EU-BadeseentestGetestet: Die besten deutschen Badeseen für Wasserspaß mit Baby und Kind

Jedes Jahr prüft das Umweltbundesamt Badestellen in Deutschland auf ihre Sauberkeit. Gerade Babys und Kinder sind durch schmutziges und keimbelastetes Wasser gefährdet. Die Testergebnisse für die größten deutschen Städte findet ihr hier!

von KidsAway-Redaktion

Sind deutsche Badeseen für Familien sicher? © alosaka - Fotolia.com

Sind deutsche Badeseen für Familien sicher?

© alosaka - Fotolia.com

Den gesamten Sommer am Meer zu verbringen, davon können die meisten Familien nur träumen. Viele machen sich in der Sommerhitze wenigstens zwischendurch auf zum nächsten Badesee.

Gleich um die Ecke finden Kinder es schließlich fast genauso schön wie am Ostseestrand oder am Hotelpool.

Damit es keine unangenehmen Überraschungen gibt, testet das Umweltbundesamt in jedem Sommer fast 3.000 Badestellen in ganz Deutschland auf ihre Belastung mit schädlichen Keimen.

Die Hauptverdächtigen sind dabei Escherichia coli (E.coli) und Intestinale Enterokokken – Darmbakterien, die einerseits selbst Krankheitserreger sind, den Experten andererseits aber auch als Indizien für das Vorkommen weiterer Keime dienen.

So gelangen E.coli-Bakterien meist vom Land ins Badewasser, aus Kläranlagen, Regenüberlaufbecken oder auch von naturgedüngten Äckern. Intestinale Enterokokken treten dagegen vor allem dort auf, wo sich viele Wasservögel ansammeln. Auch Stellen, wo Treibholz oder Unrat in der Nähe des Wassers liegen, sind stärker keimbelastet.

 

 

Da jeder Mensch beim Baden kleine Mengen Wasser verschluckt, kommt es immer wieder zu Infektionen und meist harmlosen Erkrankungen durch keimbelastete Badegewässer. Die EU-Kommission schätzt, dass sich auch in Badegewässern mit hoher Wasserqualität 2,5 bis 5 Prozent der Badenden mit einer Magen-Darm-Infektion anstecken.

Ein badendes Kind oder ein Baby schluckt nicht nur mehr Wasser als ein geübter Schwimmer, die Bakterien sind auch viel gefährlicher für das ungeübte Immunsystem der Kleinen. Hier kann es zu Hautausschlägen, Blasenentzündungen, Ohr-Infektionen und Bindehautentzündungen kommen, in schlimmeren Fällen drohen sogar Lungenentzündung, Hepatitis oder eine Hirnhautentzündung.

Eltern sollten also immer genau darauf achten, dass ihr Kind oder Baby nur in sauberem Wasser planscht!

 

Wie werden die Badegewässer getestet?

Baden im Strandbad oder am Baggersee: das lieben Kinder und Eltern © Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Baden im Strandbad oder am Baggersee: das lieben Kinder und Eltern

© Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Fatalerweise sind es genau die leicht zugänglichen und besonders flachen Stellen, die sich für Familien mit Kindern am besten zum Baden eignen. Geschützt vor hohen Wellen und gefährlichen Strömungen, bewegen sich die kleinen Nichtschwimmer dann genau in den Bereichen, die von der EU-Richtlinie zum Gewässerschutz von Messungen ausgeschlossen werden; hier sollen nur Proben aus Tiefen von mindestens einem Meter entnommen werden, wo der intensivste Badebetrieb herrscht.

Die EU-Berichte zur Wasserqualität sind daher zwar interessant, um die generelle Qualität eines Badesees einzuschätzen; geht ihr mit Babys oder Kleinkindern baden, solltet ihr aber auch und vor allem die ergänzenden Ergebnisse des ADAC-Tests kennen.

Für diesen Test wurden die Wasserproben gezielt aus dem Flachwasserbereich von 41 deutschen Badeseen entnommen. Leider hat der ADAC zuletzt im Jahr 2013 die Qualität der deutschen Badeseen getestet.

Der ADAC konzentrierte seine Proben auf einen kleinen Ausschnitt der EU-Probanden. Geprüft wurden 41 Seen im Einzugsbereich der einwohnerstärksten deutschen Städte: in und um Berlin, in Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München sowie in Stuttgart. Jeder See enthält auch einen offiziellen EU-Messpunkt.

 

TippDie meisten Bundesländer stellen aktuelle Daten zur Wasserqualität im Internet zur Verfügung. Alternativ erteilen euch auf Anfrage die zuständigen Gesundheits-oder Umweltbehörden Auskunft.

 

 

ADAC-Tipps für euren Besuch am Badesee

  • Der ADAC warnt: Enten füttern kann die Wasserqualität verschlechtern © Kyrylo Grekov - Fotolia.com

    Der ADAC warnt: Enten füttern kann die Wasserqualität verschlechtern

    © Kyrylo Grekov - Fotolia.com

    Keine Wasservögel füttern: Enten und Gänse werden so dauerhaft angelockt und hinterlassen in ihren Ausscheidungen Fäkalbakterien, Krankheitserreger und Parasiten
  • Nicht an Stellen von zweifelhafter Wasserqualität baden:
    • in der Nähe von vielen Wasservögeln
    • in der Nähe von Bachmündungen, Rohrausläufen, Kanälen und Entwässerungsgräben
    • in Bereichen, die vom restlichen Gewässer abgetrennt sind
    • an Buhnen oder Stegen
    • in großen Algenanschwemmungen
    • bei Blaualgen-Ansammlungen (trübes grünes oder bläuliches Wasser mit Schlieren an der Oberfläche)
    • in der Nähe von Bootshäfen und Anlegestellen
    • an Zuflüssen kurz nach Starkregen (erkennbar an einer „Trübefahne“)
  • Hundestrände meiden – sie sind zusätzlich belastet durch Kot am und im Wasser, Qualität sehr genau prüfen!
  • Hinweis- und Verbotsschilder der Kommunen an Badestellen immer beachten

 

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