Freizeit-Tipp für NaturfreundeAngeln mit Kindern – eine Anleitung für Anfänger

Angeln, das wird von vielen als Vater-Sohn-Sache angesehen. Aber natürlich können Papas auch ihre Töchter mitnehmen. Und wer sagt denn, dass Frauen keine Fische fangen können? Kurzum: Angeln ist eine tolle Urlaubsaktivität für die ganze Familie.

von KidsAway-Redaktion

Seite 3/3 Angeln mit Kind - so geht's

 

Praktische Tipps zum Angeln mit Kind

Spezielle Ausrüstung brauchen Kinder fürs Angeln nicht © lokmotiv77 - Fotolia.com

Spezielle Ausrüstung brauchen Kinder fürs Angeln nicht

© lokmotiv77 - Fotolia.com

Die beste Zeit zum Angeln ist der frühe Morgen oder die Abenddämmerung; je nach Fischart und Gewässer könnt ihr natürlich auch zu anderen Zeiten Erfolg haben. Der Mittag ist jedenfalls kein geeigneter Zeitpunkt zum Angeln; dann beißt kein Fisch und viele Kinder sind knatschig und müde, im Sommer kommt noch die hohe UV-Belastung dazu.

Für das Angeln mit kleineren Kindern und für absolute Anfänger eignen sich die Ufer flacher Seen oder langsam fließender Kanäle am besten. Dort könnt ihr die Stippe einfach „hineinhängen“ oder mit einer Pose angeln.

In größere Flüsse oder das Meer müsst ihr eure Leine mit Schmackes auswerfen – dazu gehört ein Blei, mit dem ihr die Leine beschwert, damit sie weiter fliegt, und ein gewisses Maß an Wurftechnik und Übung.

 

TippWenn ihr die Leine auswerft, sollte euer Kind möglichst dicht bei euch stehen, damit ihr es nicht mit dem herumfliegenden Haken verletzt. Übt das Auswerfen ruhig einige Male und lasst es eure Kinder so oft probieren wie nötig, bevor ihr die Angel richtig bestückt.

 

Plant mindestens eine bis zwei Stunden für euren Ausflug ein und bereitet euch entsprechend darauf vor; nichts ist ärgerlicher, als den Ausflug abbrechen zu müssen, weil ihr etwas zu trinken vergessen habt oder euch ein Ersatzhaken fehlt.

Köder könnt ihr in Angelgeschäften kaufen (in fischreichen Gegenden sind sie oft auch im Supermarkt oder an der Tankstelle erhältlich) oder auch direkt vor Ort suchen. An Stegen oder Felsen findet ihr oft Muscheln oder Schnecken, die sich für Raubfische gut eignen. Friedfische interessieren sich auch für Brot, das ihr zu Kugeln zusammendrücken könnt.

 

Auch auf Kindersicherheit solltet ihr bei der Auswahl eurer Angelstelle achten. Ein offenes Motorboot auf einem offenen Gewässer, das ihr selbst steuert, ist kein Platz für Kinder unter zehn Jahren. Genauso kritisch solltet ihr hohe Molen, Stege oder Klippen anschauen, wo ihr auf tiefes, schnell fließendes Wasser oder starke Brandung trefft.

Grundsätzlich sollten alle Kinder beim Angeln eine Schwimmweste tragen, auch wenn sie schon schwimmen können.

Eine spezielle Kinderangel müsst ihr nicht sofort anschaffen. Probiert das gemeinsame Angeln lieber ein paar Mal mit eurem Nachwuchs aus. Erst wenn der Spross wirklich deutliches und anhaltendes Interesse zeigt, könnt ihr gemeinsam im Angelgeschäft schauen, was zu euch passt. An- bzw. ausprobieren ist auch bei einer Angel wichtig!

Für den Anfang kann jedes Kind eine Handangel verwenden oder die Erwachsenen-Rute halten. Unsere Kinder haben auch bereitwillig selbstgebastelte „Stippen“ verwendet: Mit einer kurzen Angelschnur, die an einem langen, biegsamen Stock befestigt ist, kann man durchaus einen kleinen Fang machen!

 

Checkliste: Das braucht ihr als Angel-Anfänger

  • Handangel oder Angelrute
  • Haken und Blei
  • Ersatzhaken und -schnur
  • scharfes Messer
  • Behälter für Köder
  • Behälter für den Fang

 

Extra-Ausrüstung:

  • Schwimmweste
  • warme Jacke zum Überziehen
  • kleines Handtuch
  • Matschhose und Gummistiefel
  • Proviant und Getränke
  • Mückenspray
  • Sonnenschutz (praktisch ist auch ein Schirm)
  • Erste-Hilfe-Set für kleine Verletzungen
  • Fernglas, Becherlupe und Kescher zur Beschäftigung zwischendurch
  • Fotoapparat (oder Handy) zum Dokumentieren des Fangs
  • Mülltüte

 

Ein paar Selbstverständlichkeiten wollen wir auch noch erwähnen. Dass man sich beim Angeln in der Natur umsichtig und rücksichtsvoll verhalten und weder Krach machen noch Müll hinterlassen sollte, gehört dazu.

Natürlich müsst ihr auch Bescheid wissen, welche Fische ihr fangen dürft – je nach Jahreszeit und  Gewässer gibt es hier immer wieder andere Vorgaben zu den zulässigen Fischarten und der Größe der Tiere.

Haltet ihr euch in der Uferzone von Seen auf, dann geht sorgsam mit dem Uferbewuchs um, macht kein Feuer und hinterlasst eure Angelstelle so, wie ihr sie vorgefunden habt. Tote Fische oder Reste eurer Köder gehören nicht achtlos weggeworfen, schon gar nicht ins Wasser.


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Kommentar als Gast schreibenKommentar (1)

  • Unsere Kinder (10 & 7) angeln auch sehr gerne, obwohl wir keine Angelprofis sind. Bei uns in Schweden gelten die gleichen Regeln wir z.B. in Norwegen, an der Küste und in den zwei größten Seen des Landes, dem Vättern und Vänern, darf auch ohne Angelschein geangelt werden – tolle Sache finden wir.

    Antworten | 28. August 2015

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