Kinderroller im Urlaub: Eher hinderlich oder doch hilfreich?

Solltet ihr die Lieblingsfortbewegungsmittel eurer Kinder, nämlich Kinderroller und Fahrrad mit in den Urlaub nehmen? Was spricht dagegen und was dafür? Wir haben Pro und Contra einmal für euch zusammengestellt.

von KidsAway Redaktion


Kinderroller bzw. Scooter im Urlaub

Was sollte alles mit in den Urlaub? Diese Frage stellen sich viele Eltern vor allem im Hinblick auf die etwas sperrigeren Spielsachen ihrer Kinder. Sollte beispielsweise der Fußball eingepackt werden? Oder das ferngesteuertes Auto? Und noch wichtiger: Was ist mit den Lieblingsfortbewegungsmitteln der Kids wie Kinderroller oder Fahrrad?

Auch wenn es auf diese Frage keine ganz einfache Antwort gibt, haben wir einmal versucht, die Vor- und Nachteile eines Kinderrollers im Urlaub für euch aufzubereiten.

Grundsätzlich: Der Urlaub soll allen Spaß machen!

Dass sich Kinder permanent bewegen wollen und auch müssen, liegt irgendwo auf der Hand. Nur leider haben sie gerade im Urlaub oft nicht die gleichen Möglichkeiten sich auszutoben, wie zuhause.

Beim Wandern beispielsweise schalten die Kleinen in der Regel schnell ab… das ist ihnen zu langweilig, da ist nicht genug Bewegung dabei. In der Praxis müsst ihr dann mehr oder weniger durchgängig hinter euch herziehen und sie immer und immer wieder zum weitergehen „animieren“.

Aus diesem Grund ist es grundsätzlich erstmal sinnvoll, sich nicht nur die Urlaubsaktivitäten gut zu überlegen, sondern ggf. auch über geeignete Alternativen für die Kinder zur Fortbewegung nachzudenken. Vor allem kommen einem dabei natürlich der Kinderroller und das Kinderfahrrad in den Sinn. Oder, wenn euer Kind bereits älter ist, vielleicht auch ein Scooter, wie z.B. der Stunt Scooter von Chilli.

Kinderroller Pro und Contra

Allerdings gibt es noch einige weitere Entscheidungskriterien, die schlussendlich über eine Mitnahme von Kinderroller oder Fahrrad in den Urlaub entscheiden. Wir sehen hier vor allem die folgenden Punkte:

  • Sicherheit
  • Transport
  • Aktivitäten

Im Folgenden möchten jeden dieser Aspekte einmal kurz für euch beleuchten.

Sicherheit auf dem Kinderroller: Neben der Ausrüstung zählt auch das Können

Kinder sollten mit ihrem Kinderroller immer sicher unterwegs sein. Dabei spielen neben der richtigen und sicheren Ausrüstung vor allem auch die Fahrkünste eurer Kleinen auf dem Roller eine maßgebliche Rolle.

Die richtige Ausrüstung

Dazu gehört natürlich zu allererst die richtige Sicherheitsausrüstung. Kinderroller sind in aller Regel zwar nicht im Straßenverkehr im Einsatz, sondern werden von den Kindern eher auf den Gehwegen bzw. Bürgersteigen gefahren.

Trotzdem wird von Experten eigentlich immer zu einem Schutzhelm analog zu einem Fahrradhelm für Kinder geraten. Denn auch wenn das Rollerfahren im Grunde genommen nicht besonders gefährlich ist (jedenfalls nicht mit einem Kinderroller auf dem Bürgersteig), können kleinere Unebenheiten, Steine oder andere unscheinbare Gegenstände auf dem Gehweg schnell mal zu einem Sturz führen. Fällt das Kind dann auf den Kopf, sollte es idealerweise gut geschützt sein.

Sinnvoll beim Rollerfahren ist typischerweise auch das Tragen von Handschuhen (fingerlose und solche mit einer Handfläche aus Leder), denn wenn die Kinder einmal fallen, dann versuchen sie meistens, sich mit den Händen irgendwo abzustützen und den Sturz abzufedern.

Auf Knieschoner und / oder Ellenbogenschützer hingegen können die Kinder in der Regel auf dem Kinderroller auch gut verzichten. Gerade im Sommer ist es aber sinnvoll – bzw. es sollte darauf geachtet werden -, dass mindestens das Knie mit einer langen Hose etwas geschützt ist.

Darüber hinaus solltet ihr auch über Reflektoren an Helm und Kleidung nachdenken. Zwar sind die Kleinen auf ihrem Roller gerade im Urlaub wahrscheinlich nie ohne euch unterwegs. Da es aber in vielen Ländern auch im Sommer recht zeitig dunkel wird, würden wir grundsätzlich auch dazu raten.

Die richtigen Fähigkeiten

Mindestens genauso wichtig wie die richtige Schutzausrüstung sind die Fähigkeiten eures Kindes im Hinblick auf das Rollerfahren. Mit anderen Worten: Euer Kind sollte seinen Kinderroller bereits vor Urlaubsantritt sicher bedienen und sicher darauf fahren können.

Der Urlaub ist nämlich in der Regel nicht der ideale Zeitpunkt, um den Kleinen das Rollerfahren erst beizubringen. Im Zweifel möchtet ihr nämlich nicht unbedingt in einer Stadt / in einem Land ohne die bekannte gesundheitliche Versorgung (kein Hausarzt vor Ort etc.) zum Arzt müssen, weil euer Kind beim Fahren üben einen Satz gemacht hat.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass Kinder das Roller fahren schon vor dem Urlaub lernen. Das Alter ist hierfür zwar nicht der ausschlaggebende Faktor. Man sagt allerdings, dass Kinder mit fünf Jahren alle Regeln des Rollerfahrens gut beherrschen können.

Transport des Kinderrollers bzw. der Kinderroller

Ein weiterer Aspekt, den ihr bei der Planung eures Urlaubs mit Kinderroller berücksichtigen solltet, ist der Transport des gar nicht so kleinen Gefährts (und der zugehörigen Sicherheitsausrüstung natürlich 🙂 )… von mehreren Rollern gleichzeitig ganz zu schweigen. Und das gilt sowohl für den Transport zum Urlaubsort wie auch den Transport am Urlaubsort selbst.

Ein Kinderroller ist typischerweise schon ein etwas sperrigeres Teil, die Mitnahme hängt daher etwas vom Verkehrsmittel ab. Im Auto solltet ihr den Kinderroller eigentlich noch ganz gut unterkriegen. Geht es aber um zwei oder drei solcher Gefährte, dann wird es auch hier schwierig.

Im Flugzeug oder in der Bahn solltet ihr eigentlich grundsätzlich keine Probleme mit der Mitnahme eines oder mehrerer Kinderroller haben.

Bei einer Flugreise solltet ihr allerdings berücksichtigen, dass der Roller mit ziemlicher Sicherheit im Gepäckfach verstaut werden wird. Hierfür solltet ihr entsprechende Vorkehrungen treffen. Ideal ist hier ein Roller, der sich einfach zusammenklappen lässt, um eine mögliches Auseinanderbrechen zu vermeiden (wer schonmal gesehen hat, wie teilweise mit den Gepäckstücken umgegangen wird, der weiß, was wir meinen).

Wir gehen außerdem davon aus, dass es sich bei einem Kinderroller in der Regel nicht um ein Gefährt mit Elektromotor handeln wird. In diesem Fall gelten nämlich etwas andere Bestimmungen, wie Check24 einmal recherchiert hat.

Schlussendlich solltet ihr auch berücksichtigen (und das zählen wir hier auch einmal zum Thema „Transport“ mit dazu), dass ihr als Eltern den oder die Roller unter Umständen für einen Großteil der Zeit im Urlaub tragen müsst und die Kleinen gar nicht damit fahren. Kinder haben nämlich leider öfter mal die Angewohnheit schnell die Lust an etwas zu verlieren. Oder – und das liegt natürlich auch im Bereich des Möglichen – sie können einfach nicht mehr. Nicht, dass ihr hieran irgendetwas ändern könntet oder solltet. Ihr solltet nur die Möglichkeit ins Auge fassen, dass ihr den Kinderroller quasi umsonst mit in den Urlaub nehmt.

Aktivitäten im Urlaub: Was bietet sich mit Roller an (und was nicht)?

Ein Kinderroller kann bei bestimmten Aktivitäten sehr nützlich sein. Das gilt vor allem dann, wenn ihr längere Strecken zu Fuß zurücklegen und eure Kinder nicht immer abhängen wollt.

Es hängt aber auch etwas davon ab, wo ihr genau unterwegs seid. Wenn wir uns beispielsweise an unsere Bulgarienreise im letzten Jahr zurückerinnern, dann kommen uns im Zusammenhang mit der Nutzung eines Kinderrollers sofort die quasi unbegehbaren Bürgersteige in den Städten in den Sinn. Da hätte das Rollerfahren eigentlich nur auf der Straße überhaupt funktioniert… was natürlich für ein kleines Kind, das sich auch noch unabhängig von den Eltern bewegt (also z.B. nicht in einer Fahrrad-Kolonne) nicht wirklich angeraten ist.

Bzgl. eines Kinderrollers im Strandurlaub haben wir etwas gemischte Gefühle. Einerseits kann es eine tolle Sache sein, wenn die Kinder den (relativ kurzen) Weg zum Strand einfach mit ihren Kinderrollern zurücklegen können. Andererseits bieten sich die typischen Strandpromenaden oft eher für eine längere Fahrradtour an… wobei das eine das andere ja nicht ausschließt.

Fazit

Wie ihr gesehen habt, müsst ihr am Ende vermutlich für euren ganz eigenen Fall beurteilen, ob die Mitnahme eines Kinderrollers in den Urlaub für euch eine gute Sache ist oder nicht.

Grundsätzlich gibt es bei dieser Entscheidung drei Dinge zu berücksichtigen, nämlich die Sicherheit eures Kindes auf dem Roller, den Transport des Rollers zum Urlaubsort und ggf. im Urlaub selbst (nämlich wenn euer Kind nicht mehr fahren möchte und ihr den Roller mehr oder weniger unter den Arm nehmen müsst) und die Dinge, die ihr im Urlaub unternehmen möchtet (für manche Aktivitäten bietet sich ein Kinderroller an, für andere wiederum micht).


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