Mit Säugling am Strand18 Fragen und Antworten zum ersten Strandurlaub mit Baby

Das Baby ist noch klein, aber der Sommer lockt. Und die großen Geschwister haben auch ein Recht auf Ferien am Strand. Was ist okay beim Strandurlaub mit Säugling, was ist tabu? KidsAway beantwortet die häufigsten Fragen.

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/4 Wann darf das Baby an den Strand und wie geht das mit dem Stillen?
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Bei Sonnenuntergang ist es am Strand sowieso am schönsten © Flickr/cavale

Bei Sonnenuntergang ist es am Strand sowieso am schönsten

© Flickr/cavale

Frage: Wann ist die beste Zeit für einen Strandbesuch mit Baby?

Antwort: Viele Kinderärzte raten generell von Strandaufenthalten ab, weil die UV-Belastung zu hoch für Babys sei. Das solltet ihr allerdings differenzieren: An mitteleuropäischen Stränden ist die Sonneneinstrahlung (leider) oft nicht allzu hoch, hier besteht also wenig Gefahr, solange ihr euch in der Tabu-Zeit zwischen 11 und 15 Uhr dem Strand fernhaltet. Sicherheitshalber solltet ihr das UV-Strahlungsniveau jeden Tag im Wetterbericht prüfen, Babys auch bei bewölktem Himmel immer einen Hut aufsetzen und langärmelige Kleidung anziehen. Dass sie nur im Schatten spielen und schlafen dürfen, ist hoffentlich klar.

In warmen Ländern ist es eindeutig: Zwischen 10 und 17 Uhr haben zarte, hellhäutige Babys am Strand nichts verloren. Die UV-Belastung ist dann so hoch, dass auch Schatten und Sonnenschutzmittel nicht ausreichen, um Babys Haut vor Schäden zu schützen.

 

Frage: Was macht man denn in warmen Urlaubsländern tagsüber mit dem Baby?

Antwort: Der Strand ist wegen der hohen UV-Belastung tabu, aber auch Ausflüge in die Stadt oder Wanderungen sind für Babys und Eltern viel zu anstrengend und sollten auf den frühen Vormittag oder den späten Nachmittag gelegt werden.

Da man sich schlecht den gesamten Tag über im Hotelzimmer oder in klimatisierten Gebäuden verstecken kann, sind Pop-up-Zelte oder Sonnensegel mit eingearbeitetem UV-Schutz Gold wert. In deren zusätzlichem Schatten kann das Baby spielen und schlafen, während die Eltern – ebenfalls im Schatten! – den Pool genießen. In der Abenddämmerung heißt es dann ab ans Meer, wo ihr sicherlich viele einheimische Familien trefft, die es mit ihren Babys genauso halten.

 

Frage: Brauchen Babys am Strand mehr Flüssigkeit, weil es so warm/so windig/so salzig ist?

Antwort: Voll und nach Bedarf gestillte Babys brauchen nie zusätzliche Flüssigkeit, sie regulieren ihren Bedarf über Mamas Brust. Bei großer Hitze steigt der Wassergehalt in der Muttermilch binnen weniger Tage bis auf fast 90 Prozent. Damit das reibungslos klappt, sollte Mama gerade im Sommer darauf achten, reichlich zu trinken (am besten Mineralwasser), damit sie den veränderten Bedarf ihres Stillbabys auch auffangen kann, und keine Flaschenmahlzeiten zwischendurch anbieten, um das empfindliche Zusammenspiel zwischen Baby und Brust nicht zu stören.

Flaschenbabys solltet ihr bei Sommertemperaturen generell mehr Trinkmahlzeiten anbieten, um ihren höheren Flüssigkeitsbedarf abzudecken. Wahlweise könnt ihr dabei die Milchmahlzeiten strecken, also dünnere Milch über den Tag verteilt anbieten, oder aber zwischen den „normalen“ Milchmahlzeiten Wasser oder dünnen (ungesüßten!) Tee anbieten. Das Wasser sollte immer abgekocht sein oder aus einer verschlossenen Flasche stammen, deren Etikett den Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ zeigt.

Tipp

Vorsicht vor gefälschtem Milchpulver
In Entwicklungsländern wird häufig gefälschtes Marken-Milchpulver verkauft; um auf Nummer sicher zu gehen, solltet ihr unbedingt einen ausreichenden Vorrat eures eigenen Milchpulvers dabei haben.

 

Frage: Stillen am Strand, (wie) geht das überhaupt?

Antwort: Prinzipiell solltet ihr euch nie davon abhalten lassen, das Grundbedürfnis eures Säuglings auf Nahrung zu erfüllen – Stillen ist die natürlichste Sache der Welt. Gerade bei Reisen in andere Länder (wo nun mal die schönen Strände liegen) solltet ihr daneben aber Rücksicht auf die kulturellen Gepflogenheiten der Einwohner nehmen. Deckt eure Brust (oder euren gesamten Oberkörper) beim Stillen am besten dezent mit einem Tuch ab oder zieht euch in den Schutz eurer Strandmuschel zurück, um niemanden zu befremden. An der deutschen Nordsee und Ostsee findet ihr praktische Strandkörbe.

ErfahrungsberichtNicht ohne mein Stillkissen?

Als Stillkissen-Ersatz am Strand könnt ihr dick zusammengerollte Handtücher, eine gefüllte Strandtasche oder einen leicht aufgeblasenen Wasserball verwenden; vielleicht wollt ihr euch auch Rücken an Rücken an euren Partner anlehnen, um eure Schultern zu entspannen.

 

Frage: Muss ich nach dem Baden im Meer meine Brust abwaschen oder desinfizieren, bevor ich mein Baby stille?

Antwort: Eine sterile Brust braucht das Baby zum Stillen grundsätzlich nicht. Der hohe Salzgehalt des Meerwassers, das auf der Brust eintrocknet, kann das Baby allerdings irritieren und vielleicht zu Problemen beim Stillen führen. Es ist also vernünftig, die Brust entweder gleich nach dem Baden gut abzutrocknen oder sie vor dem Stillen kurz mit sauberem Trinkwasser abzuwischen (einfach ein paar Tropfen aus der Wasserflasche auf ein Papiertuch geben).

 


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Kommentar als Gast schreibenKommentar (1)

  • Das sind super Tipps! Die Idee mit dem Planschbecken am Meer find ich tol! Darin können auch die Keinsten angstfrei planschen.

    Antworten | 27. Juni 2017

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