieder eindrucksvoll gezeigt haben. Gut, dass euch damals nichts passiert ist, Joanna!

      Antworten | 4. Januar 2016

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