Babys tragenSERIE Babys tragen - Teil 4Tipps zum Umgang unterwegs

Worauf müssen Eltern, die ihre Babys und kleinen Kinder auf Reisen und im Urlaub tragen, achten? Trageberaterin Dorothea Burkhard gibt wertvolle Tipps zum Tragen von Baby und Kleinkind unterwegs.

Teil 4 von 6 der Serie Babys tragen

von KidsAway-Redaktion

In den weiteren Teilen der sechsteiligen Serie werden folgende Themen behandelt:

Teil 1Teil 2Teil 3Teil 4Teil 5Teil 6
Ohne Kinder- wagenTrage-BeratungMarkt-übersichtUnterwegsTrage- kleidungGepäck
Warum tragen?Kriterien beim TragekaufTragehilfen im VergleichPraxistipps auf ReisenWie
anziehen?
Wohin mit dem Gepäck?

von Dorothea Burkhard

Wie reisen Eltern mit einer Tragehilfe fürs Baby?

Baby beim Mittagsschlaf auf Reisen

Baby beim Mittagsschlaf auf Reisen

© Dorothea Burkhard

Mit etwas Übung ist es selbst in einem vollbesetzten Zug kein Problem, ein Tragetuch oder einen Mei Tai zu binden. Tuch-Enden und -Bänder können auf dem Sitz „zwischengelagert“ werden, damit sie nicht auf den Fußboden hängen. Die Enden von Tüchern und Bändern kommen übrigens mit dem Mund des Kindes nicht in Kontakt.

Sehr wichtig ist generell, dass tragende Eltern selbst unbeirrbar bleiben. Es gibt manche Zeitgenossinnen, die mit unkundigen Bemerkungen meinen, die Sache richtigzustellen, oder solche, die helfen wollen. Höflich und freundlich ablehnen und ignorieren ist die Devise! Binden Eltern selber, haben sie die Kontrolle.

Tragende Eltern wissen, was für ihr Kind das Beste ist. Die eigene Ruhe ist wichtig für das Kind, es fühlt, ob die tragende Person angespannt oder entspannt ist, und wird sich entsprechend verhalten. Bleiben wir als Tragende selber ruhig, ist es das Kind mit Sicherheit auch.

Wenn das Kind wach ist, kommt es auf Mamas oder Papas Schoß, von wo aus es sehr viel mitbekommt – und gegebenenfalls ein Schläfchen machen kann.

Ein unschätzbarer Vorteil auf Reisen – das Kind betrachtet Mama oder Papa samt Trage als Schlafzimmer!

Auf dem Rücken getragene Kinder schlafen meist weniger als wenn sie im Kinderwagen liegen. Dies ist aber kein Grund zur Beunruhigung. Die Kleinen möchten schließlich möglichst wenig verpassen. Zwar schlafen sie weniger, sie sind aber in der Trage sehr entspannt. Es macht also nichts, wenn sie nicht so viel schlafen wie sonst.

Der Schnuller wird mit einer Schnullerkette an der Tragehilfe befestigt

Der Schnuller wird mit einer Schnullerkette an der Tragehilfe befestigt

© Dorothea Burkhard

Kinder, die viel getragen werden, sind es gewöhnt, an einem Rücken zu schlafen, egal wo die Eltern gerade sind. Ein unschätzbarer Vorteil auf Reisen – das Kind betrachtet Mama oder Papa samt Trage als Schlafzimmer. Die Eltern brauchen nicht auf die Mittagsschlafzeiten des Kindes Rücksicht zu nehmen – das Baby oder Kleinkind schläft einfach am Rücken oder vor dem Bauch.

Manche Eltern tun sich schwer, das Kind am Rücken zu tragen, weil sie es nicht sehen. Kleine Spiegel verschaffen Abhilfe. Und: man kann das Kind zwar nicht mehr sehen, dafür fühlt man es umso intensiver. Es ist wunderschön, wie auf diese Weise ohne Augenkontakt kommuniziert werden kann, und es ist ein schönes Gefühl, wenn das Kind am Rücken hinten immer lockerer und schwerer wird, der Kopf an die Schultern sinkt und man es einschlafen fühlt.

Schnuller oder Spielzeug wird an einer Schnullerkette am Kragen der tragenden Person befestigt – so geht nichts verloren, und ein Schnuller ist schnell greifbar, wenn er benötigt wird.

Tipp Vorsicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

Wenn Eltern in einem Bus, Tram oder Zug mit Kind am Körper stehen müssen: Das tragende Elternteil sollte sich so hinstellen oder setzen, dass das Kind im Fall einer Vollbremsung an seinen Körper angepresst wird – nicht dass man samt Kind in einer Stange landet! In Bussen empfiehlt es sich, seitlich auf dem Sitz zu sitzen oder aber die oft vorhandenen Klappsessel zu nutzen.

Weiter zuTeil 5 der SERIE Babys Tragen

Tragekleidung
Die richtige Tragekleidung auf Reisen

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Kommentar als Gast schreibenKommentare (3)

  • Shiri

    Zu Beginn bin ich vom Bondolino, später dann vom Manduca ganz angetan. Beide haben uns besonders auf Reisen sehr geholfen!!!
    Ankrabbeln von Fremden kann ich gar nicht leiden. Ich habe mir angewöhnt, die Leute einfach zurückzukrabbeln ;) Das hilft!!!

    Antworten | 22. September 2011
  • Miriam

    Ich liebe unsere Manducas – ja, wir haben zwei! Und ich kann mich Jenny nur anschließen: Ich war ebenfalls immer dankbar, wenn mir jemand entweder beim “Baby-auf-den-Rücken-hieven” oder beim Zurechtrücken der Mütze bzw. des Schnullers geholfen hat. Nur wenn die Leute das Kind einfach grundlos angrabbeln wollten, das mag ich auch nicht – wobei sie sich das auch nicht unbedingt trauen, wenn man es trägt. Das ist noch ein Vorteil: Kinder im Kinderwagen werden viel öfter angegrabbelt als welche, die man trägt.

    Antworten | 18. September 2011
  • Jenny

    So ganz rundweg abzulehnen ist Hilfe von Fremden aber nicht – ich war immer sehr dankbar, wenn mich Passanten darauf aufmerksam machten, wenn mein Tragling mal wieder seine Mütze verloren oder diese so tief ins Gesicht gezogen hatte, dass er nichts mehr sah. Die meisten Menschen freuen sich, wenn sie da helfen können und zum Dank vom Baby angestrahlt werden :-)

    Antworten | 30. August 2011

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