Unterwegs mit BabyCamping mit Baby – warum nicht?

Camping mit Baby ist gar nicht kompliziert - sagt KidsAway-Redakteurin Jenny Menzel, und die muss es wissen. Immerhin campt sie inzwischen mit dem dritten Baby, und das bei jedem Wetter. Für euch beantwortet sie die häufigsten Fragen.

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/4 Die richtige Ausrüstung für Camping mit Baby

Ein Wickelplatz fürs Baby im Zelt © Weltwunderer

Ein Wickelplatz fürs Baby im Zelt

© Weltwunderer

Welches Zelt eignet sich fürs Camping mit einem Baby?

Ein Baby ist klein, aber Platz braucht es trotzdem. Euer Zelt sollte also groß genug sein, besonders wenn das Baby nicht zwischen euch auf dem Boden, sondern in einem Reisebettchen schläft. Denkt außerdem daran, dass euer Gepäck noch im Zelt Platz finden muss – zum Wickeln und Füttern müsst ihr jederzeit herankommen.

Eine freie Fläche zum Wickeln und Spielen für euer Baby sollte es ebenfalls geben, über die ihr nicht jedesmal herübersteigen müsst. Ein Drei-Personen-Zelt ist Minimum für einen ersten Campingurlaub mit Baby.

Sich mit einem Baby auf dem Arm ständig bücken und alles im Hocken erledigen zu müssen, ist enorm unbequem. Iglu-Zelte mit Eingängen, in die man hineinkriechen muss, oder Tunnelzelte mit niedriger Stehhöhe sind daher für einen längeren Urlaub mit Babys nicht ideal.

 

Tipp Im Aufenthaltsbereich braucht euer Zelt einen Boden, um euer Baby und den Schlafbereich vor Schmutz und Nässe zu schützen. Ist im Zelt kein fester Boden eingearbeitet, legt eine trittfeste Plane unter und spannt sie mit Heringen ab.

 

Um das Gepäck, das Spielzeug und die Babyausstattung einigermaßen übersichtlich zu verstauen, empfehlen sich Zelte mit mehreren Kabinen. So kann das Baby Mittagsschlaf halten oder abends schon im Bett liegen, während ihr im Aufenthaltsraum noch esst, spielt oder lest. Sind Geschwister mit von der Partie oder ist im Urlaub schlechtes Wetter, werden separate Kabinen im Zelt noch empfehlenswerter. Geräumige Zelte mit mehreren Kabinen und Stehhöhe werden daher als „Familienzelte“ verkauft.

 

Tipp Alternativen zum Zelt

Auf vielen Campingplätzen könnt ihr euch in fest aufgestellte, ausgestattete Wohnwagen oder kleine Bungalows einmieten. Diese sind zwar nicht wesentlich geräumiger, aber doch komfortabler und vor allem weniger hellhörig als ein Zelt – für Leichtschläfer und Baby-Eltern ideal.

 

Wo kann unser Baby im Zelt schlafen?

Die einfachste Variante empfiehlt sich für kleine Zelte und ist Eltern, die zu Hause Co-Sleeping im Familienbett machen, vertraut: Legt euer Baby zwischen euch auf die Isomatten. So wird es automatisch gewärmt, ihr könnt es nachts bequem stillen oder ihm fix sein Fläschchen oder den verlorenen Schnuller reichen. In der fremden Umgebung genießt euer Baby dann eure vertraute Nähe, was ihm bestimmt beim Schlafen hilft.

Damit die Isomatten nicht auseinanderrutschen, könnt ihr ein Spannbettlaken darüberspannen. Eine eigene Isomatte braucht ein Baby zum Schlafen noch nicht. Keinen Gefallen tut ihr ihm mit einer Luftmatratze oder einem aufblasbaren Gästebett – diese Luftbetten isolieren sehr schlecht gegen Kälte von unten, legt also hier unbedingt noch eine dünne Isomatte, eine Rettungsdecke oder ein paar Zeitungen unter.

Faltbare Babyreisebetten bieten eurem Baby einen gut nach unten isolierten, geräumigen und (mit einem Mückennetz versehen) insektensicheren eigenen Schlafplatz – für die meisten Zelte sind sie mit ihren Abmessungen allerdings einfach zu sperrig.

Praktischer sind die leichten Pop-up-Babyzelte, die ihr bei Bedarf auch draußen vor dem Zelt oder am Strand als Spielfläche und Plätzchen für den Mittagsschlaf nutzen könnt.

TippSehr kleine Babys schlafen auch hervorragend in der Wanne ihres Kinderwagens. Nehmt sie einfach vom Wagengestell ab, wenn euer Baby draußen eingeschlafen ist. So rollt es nicht versehentlich von der Isomatte, ist vor Insekten und Kälte geschützt und schläft in einer vertrauten Umgebung.

 

Was sollen wir unserem Baby beim Camping anziehen?

Auf dem Campingplatz seid ihr fast immer an der frischen Luft – nehmt für euer Baby also Kleidung für draußen mit. Wird euer Baby noch hauptsächlich herumgetragen, kleidet ihr es wie sonst auch. Mit einer dünnen Mütze und warmen Söckchen oder Schuhen schützt ihr euren Schatz vor kühlem Wind und vor Sonnenstrahlen.

Krabbelkinder und Laufanfänger brauchen eine wind- und wasserfeste Außenschicht, die sich leicht reinigen lässt, wenn Sand, Gras und Erde erkundet werden. Die meisten Campingplätze haben Waschmaschinen und Trockner, ihr braucht also nicht den kompletten Kleiderschrank eures Babys einzupacken. Achtet auf schnell trocknende Materialien.

Kleidet euer Baby nach dem Zwiebelprinzip ein, dann könnt ihr das Outfit je nach Tageszeit, Wetterlage und Verschmutzungsgrad schnell anpassen, ohne es jedesmal komplett wechseln zu müssen.

Zum Schlafen brauchen Babys bis etwa einem Meter Körpergröße einen Babyschlafsack. Sind die Nächte mild, genügt darunter ein normaler Schlafanzug, in kühlen Nächten könnt ihr noch extra Ärmel an den Schlafsack anzippen.

Wichtiger als ein superdicker Schlafsack ist eine gut isolierende Unterlage, vor allem im Kopfbereich. In kalten Nächten (unter 10° C) sollten Babys im Zelt daher eine Mütze tragen.

In warmen Sommernächten kann Baby auch nur in einem dünnen Body zwischen euch schlafen – testet die Körpertemperatur einfach hin und wieder mit einem Griff in den Nacken. Genauso wenig, wie ein Baby beim Schlafen frieren sollte, darf es überhitzt und nassgeschwitzt daliegen.


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