Skibörsen, Skibasar, WintersportSkischule für KinderSkischul-Check: Ab wann können Kinder Skifahren lernen?

Skiurlaub macht erst dann richtig Spaß, wenn die ganze Familie zusammen die Pisten hinuntersausen kann. Damit die Kids das richtig lernen, bieten viele Skigebiete Kurse an – auch schon für die Kleinsten. Macht das Sinn? Wir sagen euch, worauf ihr achten müsst.

Teil 2 von 21 der Serie Skibörsen, Skibasar, Wintersport

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/3 Ab wann ist ein Skikurs sinnvoll?
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Skikurs: ab welchem Alter?

Skikurse werden bereits für Dreijährige angeboten, die Mehrheit der Anbieter setzt jedoch eine Mindestaltersgrenze von vier Jahren. Vorher sprechen mehrere Gründe gegen einen Skikurs:

  • Kleinere Kinder verlieren schnell die Lust und können sich noch nicht über mehrere Stunden konzentrieren.
  • Die lange Trennung von den Eltern in einer fremden Umgebung kann Kleinere überfordern.
  • Kleinere Kinder haben schlicht nicht genug Kraft und Kondition, um mehrere Stunden Leistung zu bringen.

Eine auf Kleinkinder ausgerichtete Betreuung ist wichtig © FlickR/Skiregion Dachstein West Russbach-Annaberg

Eine auf Kleinkinder ausgerichtete Betreuung ist wichtig

© FlickR/Skiregion Dachstein West Russbach-Annaberg

Für die Jüngsten bieten Skigebiete aber häufig einen Skikindergarten an – hier wird dann nicht Skifahren gelernt, sondern vorrangig gespielt.

Um die Kinder nicht zu überlasten, dauern Skikurse meist nur zwei bis drei Stunden. Danach könnt ihr die Kleineren abholen; für ältere Kinder wird oft eine Mittagsbetreuung angeboten, bei der die Kinder gemeinsam mit den Skilehrern Mittag essen.

Die meisten Skikurse dauern vier bis fünf Tage, damit Kinder die Technik erlernen und Spaß am Fahren in der Gruppe entwickeln können. Hat euer Kind noch nie einen Skikurs besucht, gibt es aber auch Schnupperkurse, die nur einen Vormittag dauern.

 

Was lernt man im Skikurs?

Kinderskikurse werden nach dem Alter und dem Können der Kinder eingeteilt, meist sind das die Skizwerge (Anfänger bis sechs Jahre), Kinderkurse (Anfänger und Fortgeschrittene von sechs bis 15 Jahren) und Jugendkurse (Anfänger und Fortgeschrittene von elf bis etwa 16 Jahren). Ältere Jugendliche lernen meist gemeinsam mit den erwachsenen Skischülern.

Die kleinen Anfänger probieren zunächst, mit ihren Skiern zu laufen, aufzustehen und zu bremsen. Rutschen, Schieben und Gleiten wird zuerst auf ebenem oder sehr leicht abfallendem Gelände geübt. Wenn Schuss fahren („Gleiten in der Falllinie“), Bremsen und Anhalten sitzen, kommen Skitechniken wie Schräg fahren, Kurven fahren und auch Lift fahren dazu. Am Ende des Kurses fahren die meisten schon eine blaue Piste hinunter; auch Fünfjährige können dann schon überraschend schnell und sicher carven.

Siegerehrung - krönender Abschluss des Skikurses © FlickR/Skiregion Dachstein West Russbach-Annaberg

Siegerehrung - krönender Abschluss des Skikurses

© FlickR/Skiregion Dachstein West Russbach-Annaberg

Wundert euch nicht: Die Vermittlung von Fahrtechniken geschieht in den Anfängerkursen eher nebenbei, vor allem wird mit den Kindern viel getanzt, vorgelesen und gespielt. Das Wichtigste ist nämlich der Spaß, denn die Kinder sollen ja auch im nächsten Jahr wieder Skifahren wollen. Fast jeder Skikurs endet daher auch mit einem großen Showlauf oder einem Wettrennen, wo die Kinder ihren Eltern das Gelernte zeigen, von ihnen bewundert werden und eine Ehrenurkunde mit nach Hause nehmen können.

Die Kurse für Fortgeschrittene festigen erlernte Techniken und helfen den älteren Kindern dabei, ihren Fahrstil zu verfeinern. Das nach hinten gelehnte Fahren im Schneepflug wird bei Schulkindern durch spezielle Lehrmethoden und schnelleres Fahren allmählich ersetzt durch die „korrekte“ Haltung. Das spielerische Lernen mit Tänzen, Kreisspielen und Wettfahrten steht aber auch hier immer im Zentrum.

 

Wie können wir unser Kind vorbereiten?

Die Großen machen den Skikurs auf der Piste © FlickR/Nassfeld

Die Großen machen den Skikurs auf der Piste

© FlickR/Nassfeld

Das A und O für Freude am Skifahren ist eine gute Ausrüstung. Achtet also darauf, dass die Skikleidung eures Kindes passt, warm und wasserdicht ist und ihm genügend Bewegung erlaubt. Ein Helm ist zwar noch nicht in allen Skigebieten Pflicht, aber die meisten Skischulen bitten ihre Schüler darum. Eine unter den Helm passende Mütze, Handschuhe und Sonnenbrille sollte euer Kind ebenfalls dabei haben.

Die Skibindungen müssen von einem Fachmann eingestellt und nachkontrolliert werden, und zwar jedes Jahr. Je nach Schneelage kann es sich auch lohnen, die Sohlen der Ski zu wachsen, damit sie besser gleiten. Und natürlich muss die Länge des Skis zur Größe und zum Können eures Kindes passen: Anfänger brauchen maximal brusthohe Skier, Fortgeschrittenen sollten die Ski höchstens bis zu den Schultern reichen.

Nicht nur die Skiausrüstung, auch die Kleidung, den Helm und die Sonnenbrille solltet ihr beschriften, damit es nicht zu Verwechslungen kommt. Eure Handynummer braucht der Skilehrer hoffentlich nicht, für den Notfall sollte er sie aber haben (und ihr müsst natürlich erreichbar sein). Ein Paar trockene Handschuhe und Ersatzsocken solltet ihr beim Abholen von der Skischule parat haben.

 

TippKann mein Kind auch Snowboard fahren lernen?

Na klar! Weil inzwischen immer mehr Eltern Snowboard fahren, ist das Brett auch für Kinder weithin akzeptiert. Generell wird davon ausgegangen, dass fitte Kinder ab der dritten oder vierten Klasse Snowboard fahren lernen können, sie brauchen dafür mehr Gleichgewichtssinn und Balance als zum Skifahren. Jüngere Kinder mit sehr gutem Körpergefühl, die vielleicht bereits Skateboard fahren, können es auch früher probieren. Kinder im Vorschulalter haben noch einen zu großen und schweren Kopf im Vergleich zum restlichen Körper und fallen zu schnell nach vorn.

Wenn euer Kind noch nicht Ski fahren kann, aber darauf beharrt, Snowboard zu fahren, dann sollte es das wenigstens probieren dürfen. Viele Skischulen bieten genau dafür geteilte Kurse an, in denen nach zwei Tagen das Sportgerät gewechselt wird. Achtet darauf, dass der Skilehrer dann auch ein guter Snowboarder ist!


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Kommentar als Gast schreibenKommentare (3)

  • Jetzt ist es bald soweit – dank Kidsaway.de-Gewinnspiel dürfen wir ins renommierte Kinderhotel bei Oberjoch – unser Sohn ist dann zwar noch drei, fast vier Jahre alt, jedoch hatte er beim Schlittschuhlaufen bei uns im Ort (Ice4Moor.de) sich schon ein wenig mit der Kälte und der Winterkleidung anfreunden können (finden wir wichtig!).
    Letztes Jahr mit 2,5 Jahren ging das noch widerwilliger… Die Nähe zu den Eltern, wie auch hier im Artikel beschrieben, war ihm damals wichtiger als jede neue Erfahrung.
    Dieses Jahr hatte er schon viel mehr Motivation und Freude auf die Herausforderung, auch wenn es noch nicht perfekt und ausdauernd war.

    Insofern sind wir hoffnungsvoll, dass es bald an der Seite von guten und lustigen Skilehrern ein wunderbarer Skiurlaub wird 🙂

    Antworten | 12. Dezember 2013
  • Eine Alternative zum Skikurs ist das Skifahren der Eltern mit den Kindern. Das funktioniert erstaunlich gut und man kann schon ab etwa zwei Jahren loslegen. Eine gute Hilfestellung ist dabei das folgende Buch Die Freude am Gleiten: Kinderleichtes Skifahren Eltern – Kind – Skifahren

    Da nennt sich das ganze dann Eltern-Kind Skifahren.

    Antworten | 5. November 2013
  • Danke für den interessanten Eintrag. Wichtig für die Kinder auf Skiurlaub unserer Meinung nach sind geeignete (lustige) Skikurse mit gut erfahrene Skilehrer.

    Liebe Grüße aus Lech am Arlberg

    Antworten | 27. Februar 2013

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