Mit Baby auf ReisenDie Wickeltasche für den Urlaub

Die Wickeltasche wird auf der Reise zum Handgepäck für euer Baby – und kann einen ordentlichen Umfang entwickeln. Wir erklären, ob eine Wickeltasche überhaupt nötig ist, welche Modelle sich am besten zum Reisen eignen und was alles drin sein muss, damit euer Baby im Urlaub optimal versorgt ist.

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/2 Checkliste für die Reise-Wickeltasche

Wickelräume sind international ausgeschildert © checkthemo1987 - Fotolia.com

Wickelräume sind international ausgeschildert

© checkthemo1987 - Fotolia.com

Packliste: Was gehört in die Reise-Wickeltasche?

Der Inhalt einer Wickeltasche ist natürlich abhängig davon, wie alt euer Baby ist, wo und wie ihr euren Urlaub verbringt und wie lange ihr unterwegs seid. Wir listen daher hier eine Standardausstattung auf, die ihr individuell ergänzen müsst.

Saubere Windeln: Die „Normalration“ von einer bis zwei Windeln muss bei längeren Ausflügen jeweils aufgestockt werden.

Wickelunterlage: Damit euer Baby beim Wickeln nicht auf dem schmutzigen Boden liegen muss oder ihr versehentlich den Wickeltisch im Restaurant verschmutzt, wenn etwas daneben geht, ist eine Wickelunterlage unabdingbar. Es gibt leichte, vorgefaltete Wegwerf-Unterlagen, von denen aber nicht mehr als zwei in eine gängige Wickeltasche passen. Auf längeren Ausflügen ist eine mehrfach verwendbare Unterlage, die abwaschbar und leicht gepolstert sein sollte, eher zu empfehlen.

 

TippViele Wickeltaschen haben eine mehrfach verwendbare Wickelunterlage bereits integriert; prüft vorher mit einem „Probeliegen“, ob deren Abmessungen für euer Baby genügen!

 

Plastiktüten: Wenn eine volle Windel nicht sofort entsorgt werden kann, sollte sie möglichst luftdicht verpackt werden. Das gilt auch für Stoffwindeln und Kleidung, die „etwas abbekommen“ hat. Statt teuren Ziplock-Beuteln genügen die kleinen Tüten, die man im Supermarkt am Obststand mitnehmen kann.

Reinigungstücher: Mit speziellen Baby-Feuchttüchern ist das Reinigen eines Babypos, aber auch von schmutzigen Händen nach dem Spielen oder von breiverschmierten Schnuten nach dem Essen, ein Kinderspiel. Nach dem Wickeln könnt ihr auch eure Hände gleich damit abwischen. Alternativ könnt ihr natürlich auch einen feuchten Waschlappen in einer weiteren Plastiktüte aufbewahren; dieser muss allerdings regelmäßig gewechselt werden, weil er sehr schnell unangenehme Gerüche entwickelt.

Mullwindel: Beim Bäuerchen nach dem Trinken geht oft etwas daneben, und auch für viele andere Gelegenheiten ist eine weiche Mullwindel äußerst praktisch: Ihr könnt sie als Lätzchen, als Sonnenschutz, als Stillcover oder als Notfall-Kopfbedeckung benutzen, euer Baby beim Wickeln darauf legen oder beim Schlafen damit zudecken.

 

Pflege für Mama: Leidet ihr unter wunden Brustwarzen, habt ihr Lanolinsalbe und/oder MultiMam-Kompressen wahrscheinlich sowieso dabei. Da der Stillrhythmus im Urlaub gern mal durcheinander gerät, kommt es auf Reisen auch bei erfahrenen Stillmüttern hin und wieder zu Problemchen, bei denen diese Hilfsmittel wertvoll sind. Lasst also eine kleine Reserve davon immer in der Wickeltasche! Stilleinlagen sind in den ersten Monaten generell sehr praktisch für stillende Mamis; so manches Shirt wird dadurch vor dem Untergang in Milchseen gerettet.

Wechselkleidung: Reisen mit Baby laufen immer etwas anders als geplant. Ein kompletter Satz an Kleidung ist daher wichtiger Bestandteil der Wickeltasche. Standard ist ein Body (auf längeren Reisen ein kurz- und ein langärmeliger), die Kür sind ein sauberes Oberteil und eine Hose (Sparvariante: ein Strampler). Eine Extra-Mütze kommt als Notausstattung im Sommerurlaub dazu, wenn das Original verloren gehen sollte. Für Tragebabys machen sich ein Paar Reservesocken und/oder Babylegs bezahlt, denn diese gehen schnell verloren und schützen die Beinchen im dünnen Hochsommer-Outfit vor Sonne und abendlicher Kühle.

Cremes und anderes: Wundschutzcreme ist nur nötig, wenn sie euch vom Kinderarzt verschrieben wurde und vor allem erst, wenn der Po bereits wund ist. Gegen einen wunden Po hilft am besten frische Luft, Heilwolle oder ein Spritzer Muttermilch. Auch mit weiteren Pflegeprodukten solltet ihr sparsam sein; gesunde Babyhaut braucht weder Pflegecremes noch Puder oder Öle.

 

TippEine kleine Flasche Kindersonnencreme mit LSF 50 sollte im Sommerurlaub immer dabei sein – für Babys wird das Eincremen zwar nicht empfohlen, aber besser als ein Sonnenbrand ist es allemal.

 

Medikamente, die euer Baby regelmäßig braucht, können auch in die Wickeltasche gepackt werden; dann denkt ihr an die rechtzeitige Einnahme und müsst nicht erst in der Reiseapotheke kramen. Ein kleiner Satz Kinderpflaster ist besonders für Laufanfänger auf Reisen zu empfehlen und in der Wickeltasche immer schnell zur Hand.

Desinfektionsspray: Damit reinigt ihr Oberflächen und Geräte, mit denen euer Baby in Berührung kommt – besonders bei neugierigen Krabbelkindern im Tropenurlaub ist so eine Vorsichtsmaßnahme durchaus sinnvoll, im Alltag zu Hause benötigt ihr es nicht. Im Zweifel ist es immer besser, eine Oberfläche zu desinfizieren als die Hände – empfindlicher Kinderhaut kann zu viel oder zu scharfe Desinfektion mehr schaden als nützen.

 

Fläschchen: Stillkinder brauchen ein Saugerfläschchen mit abgekochtem Wasser nur bei sehr großer Hitze; Flaschenkinder und ältere Babys brauchen jedoch regelmäßig ihre Milch aus der Flasche. Seid ihr voraussichtlich während der Essenszeit unterwegs, könnt ihr die Flasche bereits mit heißem Wasser füllen und eine Dose mit dem vordosierten Milchpulver mitnehmen; alternativ tut ihr das Pulver in die Flasche und packt eine kleine Thermoskanne mit heißem Wasser ein.

Milchpumpe: In den ersten Monaten fließt die Milch bei vielen Stillenden im Übermaß; verpasst euer Baby auf der Reise eine Mahlzeit oder trinkt einen Tag lang weniger als sonst, kann euch eine kleine Handpumpe Erleichterung bringen, wenn ihr die Milch nicht gut mit der Hand ausstreichen könnt.

Getränk: Ist die Stillzeit vorbei, braucht euer Baby ausreichend Flüssigkeitszufuhr, besonders im Sommer und in warmen Ländern. Die Wickeltasche sollte genug Platz für einen großzügigen Trinkvorrat bieten.

Brei, Löffel und Lätzchen: Fläschen und Breigläser für ältere Babys solltet ihr separat von den Hygieneprodukten verpacken; neben dem Brei braucht ihr auch einen Löffel und sicherlich ein Lätzchen. Für Zwischenmahlzeiten könnt ihr eine Snackdose mit ein paar Crackern, Gemüse- oder Obststückchen einpacken.

Babykostwärmer: Der passt tatsächlich in die Wickeltasche, wenn ihr ein Modell wie den Hauck Feed Me verwendet, der aus nicht viel mehr als einer Manschette und einem Kabel mit  Adapter für den Zigarettenanzünder des Autos besteht – Gewicht: 59 Gramm!

 

TippWeniger ist mehr

Wenn ihr nur einen kurzen Ausflug unternehmt, müsst ihr nicht die gesamte Reise-Wickeltasche mitschleppen. In eine kleinere, wasserfeste Tasche (sucht nach einer „Wetbag“ für Stoffwindeln) passen zwei Windeln, eine Wickelunterlage, eine kleine Packung Feuchttücher und ein Wechselbody. Geht es wieder mit der Komplettpackung raus, dient die kleine Tasche als Wetbag in der großen.

 

Schnuller: Schnullerkinder hängen in der Regel sehr an ihrem „Nucki“. Sollte der Worst Case eintreten und der Schnuller verloren werden (oder in den Schmutz fallen), muss immer ein Ersatzschnuller dabei sein.

Portemonnaie, Handy & Co.: Je größer die Wickeltasche, desto umständlicher wird es, noch eine zusätzliche Handtasche mitzunehmen. Gut, wenn ihr dann euren eigenen Kleinkram in einem abgetrennten, gut erreichbaren Einsteckfach lagern könnt. Genauso praktisch ist eine Einschubtasche für Reisedokumente wie den Kinderreisepass, das U-Heft und den Impfausweis.

Wechselshirt für Mama: Ein Satz Wechselsachen gehört auf Reisen immer ins Handgepäck; Babys spucken nach dem Trinken gern einen Teil ihrer Mahlzeit wieder aus, kleckern beim Brei-Essen den Fütternden voll oder schaffen es, beim Wickeln ihre nähere Umgebung mit zu beglücken. Auf Stadtbummeln und kürzeren Touren mit kleinem Gepäck könnt ihr ein dünnes T-Shirt gleich mit in die Wickeltasche stecken.

Spielzeug: Eine kleine Rassel oder Ähnliches beschäftigt zappelige Wickelkinder und erleichter die „Wickelarbeit“ enorm, besonders in unbekannten Umgebungen.

 

Mit ziemlicher Sicherheit wird euch noch mehr einfallen, was ihr auf Reisen mit eurem Baby unbedingt einpacken müsst. Denkt beim Beladen der Wickeltasche jedoch an das Packmotto: Weniger ist mehr. Unnötiger Ballast ist schwer und macht eure Reise mit Baby anstrengender, als sie sein muss.


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