Ferien mal andersWwoofing für Familien mit Kindern

„Urlaub auf dem Bauernhof“ – so möchten die meisten Familien ihre Ferien einmal verbringen, im Rahmen von WWOOF ist das sogar kostenlos möglich. Wir erklären euch, was das genau ist und wie es funktioniert.

von KidsAway-Redaktion

Wwoofen - auch für Familien mit Kind möglich. © JackF - Fotolia.de

Happy parents and child with harvested vegetables in garden

© JackF - Fotolia.de

Frische Landluft, Tiere, gesundes Essen und vor allem viel Natur – nicht nur in Deutschland sind „Ferien auf dem Bauernhof“ beliebt. Vor allem Familien, die in der Stadt wohnen, buchen gerne einen solchen Urlaub.

Für Eltern und Kinder, die das Landleben so richtig kennenlernen wollen, ist Wwoofing eine interessante und vor allem kostenlose Alternative, die Ferien zu verbringen.

Wwoof ist die Abkürzung für „World-Wide Opportunities On Organic Farms“ und ermöglicht es „Wwoofern“ – also den Gästen – weltweit, auf Bauernhöfen und Farmen mitzuarbeiten.

Auch hierzulande gibt es das: Allein in Bayern befinden sich beispielsweise mehr als 50 Wwoof-Höfe und circa jeder dritte davon eignet sich auch für Familien mit Kindern.

Die Arbeiten, die beim Wwoofing verrichtet werden, sind vielfältig: etwa Kühe melken, Stall ausmisten, Äpfel ernten, die Tiere füttern, Samen aussäen, Zäune errichten oder bei der Käsezubereitung helfen. Welche Aufgaben zu übernehmen sind, wird im Vorfeld mit den Bauern besprochen.

In der Regel müsst ihr als Wwoofer fünf bis sieben Stunden am Tag mitarbeiten – dafür erhält ihr freie Unterkunft und gesunde Verpflegung und einen umfassenden Einblick in die Bereiche Gartenbau und Landwirtschaft. Großgeschrieben wird außerdem das Gemeinschaftsgefühl, das sich aber sowieso einstellt, wenn ihr den Landwirten am Hof helft, wo unter Umständen auch noch andere Wwoofer sind.

Wichtige Voraussetzungen für einen Wwoofer sind: Offenheit und Interesse für die Arbeit auf einer Farm, spezielle Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

 

Erfahrungsbericht Seid ihr eine tatkräftige Familie?
Wenn ihr euch als Familie für Wwoofing entscheidet, solltet ihr euch generell sicher sein, dass euch körperlich anstrengende Tätigkeiten nichts ausmachen und ihr mitunter ordentlich anpacken könnt: Ernten, Füttern, Sähen oder Pflügen liegen nämlich nicht jeden – und den ganzen Tag gemütlich im schattigen Garten liegen, das ist beim Wwoofen nicht drin, aber keine Sorge: Auch der Spaß kommt nicht zu kurz!

 

Wwoofen mit Kind – ist das überhaupt möglich?

Natürlich könnt ihr als Familie mit Kind euren Urlaub auf einem Wwoof-Hof verbringen. Viele Gastgeberhöfe erlauben das und freuen sich sehr, wenn jemand seine Kinder mitbringt. Mitunter kann Wwoofen mit Kind allerdings ein wenig herausfordernd sein.

Normalerweise geben euch die Landwirte bei einer Kontaktaufnahme gleich Bescheid, ob Kinder willkommen sind, sie mit wwoofenden Familien schon Erfahrung haben oder sich das überhaupt nicht vorstellen können.

Auch wenn jemand mit „Kinder – nein, danke“ antwortet, solltet ihr nicht enttäuscht sein, selbst wenn euch der betreffende Hof zusagen würde – es gibt bestimmt andere Farmen, auf denen ihr willkommen seid.

 

Überlegungen rund ums Wwoofen mit Kind

  • Was macht euer Kind, während ihr arbeitet? Je nachdem, wie alt euer Kind ist, kann es euch bei der Arbeit am Hof ein bisschen mithelfen oder benötigt zumindest nicht so viel Aufsicht wie sehr kleine Kinder – mit einem Kleinkind oder Baby könnt ihr in der Regel nicht beide gleichzeitig am Hof mithelfen, ihr solltet euch dann in Schichten abwechseln.
  • Sind andere Kinder am Hof? Im Idealfall leben auf der Farm kleine Kinder oder ein Baby und einer von euch kann anbieten, auf diese aufzupassen. Ob das funktioniert, hängt natürlich auch vom Alter eures Kindes ab, wie kontaktfreudig es ist und wie gut es mit einem anderen Kind auskommt.
  • Wie kindersicher ist es auf der Farm? Während ihr euch um die Sicherheit auf einer Apfel-Farm weniger Gedanken machen müsst, kann ein Wwoof-Aufenthalt auf einem Bauernhof mit großen Tieren oder Maschinen gerade für ein neugieriges Kleinkind gefährlicher sein. Ihr solltet bei der Auswahl einer Farm auch darauf achten.

 

Was ist so toll am Wwoofen mit Kind?

Ihr als Familie mit Kind lernt auf jeden Fall eine Menge über organisches Essen, den Anbau eigener Nahrungsmittel, artgerechte Tierhaltung und im Allgemeinen viel über nachhaltiges Leben. Kinder sind sowieso gerne in der Natur und lieben Bauernhöfe normalerweise: Auch ein Kleinkind findet es interessant zu entdecken, wie Tiere leben oder Obst und Gemüse geerntet werden, dass Hühner Eier legen, und lernt dabei fürs Leben.

Ein solcher Aufenthalt kann euch als Familie noch mehr zusammenschweißen – und nirgends wird euch das Essen so gut schmecken wie beim Wwoofen, wenn ihr es euch wirklich mit körperlichem Einsatz verdient habt! Apropos Essen: Auf einer Öko-Farm müsst ihr euch in der Regel keine Sorgen um die gesunde Ernährung eurer Kinder machen – das kann vor allem auf einer Reise sehr entlastend sein. Vielleicht lässt sich auch euer eher wählerisches Kleinkind für Obst und Gemüse begeistern, wenn es sieht, wo es wirklich herkommt, und vielleicht selbst einen Apfel vom Baum pflücken darf.

 

 

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