Mit Säugling am Strand18 Fragen und Antworten zum ersten Strandurlaub mit Baby

Das Baby ist noch klein, aber der Sommer lockt. Und die großen Geschwister haben auch ein Recht auf Ferien am Strand. Was ist okay beim Strandurlaub mit Säugling, was ist tabu? KidsAway beantwortet die häufigsten Fragen.

von KidsAway-Redaktion

Seite 4/4 Eingebildete und echte Gefahren: Droht am Strand ein Hitzschlag, das Reizklima oder eine Handvoll Sand?
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Auch Säuglinge haben Spaß am Strand © Flickr/Kris

Auch Säuglinge haben Spaß am Strand

© Flickr/Kris

Frage: Wie groß ist die Gefahr, dass mein Baby im Sommerurlaub einen Hitzschlag bekommt?

Antwort: Das Hauptargument gegen Urlaubsreisen mit Babys in warme Länder ist oft die Hitze, die für Babys unerträglich sei. Hier fragt man sich allerdings, wie die dort lebende Bevölkerung im Sommer ihre Babys am Leben erhält? Orientiert man sich an den Strategien einheimischer Eltern, sollte Sommerhitze auch für Urlaubsbabys erträglich sein:

  • den Strand und generell den Aufenthalt unter freiem Himmel während der Sonnenstunden meiden
  • das Baby nicht in die Kinderwagenwanne legen, da diese sich schnell aufheizt
  • tagsüber viel ruhen, Aktivitäten auf die Morgen- und Abendstunden legen (auch wenn das euren gewohnten Tagesrhythmus durcheinanderbringt)
  • über den Tag verteilt viele kleine Portionen trinken
  • am besten in abgedunkelten Räumen oder im Schatten aufhalten, bei etwa 5° C weniger als draußen (also nicht die Klimaanlage voll aufdrehen!)
  • die Haut oder ein über dem Kinderwagen aufgehängtes Tuch immer wieder befeuchten
  • den Körper mit lauwarmem Wasser abkühlen – entweder im Planschbecken oder mit feuchten Waschlappen
  • für Luftzug sorgen, über Wind oder einen Ventilator
  • draußen weite, lockere Kleidung aus dünnem, atmungsaktivem Stoff tragen, drinnen am besten nackt

 

Frage: Ist das „Reizklima“ an Nord- und Ostsee schädlich für kleine Babys?

Antwort: Im Gegenteil. Die Luft am Meer enthält besonders wenige Schadstoffe, Pollen und andere allergieauslösende Partikel. Dafür ist sie reich an Salzen, Jod, Magnesium und Spurenelementen; je mehr Wellengang und Wind herrschen, desto „gehaltvoller“ wird die Luft. Die in der Luft gelösten Salzwassertröpfchen gelangen bis tief in die Atemwege, wirken schleimlösend und bringen besonders Asthmatikern Linderung. Auch zarte Babyhaut profitiert von der Meeresluft, die wohltuend gegen den Juckreiz bei Neurodermitis oder Ekzemen wirkt.

Womit sich Babys tatsächlich schwer tun könnten, sind andere Elemente des Reizklimas: die hohe UV-Strahlung am Meer sowie der starke, kalte Wind an Nord- und Ostsee, der den Organismus anregt und abhärtet. Diese belastenden Faktoren werdet ihr aber entweder sowieso mit Sonnenschutzmaßnahmen ausschalten oder sie treffen im Sommerurlaub gar nicht zu.

 

Frage: Ist es schlimm, wenn mein Baby Sand in den Mund nimmt?

Antwort: Sand ist ein faszinierendes Material, das Babys stundenlang erforschen – mit den Händen und auch mit dem Mund. Prinzipiell ist Sand im Verdauungssystem nicht giftig oder gefährlich, auch keine großzügige Handvoll davon. Schaden kann so eine Kostprobe allerdings, wenn sie verschmutzt ist oder Kleinteile enthält – Teerkrümel, Zigarettenstummel oder Glassplitter gehören zu den Horror-Zutaten eines Strandaufenthalts mit Baby. Wählt also für euren Urlaub als kinderfreundlich bekannte Strände, untersucht den Sand an eurem Strandabschnitt penibel, bevor ihr euer Lager aufschlagt, und behaltet euer Baby beim Entdecken immer im Auge – dann könnt ihr ihm auch die geschmackliche Erkundung seiner Unterlage gönnen.

Habt ihr eine andere Frage zum Strandurlaub mit kleinen Babys? Wir versuchen gern, sie zu beantworten!
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Kommentar als Gast schreibenKommentar (1)

  • Das sind super Tipps! Die Idee mit dem Planschbecken am Meer find ich tol! Darin können auch die Keinsten angstfrei planschen.

    Antworten | 27. Juni 2017

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