Urlaub zu HauseSommerferien zu Hause? Unsere Freizeittipps für Familien und „Schlüsselkinder“

Überall haben die Sommerferien begonnen. Viele Familien packen die Koffer oder sind schon ins Auto gestiegen, um in den Urlaub zu fahren. Ihr gehört nicht dazu? Dann wollen wir euch beruhigen: Urlaub auf Balkonien kann viel entspannter sein und Spaß machen!

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/3 Freizeitideen für den Urlaub daheim

Tipps und Urlaubsideen

Riesenrad, Achterbahn, Zuckerwatte - ein toller Ferientag! © Eléonore H - Fotolia.com

Riesenrad, Achterbahn, Zuckerwatte - ein toller Ferientag!

© Eléonore H - Fotolia.com

Wenn weniger das Geld als die Zeit das Problem ist, könnt ihr nach Herzenslust die Freizeit- und Erlebnisparks in eurer näheren Umgebung erkunden, Schwimmbäder besuchen und durch Zoos bummeln. Das kann auch ein Elternteil allein mit den Kindern machen; vielleicht finden sich auch Freunde, die gern mitkommen wollen?

Ein Tag, der komplett im Zoo oder im Park verbummelt werden kann (natürlich mit Picknick), ist viel entspannter als die sonst üblichen zwei Stunden nach dem Kaffeetrinken.

Es regnet und stürmt aber die ganze Zeit? Dann werdet ihr eben zu Museumsexperten: Mit Schulkindern kann man ohne Weiteres auch schon Gemäldegalerien besuchen, Naturkundemuseen sind für die allermeisten Kids der Renner und auch kleine Museen mit besonderen Themen können sehr spannend sein.

Erkundigt euch vorher nach Familien- oder Kinderführungen und bereitet den Besuch zu Hause ein wenig vor, indem ihr euch über das Thema informiert. Stundenlanges Stöbern in der Bibliothek ist dafür genau das Richtige, auch kleinere Kinder verbringen hier gern ganze Nachmittage.

Wenn es etwas günstiger sein soll, könnt ihr statt Erlebnisparks auch mal „das echte Leben“ erkunden: Besucht mit euren Kindern doch mal das Polizeirevier, geht durch die Flure eines Krankenhauses, schaut bei der Feuerwehr oder auf dem Flughafen vorbei! Wissbegierige Vorschulkinder kommen hier aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Hat Papa keinen Urlaub bekommen, muss auch er dran glauben: Dann besucht ihr ihn einfach auf der Arbeit und er muss euch alles zeigen; auch, wo sein Chef sitzt.

 

Wandern und Entdecken machen auch in der Umgebung Spaß

Warum nicht mal im Garten zelten? © Pavel Losevsky - Fotolia.com

Warum nicht mal im Garten zelten?

© Pavel Losevsky - Fotolia.com

Viele Eltern würden gern mit ihren Kindern wandern oder spazieren gehen, sind aber schon vorher genervt, weil die „keine Lust“ haben. Klar finden Kinder das öde Geradeauslaufen durch Wald und Feld nicht allzu spannend; mit schneebedeckten Bergen, weißen Stränden oder dichtem Dschungel können nur die wenigsten deutschen Städte dienen.

Mit ein paar Tricks peppt ihr aber selbst Spaziergänge durch die Stadt zum Abenteuer-Entdeckungsspiel auf:

  • Wählt eine Strecke, die möglichst viele abwechslungsreiche Streckenpunkte bietet: einen Bach, einen Spielplatz, eine Eisdiele oder eine gruselige Höhle. Baut Etappen ein, in denen ihr mit dem Zug oder der Straßenbahn fahrt; spannend sind auch Flussüberfahrten mit Fähren. Auch ungewöhnliche Ausflugsziele sind erlaubt: Folgt dem Lauf des Flusses, der durch eure Stadt fließt, macht ein Picknick am Flughafen und beobachtet die Starts und Landungen über euren Köpfen oder geht unter die Erde und erkundet die Kanalisation (in vielen Städten kann man hier Führungen buchen).
  • Nehmt Entdeckerausrüstung mit und stellt den kleinen Forschern vor dem Start der Unternehmung Aufgaben (bei mehreren Kindern können es verschiedene, altersgerechte Aufgaben sein oder ihr lasst sie als Team arbeiten): möglichst viele verschiedene Pflanzen oder Käfer finden, sammeln und katalogisieren, eine Liste von zu suchenden Wegpunkten finden, ein Rätsel lösen oder – die Krönung – einen vorher versteckten Schatz mit einer Reihe von Hinweisen finden.

 

Geocaching – moderne Schatzsuche

Schätze suchen - eine tolle Ferienidee! © Alex White - Fotolia.com

Schätze suchen - eine tolle Ferienidee!

© Alex White - Fotolia.com

Hinter diesem englischen Begriff (gesprochen: Geokäsching) verbirgt sich quasi eine Schatzsuche für Erwachsene. Man geht tatsächlich aufs Geradewohl los und sucht einen Schatz, den andere Geocacher vorher versteckt haben – manchmal findet man eine Dose mit einem Logbuch, manchmal ist tatsächlich ein kleiner Schatz (eine CD oder ein kleines Spielzeug) hinterlegt. Oft liegt auch eine Einwegkamera in der Box, mit der sich die Schatzjäger fotografieren, bevor sie den Cache für den nächsten Geocacher zurücklegen.

Als Anhaltspunkt für die Suche dienen die GPS-Daten des Caches, meist zusammen mit einigen Tipps zum Versteck, die man auf Internetseiten wie www.geocaching.de oder www.opencaching.de heraussuchen kann.

Das Geocaching hat sich seit Freigabe des GPS-Ortungssystems im Jahr 2000 über die ganze Welt verbreitet und hat Tausende von Anhängern. In Deutschland warten über 40.000 Schätze auf ihre Entdeckung; einige leicht zu finden unter Baumwurzeln, andere in fünf Metern Tiefe in der Ostsee. Nur vergraben dürfen sie nicht sein. Das erste in Deutschland versteckte Cache ist übrigens immer noch „aktiv“ und kann bei N 52° 13.533 E 013° 40.683 nahe Königs-Wusterhausen gesucht werden.

Ohne GPS-Gerät geht es natürlich nicht; moderne Smartphones haben GPS aber in aller Regel integriert. iPhone-Apps fürs Geocaching gibt es sogar kostenlos, zum Beispiel Garmin OpenCaching! Um Caches zu suchen, müsst ihr euch auf den Websites nicht registrieren; die Eingabe einer E-Mail-Adresse genügt, um Zugriff auf die Liste der Verstecke zu bekommen.

Das Tolle: Mit einer Geocaching-App könnt ihr ganz spontan auf Schatzsuche gehen; einfach bei Lust und Laune nachschauen, ob sich gerade Caches in eurer Nähe befinden, und ausschwärmen! Bei Opencaching sind besonders kindergeeignete Caches extra gekennzeichnet; hier könnt ihr sicher sein, dass das Gelände nicht allzu schwierig und die Streckenlänge überschaubar ist.

 

TippBuchtipp:

Für eine ausführliche Einführung in das Thema könnt ihr das handliche Sachbuch Geocaching von Markus Gründel lesen (erschienen im Conrad Stein Verlag, 12,90 Euro).


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