Mit Kindern nach AfrikaMit Kindern auf Safari gehen – die wichtigsten Tipps

Zugegeben: Safari-Urlaub in Afrika ist nicht eben die naheliegendste Idee für deutsche Familien. Aber diejenigen, die es gewagt haben, kommen aus dem Schwärmen nicht mehr heraus.

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/2 Die wichtigsten Safari-Fragen

Ist eine Safari sicher?

Auch wenn es gefährlich aussieht - Safaris sind sicher © Pixabay

Auch wenn es gefährlich aussieht - Safaris sind sicher

© Pixabay

Das ist die erste und wichtigste Frage von Eltern, wenn es um Safaris mit Kindern geht. Hier können wir euch beruhigen: Wilde afrikanische Tiere sind weit weniger gefährlich, als man oft denkt. Immerhin steht der Mensch nicht auf ihrem natürlichen Speisezettel.

Die Situationen, in denen es in Afrika am häufigsten zu Unfällen mit wilden Tieren kommt (etwa nachts beim Viehhüten oder beim Wäschewaschen am Flussufer), treten bei Safaris gar nicht auf.

Wer sich an die Anweisungen der Guides hält und keinen Blödsinn macht, ist hier genauso sicher wie etwa auf einer Bergwanderung. Noch mehr Sicherheit geben euch geschlossene Fahrzeuge, aus denen ihr während der Safari nicht aussteigt.

 

Wie alt sollten Kinder mindestens sein, um an einer Safari teilzunehmen?

In der Regel wird darum gebeten, dass Kinder auf geführten Safaris mindestens fünf Jahre alt sein sollten. Es kommt hier aber weniger auf das Alter an als auf den individuellen Entwicklungsstand eines Kindes: Kann es längere Zeit zuverlässig stillsitzen, kann es ohne Widerrede tun, was ihm gesagt wird (auch von einem fremden Guide!), und vor allem: Hat es Interesse an der Tierwelt und versteht es, dass wilde Tiere sich anders verhalten als im Zeichentrickfilm?

Für jüngere Kinder bieten viele Camps Babysitter-Services an, damit die Eltern trotzdem ihren Safari-Traum erleben können.

In einigen Parks habt ihr außerdem die Möglichkeit, auf eigene Faust im Mietwagen auf Safari zu gehen – dann entscheidet ihr selbst, ob euer Nachwuchs alt und reif genug für den Ausflug ist. Wie so eine Safari ablaufen kann, lest ihr in diesem Familien-Reisebericht aus dem Addo Elephant National Park.

 

Wie groß ist das Malaria-Risiko auf Safaris?

In vielen afrikanischen Ländern besteht das Risiko, an Malaria zu erkranken, und eine Malaria-Prophylaxe stellt nicht nur für Kinder eine große Belastung dar.

Zum Glück ist bei weitem nicht ganz Afrika von Malaria-übertragenden Moskitos geplagt. Informiert euch am besten in einem Reisemedizinischen Zentrum, dort bekommt ihr aktuelle Informationen und Empfehlungen.

Gute Safari-Veranstalter bieten gern auch Malaria-freie Safaris in Regionen an, die zu hoch oder zu trocken für Malaria übertragende Moskitos sind.

 

Was kostet eine Safari mit Kindern?

Budgetfreundlich: einfache Campsites in den Nationalparks, hier Etosha in Namibia © Etosha Safari Lodge von Damien du Toit unter CC BY 2.0

Budgetfreundlich: einfache Campsites in den Nationalparks, hier Etosha in Namibia

© Etosha Safari Lodge von Damien du Toit unter CC BY 2.0

Eine geführte Familien-Safari mit mehreren Stationen ist nicht billig. Safari-Camps bieten einen ausgezeichneten Service in zum Teil sehr abgelegenen Gegenden an, das hat seinen Preis.

Aber für sein Geld bekommt man auch sehr viel geboten: Mahlzeiten, Getränke, Ausflüge und Transport sind in vielen Camp-Übernachtungen inbegriffen. Statt Massentourismus bekommt man ein sehr individuelles, persönliches Erlebnis mit nur wenigen anderen Tourteilnehmern; als Familie hat man die Fahrzeuge oft ganz für sich.

Wesentlich günstiger ist es, wenn ihr eure Familien-Safari selbst organisiert und per Mietwagen von Camp zu Camp reist. Mit Selbstfahr-Safaris könnt ihr noch einmal sparen, verzichtet dann aber auch auf den fachkundigen Führer und die bessere Sicht aus den erhöhten Fahrzeugen.

 

Spartipps für die Familien-Safari

  • die Hauptsaison im jeweiligen Land vermeiden
  • gezielt nach günstigen Ländern für die Safari suchen (Botswana ist zum Beispiel eines der teuersten Urlaubsländer in Afrika)
  • gezielt günstigere Safari-Optionen wählen, etwa „mobile Safaris“, die keine festen Plätze haben, oder Selbstfahr-Safaris (das ist aber nicht in allen Parks möglich)
  • Langstreckenflüge so früh wie möglich buchen
  • lieber weniger Safari-Tage buchen und einen Strandaufenthalt zum Entspannen anhängen
  • nicht am falschen Ende sparen! Sehr günstige Angebote beinhalten oft Unterbringungen in schäbigen Hotels, lange Fahrten auf schlechten Straßen oder Pflichtbesuche von Souvenirshops.

Wie und wo schläft man mit Kindern auf einer Safari?

Familienfreundliche Lodges und Camps haben sehr großzügig geschnittene Zimmer, in denen die ganze Familie zusammen schlafen kann, oder es gibt „family rooms“ mit zwei Schlafzimmern. Auch Bungalows oder Hütten bieten oft genug Platz für eine Familie.

In vielen Nationalparks findet ihr auch Campingplätze, deren Ausstattung enorm variieren kann. In Namibia zum Beispiel bekommt ihr für solche Reisen Geländefahrzeuge, die mit speziellen Dachzelten ausgerüstet sind – so schlaft ihr günstig, luftig und sicher vor Krabbeltieren oder größeren Vierbeinern.

Aber auch „normale“ Zelte, die auf dem Boden stehen, sind durchaus eine budgetfreundliche Option.

 

Was gibt es in den Safari-Camps zu essen?

Heikle Esser und Kinder mit Lebensmittelunverträglichkeiten haben in Safari-Lodges überraschenderweise fast nie ein Problem. Das Essen in den Camps ist hervorragend und bei der Zubereitung achten die Köche gern auf persönliche Wünsche.

Da die Camps oft abgelegen sind und Zutaten weit im Voraus beschaffen müssen, ist es natürlich nützlich, spezielle Bedürfnisse schon vor der Anreise anzumelden.

Günstigere Camps bieten auch Koch- und Einkaufsmöglichkeiten für Selbstversorger an, und in einigen Nationalparks könnt ihr auch selbst campen – informiert euch unbedingt vorher, ob ihr in diesen Fällen euer Essen mitbringen müsst oder vor Ort kaufen könnt.

 

Welche Frage habt ihr zu Safaris mit Kindern? Könnt ihr euch so eine Reise vorstellen?

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Kommentar als Gast schreibenKommentar (1)

  • MäuSchen

    Waren über Ostern auf Sri Lanka mit unserem 4-jährigen Sohn. Unter anderem haben wir 2 Nächte in einem Zeltcamp nur 200 Meter zum Yala Nationalpark verbracht. Nebenan direkt ein See, in dem angeblich ein 3 Meter langes Krokodil lebt (nachts und bei Dämmerung könnte man seine Laute hören), wir wurden mit Fruchtschalen von Flughunden beworfen.
    Um das Camp herum bauten Bauern Obst und Gemüse an. Sie wohnten in Baumhäusern, und das aus gutem Grund…. Gegen 5 Uhr konnte man einen mächtigen Elefantenbullen beobachten, dem wir auf einem abendlichem Spaziergang begegneten, wie er Melonen klaute. Nächtliche Schüsse durch die Bauern waren obligatorisch. Auf Safari waren wir 2 x ! Eine am Abend, eine am Morgen. 4 Leoparden, eine Elefantenfamilie mit frisch geborenem Kalb im Schlammloch, Warane, Wasserbüffel, Adler etc.
    Alles in allem war es ein wunderbarer Aufenthalt, mit nachwirkenden Eindrücken für die ganze Familie. Wir hatten schon bei der Buchung ein mulmiges Gefühl. Kein Pool, keine Spielmöglichkeiten… Aber unser Sohn hat immer etwas Interessantes zu entdecken gefunden und hat es kreativ in sein Spiel in und mit der Natur eingebunden. Back to Nature – jederzeit wieder!

    Antworten | 3. August 2016

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