Die 7 nervigsten Krisen auf Reisen mit Kindern – und wie ihr sie meistert

Nicht nur zu Hause treten Situationen auf, die euch und eure Kinder einige Nerven kosten – auch im Urlaub bleibt ihr als Familie mit Sicherheit nicht davon verschont. Wir zeigen euch, wie ihr dann die Nerven bewahrt und die Urlaubsstimmung rettet.

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/3 Schlafprobleme, Flugverzögerungen und verlorene Lieblingsstofftiere
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Bei Schlafproblemen im Urlaub hilft eine Nacht im Elternbett © drubig-photo - Fotolia.com

Bei Schlafproblemen im Urlaub hilft eine Nacht im Elternbett

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Schlafprobleme im fremden Bett

Egal wohin euch eure Reise führt – das Bett eures Kindes muss zu Hause bleiben. Die Nächte im Hotelzimmer,  in der Ferienwohnung oder im Zelt sind für euer Kind ein Abenteuer, das vielleicht so aufregend ist, dass es nicht zur Ruhe kommt und seine gewohnte Umgebung vermisst. Ein Kind, das schlecht geschlafen hat, hat meist morgens und tagsüber keine gute Laune und der nächste Wutanfall lässt bestimmt nicht lange auf sich warten.

Diese Tipps helfen euch dabei, euch und eurem Kleinkind auf Reisen erholsame Nächte im ungewohnten Bett zu bescheren:

  • Habt ihr eure Unterkunft schon vor der Abreise gebucht, könnt ihr eurem Kind bereits daheim im Internet Fotos von den Zimmern zeigen und ihm erklären, dass ihr dort übernachten werdet. Das hilft vor allem Kindern, die auf Ungewohntes sehr ängstlich reagieren.
  • Kommt ihr in der Unterkunft an, zeigt eurem Kind alle Räume und erklärt ihm, wo es schlafen wird.
  • Zieht euer Abendritual auch auf Reisen – vor allem in den ersten Tagen – soweit wie möglich durch. Auch im Hotel kann nach dem Essen eine gemeinsame Spielzeit auf dem Programm stehen, dann Waschen und Zähneputzen und die übliche Gutenachtgeschichte. Vergesst nicht, gewohnte Gegenstände wie das Nachtlicht, die Kuscheldecke oder den Lieblingspyjama mitzunehmen.
  • Nützt alles nichts, kann euer Kind auch bei euch im Bett schlafen – falls ihr nicht ohnehin gemeinsam im Familienbett schlaft. Das ist gerade auf Reisen sehr praktisch und vermittelt eurem Kleinkind ein Gefühl der Geborgenheit.

 

Verliert nicht die Geduld, wenn das Einschlafen oder Durchschlafen im Urlaub nicht sofort funktioniert. Euer Kind muss viele neue Eindrücke verarbeiten. Macht euch nicht zu viele Gedanken über sein Schlafverhalten – dann bleibt es eben mal länger auf, oder ihr legt euch am späteren Abend gemeinsam hin.

 

Flugverspätung nach dem Boarding

Viele Eltern sind vor einem Flug mit ihrem Kind und währenddessen ohnehin angespannt und hoffen, dass die Zeit im Flugzeug so schnell wie möglich vergeht. Eine Flugverzögerung, die erst nach dem Boarding bekanntgegeben wird, strapaziert die Nerven zusätzlich. Wir haben einige Ideen, wie ihr mit dieser Situation umgehen könnt:

  • Sind die Türen noch nicht geschlossen, fragt, ob euer Kleinkind auf der Fluggastbrücke spielen darf. Das Flugpersonal ist meistens sehr kooperativ – auch sie mögen keine nörgeligen Kinder. Alternativ könnt ihr mit eurem kleinen Reisebegleiter den Gang im Flugzeug auf und ab gehen.
  • Wirken eure Mitreisenden in der Reihe vor und hinter euch offen oder kinderfreundlich? Dann ist es einen Versuch wert, sie zu kleinen Spielen zu animieren – etwa „Guck-guck-Spielen“ mit jüngeren Kindern. Positiver Nebeneffekt: Sollte euer Nachwuchs später doch unruhig werden, trefft ihr auf mehr Verständnis, wenn eure Kinder zunächst süß und lustig waren.
  • Auch wenn ihr frustriert und angespannt seid, lasst es euch nicht anmerken und versucht, ruhig zu bleiben. Kinder spiegeln bekanntermaßen die Stimmung von Mama und Papa.
  • Lasst euer Kind mit einem Smartphone oder Tablet spielen: Apps oder altersgerechte Filme stellen jedes Kind zuverlässig ruhig.
  • Hilfreich für den Zeitvertreib an Bord sind generell preiswerte Spielsachen zum Wegwerfen nach dem Flug.

 

Fliegen mit Kindern ist anstrengend, daran lässt sich nichts ändern. Geht dann noch zusätzlich etwas schief, woran ihr nichts ändern könnt, dann übt euch in Gelassenheit und ärgert euch nicht – so spürt euer Kind, dass alles in Ordnung ist, und bleibt entspannt.

 

Lieblingskuscheltier verloren

Gehört euer Kleinkind auch zu denen, die dermaßen auf ein Stofftier fixiert sind, dass ohne fast gar nichts geht? Leider passiert es auf Reisen oft, dass der Plüschkamerad irgendwo liegen bleibt oder ohne euch weiterreist. Vor allem unterwegs geht schnell etwas verloren.

Was tun, wenn der vertraute Begleiter im Urlaub abhandenkommt und so ein wichtiges Stück Alltag in der fremden Umgebung fehlt?

  • Wichtig ist zunächst, dass ihr Verständnis zeigt – Aussagen wie „So schlimm ist das jetzt auch nicht“ verletzen euer Kind zusätzlich. Der Verlust fühlt sich für euer Kind nämlich so an, als hätte es ein Freund verlassen; vielleicht ist es sogar das erste Mal, dass es etwas wirklich betrauert.
  • Nehmt euch für das Abendritual besonders viel Zeit und bereitet euch auf Tränen vor – gerade beim Einschlafen wird das Lieblingskuscheltier sicher schmerzlich vermisst
  • Sprecht über den Verlust des Schmusetiers. Es kann helfen, sich vorzustellen, dass es nun bei einem anderen Kind wohnt, das überhaupt keine Spielsachen hatte. „Du hast das Kuscheltier verloren“, darunter kann sich ein Kleinkind nicht viel vorstellen, „einfach weg“  ist für sie zu abstrakt, nicht greifbar.
  • Lenkt euer Kind ab – gerade auf Reisen dürfte das nicht schwerfallen, wenn an jeder Ecke viele neue Eindrücke warten.
  • Habt ihr eine Idee, wo das Kuscheltier liegen geblieben ist? Dann sucht den entsprechenden Ort, falls möglich, umgehend auf oder kontaktiert etwa den Flughafen oder die Bahn etc.
  • Sorgt für Ersatz: Geht gemeinsam in das nächste Spielzeug- oder auch Souvenirgeschäft und lasst euer Kind ein anderes Stofftier aussuchen.
  • Habt ihr bereits einen Ersatz daheim, dann könnt ihr eurem Kleinkind auch sagen, dass das Stofftier zu Hause wartet, weil es schon wieder zurückfahren wollte.

 

Viele Kleinkinder brauchen ihren Teddy nicht nur zum Einschlafen, sondern betrachten ihn als Teil der Familie – entsprechend groß das Drama, wenn er plötzlich weg ist. Für das Kind ist das wirklich sehr schlimm, macht ihm also keine Vorwürfe, weil es nicht aufgepasst hat, sondern versucht alles, um ihm zu helfen.

 

Welche Kinder-Krisen fürchtet ihr auf Reisen am meisten? Oder sind eure Kleinen im Urlaub tiefenentspannt?
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