Elternzeit ist ReisezeitLangzeitreisen leichtgemacht: Wie ihr von der neuen Elternzeit-Regelung profitieren könnt

Die Bestimmungen zu Elternzeit und Elterngeld in Deutschland werden immer flexibler. Zum 1. Juli 2015 treten Regelungen in Kraft, die für reisefreudige Eltern hochinteressant sind. Wir haben euch die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/2 Was ihr über das Elterngeld wissen müsst

Wie viel Elterngeld steht mir zu?

In der Elternzeit die Welt entdecken © Susanne Frank

In der Elternzeit die Welt entdecken

© Susanne Frank

Das Elterngeld ist einkommensabhängig und steht sowohl Angestellten als auch Selbständigen zu. Wer vor der Geburt nicht erwerbstätig war, erhält den Grundbetrag von 300 Euro.  Das maximale Elterngeld beträgt 1.800 Euro pro Monat. Wie das Elterngeld genau berechnet wird, könnt ihr hier nachlesen.

Neu im Jahr 2015 eingeführt wurden eine Obergrenze für Spitzenverdiener (zusammen über 500.000 Euro im Jahr) und eine leichte Verbesserung für Geringverdiener. Am Rand sei noch das neue „Elterngeld plus“ erwähnt, das es ebenfalls ab dem  1. Juli 2015 geben wird. Da es vor allem Teilzeitarbeit in der Elternzeit erleichtern soll, ist es für eure Reiseplanung nicht direkt von Bedeutung.

Wer schon vor der Berechnung durch die Elterngeldstelle wissen will, wie viel Elterngeld ihm zusteht, der füllt den Elterngeldrechner im Internet aus.

 

Wie lange wird Elterngeld gezahlt?

Ein Elternteil kann maximal zwölf Monate lang Elterngeld beziehen. Wenn der Partner auch mindestens zwei Monate in Elternzeit geht, werden daraus 14 Monate. Entscheidend für eure Reiseplanung ist vor allem folgende Regel, die vielen Eltern erstaunlichweise immer noch nicht bekannt ist:

 

ErfahrungsberichtVater und Mutter dürfen ihr Elterngeld gleichzeitig beziehen, entweder maximal sieben Monate lang oder flexibel aufgeteilt. Entscheidend ist nur, dass am Ende zusammen nicht mehr als 14 Monate herauskommen.

 

Das bedeutet konkret: Reist ihr in einer Zeit, in der ihr beide Elterngeld bezieht, könnt ihr davon in den meisten Fällen eine Reise finanzieren. Erhaltet ihr gar beide den Höchstsatz von 1.800 Euro, dann lässt sich davon in den meisten Ländern der Welt wunderbar leben.

Eine populäre Variante (die auch KidsAway-Autorin Susanne Frank in ihren Elternzeiten praktiziert hat) besteht darin, dass erst ein Partner acht bis zehn Monate lang Elterngeld bezieht und anschließend beide gleichzeitig für zwei bis drei Monate, in denen dann gereist wird.

Dafür spricht – neben den finanziellen Vorteilen – auch, dass ein acht bis zwölf Monate altes Baby ein relativ unkomplizierter Reisebegleiter ist. Es kostet nichts, kann sowohl getragen werden als auch im Buggy sitzen, macht Mittagsschlaf, rennt noch nicht weg und sichert euch allerorten die Sympathie der Einheimischen.

Vor eurer Planung solltet ihr stets die Website des Bundesfamilienministeriums konsultieren, wo ihr immer die aktuellsten Regelungen zum Thema Elternzeit und Elterngeld in Deutschland findet. Alle anderen Infos im Netz könnten veraltet sein.

Und dann auf ins Abenteuer Elternzeit! Wer weiß, wann sich eine solche Gelegenheit wieder bietet?

 

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Reisen in der Elternzeit gemacht? Werdet ihr euch die neuen Regelungen zunutze machen?

 


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