Reisen mit den GroßelternUnterwegs mit Oma und Opa – ein Kinderspiel?!

Immer mehr Großeltern nehmen die Gelegenheit wahr, ganz entspannt Zeit mit den Enkeln zu verbringen – auf Reisen. Dabei kann eine einzigartige Bindung zwischen den Generationen geschaffen werden; und die Eltern sind dankbar für die Unterstützung. Wie es geht, zeigen wir hier.

von KidsAway-Redaktion

Seite 2/4 Allein verreisen mit den Enkeln - so geht's
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Großeltern und Enkel exklusiv zusammen

Urlaub ist für Großeltern und Enkel gut © StefanieB. - Fotolia.com

Urlaub ist für Großeltern und Enkel gut

© StefanieB. - Fotolia.com

Auch hierfür sprechen gewichtige Vorteile: Wenn die Eltern nicht dabei sind, benehmen sich viele Kinder wie ausgewechselt. Das kann besonders für Großeltern spannend und aufschlussreich sein, die ihre Enkel sonst nie allein erleben. Sind ihre Eltern anwesend, ist es nur natürlich, wenn Kinder sich zuerst an sie wenden – mit Fragen, mit Nörgeln, aber auch mit Liebesbeweisen. Allein im Urlaub mit dem Enkelchen kommen Oma und Opa plötzlich in den Genuss all der feuchten Küsse, der strahlenden Lächeln und der ungeteilten Aufmerksamkeit eines Kindes. Alle Interaktionen zwischen Großeltern und Enkeln gewinnen dann eine andere Qualität.

 

ErfahrungsberichtAchtung: Manche Kinder benehmen sich überraschend vorbildlich, wenn ihre Eltern nicht anwesend sind (ähnlich wie im Kindergarten). Großeltern sollten sich darauf aber nicht verlassen! Für Kinder bedeutet die Umstellung von den „gewohnten“ Eltern zu den „neuen“ Großeltern auch Stress, eine Phase des Verweigerns oder des Fremdelns, verbunden mit viel Heimweh, ist also zumindest in den ersten Urlaubstagen ganz normal. Auch die Enkel müssen ja erst lernen, welche Regeln bei Oma und Opa gelten.

 

Mit ziemlicher Sicherheit werden sich Großeltern während des Urlaubs mit mindestens einem Tobsuchtsanfall oder einem handfesten Streit konfrontiert sehen – aber keine Angst, so etwas zu durchleben, stärkt die Beziehung.

Ein ganz praktischer Grund spricht ebenfalls für die Reise ohne „Mittelsmann“: Die Organisation wird praktischer. Je mehr Personen an einer Reise teilnehmen, desto komplexer werden die Entscheidungsprozesse (Wohin fahren wir überhaupt? Welcher Termin passt für alle? Was darf es kosten? Was wollen wir dort machen?). Desto schwieriger wird auch die Suche nach einer geeigneten Unterkunft, ganz zu schweigen von der Logistik der Anreise – alle zusammengequetscht in einem Auto oder doch besser mit zwei Fahrzeugen, die sich auf der Autobahn dann verlieren und Opa kommt doch mit dem Navi nicht zurecht …

Wenn die Großeltern allein mit dem Enkelkind verreisen, reduzieren sich die Diskussionen um die Wahl des Restaurants, das Ziel des Tagesausflugs und auch die Frage, ob Enkelchen bei 15° C und Regen nun eine Strumpfhose unter die Regenhose ziehen sollte oder nicht, enorm. Das kann auch sehr entlastend für die Beziehung der Großeltern zu den Eltern sein (Stichwort: Schwiegermutter)!

Exklusivreisen mit Oma und Opa solltet ihr natürlich erst dann anvisieren, wenn die Enkel bereits eine Beziehung zu ihren Großeltern aufgebaut haben. Alles andere ist ein Rezept für ein Desaster. Wünschen sich die Großeltern einen „eigenen“ Urlaub, fangt ihr am besten gleich mit der „Eingewöhnung“ an: Bevor sie gemeinsam verreisen, sollte das Enkelkind zumindest einmal für mehrere Nächte bei Oma und Opa zu Hause übernachtet haben.

Urlaub mit Oma und Opa – welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
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Kommentar als Gast schreibenKommentare (3)

  • Hallo, wir fahren seit 5 Jahren mit unserm Enkel und seit 1 Jahr auch mit 2 Enkelkindern im Wohnmobil. Es geht super. Wir sind inzwischen 64 und 66 Jahre alt und die beiden lieben es. Der Tag richtet sich nach den Kindern, wir stehen zusammen au auf und gehen auch Geschichten lesend ins Bett. Da kann es schon mal etwas länger dauern, aber uns macht es sehr viel Spaß und die Kindern fragen immer gleich, wann es wieder los geht. Wir fahren ohne Eltern. Es ist ein Urlaub für die Kinder mit Oma und Opa. Wir wünschen uns noch viel Zeit mit den Kindern.

    Antworten | 24. August 2016
  • Ein sehr interessanter und gut recherchierter Artikel! Wenn man fitte Großeltern hat und ihnen bedingungslos vertraut, ist das sicher eine prima Sache. Allerdings neigen ja auch viele dazu, sich zu überschätzen – ein paar Stunden allein mit Enkelchen sind ja schön aber den ganzen Tag oder gleich mehrere Tage? Das, was eine Mama tagtäglich leistet, schlaucht ja schon, aber man ist ja daran gewöhnt und wächst sozusagen jeden Tag mit den Kindern mit.

    Was mir noch etwas zu kurz kommt ist, daß das ein enormes Konfliktpotential hat, wenn alle zusammen Urlauben gehen. Die Großeltern sehen sich als Eltern der Eltern, und schon hat man nach ein paar Tagen oder noch schneller erste Differenzen. Das geht mir schon bei meinen Eltern so, mit denen ich mich sehr gut verstehe, aber wie soll das mit Großeltern werden, die stark abweichende Ansichten haben?

    Liebe Grüße, Janina

    Antworten | 26. März 2014
  • Ein super Artikel welchen ich gerne in unserem Blog verlinken werde! In den Park gehen sehr oft die Großeltern mit ihren Engeln, an was man da alles denken muss hätte ich nicht gedacht!

    Antworten | 29. März 2013

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