Urlaubsplanung für die FerienDie schönsten Urlaubsziele für Familien mit Kind in den Weihnachtsferien

Der Herbst ist da und in einigen Gegenden macht er schon dem Winter Platz – höchste Zeit für die Planung der Weihnachtsferien! Wir stellen euch Reiseziele mit Sonne oder Schnee vor – ganz nach Wunsch.

von KidsAway-Redaktion

  • 1
    Share

 © drubig-photo - Fotolia.com

© drubig-photo - Fotolia.com

Die Weihnachtszeit genießen

Was liegt näher, als die Weihnachtsferien in Deutschland zu verbringen? Immerhin genießt ihr hier genau das, wofür diese Zeit des Jahres steht: gemütliche Weihnachtsstimmung, leckeres Weihnachtsgebäck und hoffentlich auch verschneite Weihnachtsbäume.

In einer Ferienwohnung oder einer Pension könnt ihr die zauberhafte Stimmung noch ein wenig verlängern, wenn ihr hier mit den Kindern die Weihnachtsgeschenke auspackt oder ausprobiert.

Die Weihnachtsmärkte haben nach der Bescherung zwar meist schon ihre Stände abgebaut, aber nicht überall! In Hamburg haben drei Märkte noch bis ins neue Jahr geöffnet und auch in Braunschweig, Goslar, Hannover und Göttingen werden die Buden erst kurz vor Silvester abgebaut.

Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München laden zum Ausgeben des Weihnachtsgeldes ein und warten zu Silvester mit gigantischen Feuerwerken auf – die auch die kleineren Kinder sicher gern anschauen wollen, wenn auch vielleicht besser vom Fenster eurer Unterkunft aus.

Statt teurer und unpersönlicher City-Hotels könnt ihr in vielen Städten zwischen zahlreichen Privatunterkünften für jeden Geschmack wählen, denn über den Jahreswechsel stehen besonders viele Wohnungen auf Plattformen wie Wimdu und Airbnb oder ganz kostenlos über Couchsurfing zur Verfügung.

Ferienregionen wie die deutschen Mittelgebirge und die Küsten bieten tolle Gelegenheiten für Familienurlaube, auch wenn es wieder mal nicht geklappt hat mit dem Schnee. Immerhin sind die Weihnachtsferien 2013/14 in den meisten Bundesländern zwei Wochen lang, da lässt sich einiges unterbringen an Strandwanderungen, Ausflügen in die Therme und Wanderungen.

Pluspunkte: die kurze Anreise und keine große Umstellung bezüglich Zeit oder Wetter. Minuspunkte: Während der Schulferien zwischen Weihnachten und Silvester ziehen die Preise für viele Unterkünfte heftig an. Schnäppchen sind garantiert nicht drin, viele Hotels und Pensionen sind schon seit Monaten ausgebucht. Und auf schönes Wetter solltet ihr auch nicht hoffen…

 

Auf der Suche nach Schnee

Der Winter in Norwegen ist toll für Familienferien © Arendal Tourist Office

Der Winter in Norwegen ist toll für Familienferien

© Arendal Tourist Office

Nichts geht über einen knackigen Winter in der Heimat des Weihnachtsmannes; hoch im Norden vielleicht sogar mit Nordlicht. Wo genau der Weihnachtsmann wohnt, darüber streiten die Dänen mit den Norwegern und die Schweden mit den Finnen.

Klar ist: Einen Julemann, Julenissen, Tomte oder Joulopukki gibt es in allen skandinavischen Ländern, und genug Schnee, um seinen Schlitten zu ziehen, hat er hier überall. Sucht ihn am besten im norwegischen Dröbak am Oslofjord, im schwedischen Mora oder hoch im Norden im finnischen Rovaniemi.

Wer über die Feiertage genug Stimmung und Gebäck getankt hat, der kann es in den Ferien auch sportlicher angehen: In den Alpen beginnt schon Ende November die Skisaison und die Weihnachtsferien sind der erste Saisonhöhepunkt.

Absolute Schneesicherheit finden Familien nicht nur auf teuren Gletschern, sondern auch im „Schneeloch von Savoyen“, wo das französische Skiresort Valmorel auf 1.400 Metern Höhe liegt. Das Dorf mit seinen Chalets aus Holz und Stein, die direkt an den Pisten liegen, gehört zu den schönsten Skidörfern Frankreichs. Anfängerpisten und Skischulen (darunter die einzige deutsche Skischule Frankreichs) liegen direkt am Ort, drumherum breitet sich das Skigebiet „Grand Domaine“ mit 34 Liftanlagen und einer Skischaukel nach St. Francois-Longchamp aus – einfach perfekt!

Wollt ihr mal etwas anderes probieren als die Alpen, dann fahrt nach Norwegen: Hier ist Skifahren noch kein Massensport mit Après-Ski-Wahnsinn, dafür wird es von den Norwegern als beliebteste Tradition verehrt. Wer noch nie einen norwegischen Winter erlebt hat, der wird von den Schneemengen beeindruckt sein, die schon die niedrigen Lagen bedecken.

Zu den bekanntesten Skigebieten zählen Hemsedal zwischen Oslo und Bergen (die „Alpen Skandinaviens“), wo man VIPs wie Lasse Kjus oder Kronprinz Haakon treffen kann, und Trysil. Beide Gebiete sind toll für Familien, mit großen Kinderarealen und kinderfreundlichen Liftanlagen.

Mit der Autofähre kommt ihr in etwa 20 Stunden sehr bequem über Nacht von Kiel nach Oslo; von dort ist es dann nur noch ein Katzensprung in die großen Skigebiete (Achtung, norwegisches Tempolimit beachten!).

Angesichts der extrem hohen Preise empfiehlt es sich, so viele Lebensmittel wie möglich aus Deutschland mitzubringen. Nur mit dem Silvestergrog solltet ihr aufpassen; die Norweger haben sehr strenge Einfuhrbestimmungen, was Alkohol angeht.

 

Die wichtigsten Fakten zu jedem Reiseziel zum Vergleichen in unserer Übersichtstabelle

Reiseziel Flugzeit in Std. Zeitver-schiebung in Std. Risiko für Krankheiten? Natur-katastrophen/pol. Unruhen?
Deutschland 0 0 Erkältung
Frankreich 0, lange Autofahrt 0 Skiunfälle, Erkältung
Norwegen 0, 20 Std. Fähre 0 Skiunfälle, Erkältung
Australien 21, keine Direktflüge + 9

Sonnenbrand, giftige Tiere

Über- schwemmungen, Waldbrände
Kambodscha 10 bis 13, keine Direktflüge + 6 Malaria, Durchfall

Hohe Korruption   und viel Armut

Argentinien 14 (Direktflug) – 4 Dengue-Fieber

Kleinkriminalität    und        Straßenverkehr

Israel 4 (Direktflug) + 1 Sonnenbrand, Leishmaniose

Gefahr von Terroranschlägen

New York 10 (Direktflug) – 6 Erkältung

Gefahr von Terroranschlägen

Neuseeland

24, keine Direktflüge

+ 12 Sonnenbrand

Geringe Gefahr     von Erdbeben

 

Weihnachten am Strand

Nach Australien kommt der Weihnachtsmann auch... © Flickr/Sarah Ackerman

Nach Australien kommt der Weihnachtsmann auch...

© Flickr/Sarah Ackerman

Winter hier = Sommer dort. In vielen Ländern auf der Südhalbkugel ist Weihnachten für uns Europäer „verkehrte Welt“: In Australien sind die Weihnachtsbäume aus Plastik, Kerzen würden direkt schmelzen und der Weihnachtsmann kommt stilecht auf dem Surfbrett in roten Badehosen.

Eine Reise nur über die Weihnachtsferien wäre allerdings viel zu kurz, um den australischen Kontinent auch nur ansatzweise zu entdecken! Der Flug nach Australien ist mit etwa 20 Stunden abschreckend lang, Zeit- und Klimaumstellung beanspruchen kleine Körper schon sehr. Dafür sind keine zusätzlichen Impfungen erforderlich.

Wenn es sich einrichten lässt, dann verlängert die Weihnachtsferien für so eine Reise; und wenn nicht, dann beschränkt euch auf ein kleines Gebiet und entdeckt zum Beispiel die Gegend um Sydney und Brisbane.

Weihnachten entspannt in tropischem Klima zu verbringen, ist für viele Eltern sehr attraktiv: Statt Schneematsch und Stress mit der Weihnachtsgans liegen sie lieber in Südostasien, Nordafrika oder der Karibik entspannt im Liegestuhl und schauen den Kindern beim Planschen im Pool zu.

Statt voll belegter Resorts im sattsam bekannten Thailand oder Ägypten könnt ihr auf den Inseln Kambodschas noch echtes Tropenfeeling erleben. Abseits der Touristenströme in Angkor Wat herrscht hier noch absolute Ruhe und ihr seid vielleicht sogar ganz allein am weißen Sandstrand – wenigstens für die nächsten paar Jahre. Die ersten Hotelburgen entstehen schon …

Die Anreise nach Koh Rong, Koh Rong Samloen oder Koh Thmei erfolgt ganz traditionell per Boot von der Kleinstadt Sihanoukville aus und kann ein paar Stunden dauern.

Die Abgeschiedenheit hat natürlich auch eine Kehrseite: Die Anreise ist mit mindestens zehn Stunden (es gibt keine Direktflüge nach Phnom Penh) vergleichsweise zeitaufwendig und teurer als Pauschalreisen. Außerdem müsst ihr eventuell euren Impfstatus überprüfen lassen. Reisemediziner empfehlen Impfungen gegen Tetanus, Diphterie, Hepatitis A und Tollwut, bei Kindern zusätzlich gegen Masern.

Und natürlich solltet ihr euch vom Arzt zur Malaria-Prophylaxe beraten lassen; das Risiko einer Ansteckung ist je nach Landesteil gering bis mittel, ein Standby-Medikament für den Notfall genügt meistens. Andere Gefahren wie Dengue-Fieber oder Japanische Enzephalitis spielen in den Wintermonaten (bzw. der Trockenzeit) dagegen keine Rolle.

Vorsicht: Wenn eure Kinder noch klein sind und ihnen das Weihnachtsfest sehr wichtig ist, könnte es zu Tränen und Enttäuschung kommen. Im buddhistischen Asien spielt das Weihnachtsfest nämlich überhaupt keine Rolle.

 

Mal etwas ganz anderes machen?

Jerusalem - die Heilige Stadt © Flickr/Emmanuel Dyan

Old city of Jerusalem - Israël

© Flickr/Emmanuel Dyan

Worum geht es beim Weihnachtsfest? Richtig, um das Christentum. Dessen Ursprünge könnt ihr am besten auf einer Reise in das Heilige Land entdecken. Hier ist es über Weihnachten nicht nur angenehm warm, ihr könnt euren Kindern auch den Ursprung des Weihnachtsfests auf spannende Art nahe bringen – weit weg von Einkaufsrausch und Weihnachtskitsch. In Israel kommt man dem Menschen Jesus von Nazareth näher als irgendwo sonst und kann gleichzeitig sehen, wie die Menschen heute mit dem Glauben und all seinen Konflikten leben.

Abgesehen von seinen kulturhistorischen Schätzen bietet Israel auch faszinierende Landschaften wie die Negev-Wüste, das Tote Meer und viele Nationalparks, tolle Strände am Roten Meer und lebendige Städte; ganz zu schweigen von einer Kultur, die europäisch und auch wieder nicht ist.

Gesundheitsrisiken gibt es kaum, allenfalls die Gefahr einer Infektion mit Leishmaniose durch Mückenstiche besteht. Der Winter in Israel ist mit durchschnittlich 19 °C mild, aber nicht tropisch heiß, das Rote Meer hat immer noch 24° C. In den Bergen kann es allerdings auch mal schneien.

Und das Risiko? In den Grenzgebieten zum Gazastreifen kommt es immer wieder zu Kämpfen und Unruhen. Aber in den letzten Jahren ist von geschätzt 3,5 Millionen Touristen jährlich kein einziger zu Schaden gekommen.

Auch in Argentinien auf dem südamerikanischen Kontinent wird das Fest der Liebe eher fröhlich denn besinnlich gestaltet. Die Argentinier feiern Jesu Geburt mit Grillfesten und Feuerwerken – am Neujahrsmorgen wirft man dann traditionell seine alten Papiere und Unterlagen als Schnipsel aus dem Fenster. So gibt es immerhin „Papierschnee“ in der Zwölf-Millionen-Metropole Buenos Aires.

Habt ihr die erkundet, könnt ihr euren Kindern das „Ende der Welt“ in Ushuaia zeigen (von hier kann man schon fast die Antarktis sehen!), Nationalparks mit gewaltigen Gletschern und Sandwüsten sehen und echte Cowboys aka Gauchos bewundern.

Der Flug ist mit 14 Stunden kein Zuckerschlecken und auch die klimatische Umstellung fordert Kraft – zumal das riesige Land über mehrere sehr verschiedene Klimazonen verfügt. Da man die Schönheiten der Natur am besten zu Fuß oder auf dem Pferderücken entdeckt, ist Argentinien eher ein Reiseziel für größere Kinder. Plus: Spanischkenntnisse sind von großem Vorteil, nicht viele Argentinier sprechen Englisch.

Ihr wollt schon vor Weihnachten los? Ab dem 30. November erstrahlen die 30.000 Lichter des Rockefeller-Weihnachtsbaums und nicht nur Touristen verfallen dann dem Kaufrausch. Vorweihnachtsshopping in New York, diesen Klassiker solltet ihr euch vielleicht lieber mit älteren Kindern gönnen. Denen dürfte es allerdings riesigen Spaß machen, gemeinsam mit spendablen Eltern die unzähligen üppig dekorierten und leuchtenden Geschäfte von Manhattan zu durchstreifen.

Auf den Bummel-Plan gehören unbedingt die Fifth und die Madison Avenue, die Kaufhaus-Giganten „Macy´s“, „Bloomingdales“ und „Saks“ und natürlich der Disney Store. Zum Stöbern laden auch der (überdachte) „GreenFlea“-Flohmarkt in der Upper West Side und die vielen kleinen Läden im Künstlerviertel SoHo ein.

Für noch mehr weihnachtliche Stimmung sorgen die vielen Paraden, die zwischen Thanksgiving Ende November und dem Weihnachtstag durch die Stadt  ziehen – etwa in Little Italy oder auf der Mulberry Street.

Am East Cape in Neuseeland das neue Jahr begrüßen © Flickr/John Baldock nz

Am East Cape in Neuseeland das neue Jahr begrüßen

© Flickr/John Baldock nz

„Die Letzten werden die Ersten sein“, das ist jedes Silvester erneut das Motto im abgeschiedenen Neuseeland. Auch wenn  die Welt nur selten Notiz von den beiden Inseln im Pazifik nimmt, einmal im Jahr kommt Neuseeland groß raus: Hier, kurz hinter der Datumsgrenze, kann man das neue Jahr als erster Mensch der Welt begrüßen. Wenn das Fernsehen die bombastischen Silvesterfeiern in Sydney, Hongkong oder New York überträgt, liegen die Kiwis schon lange wieder im Bett – oder genießen den Neujahrstag beim Baden am Strand.

Tipp: Wenn ihr wirklich die ersten sein wollt, dann bucht euch für den 31. Dezember im abgeschiedenen Eastland auf der Nordinsel ein. Die „Sunrise Lodge“ ist das nächste Hostel zum Leuchtturm am East Cape, dem östlichsten Festland der Welt.

Alle Nachteile, die für eine zweiwöchige Australienreise gelten, müssen hier natürlich auch bedacht werden; die Anreise nach Neuseeland ist sehr teuer und dauert mit 24 Stunden noch länger. Aber immerhin könnt ihr in zwei Wochen schon ein gutes Stück der Nordinsel entdecken. Abgesehen davon gibt es keinen Grund, mit Kindern nicht nach Neuseeland zu reisen – ihr werdet es lieben!

 

Welche Reiseziele könnt ihr für die Weihnachtsferien empfehlen – wo hat es euch am besten gefallen und was probiert ihr in diesem Jahr aus?

Merken

Merken

Merken


  • 1
    Share

Ist dieser Artikel lesenswert?

Bitte bewerte diesen Artikel: Bewerte diesen Artikel mit einem SternBewerte diesen Artikel mit 2 SternenBewerte diesen Artikel mit 3 SternenBewerte diesen Artikel mit 4 SternenBewerte diesen Artikel mit 5 Sternen
Bewertung: 4,46 von 5 (bei 13 Stimmen)

Das könnte dich auch interessieren

Aktuelle Umfrage

Euer liebstes Familien-Urlaubsziel: Meer oder Berge?

Loading ... Loading ...

 

Weitere Artikel, die wir empfehlen

Anmelden | RegistrierenKommentar als Gast schreiben

Tipp: Wenn du Dein Bild in den Kommentaren sehen möchtest, nutze bitte den kostenlosen Service von Gravatar.com.

zwei + = 8

Dein Name und deine Email-Adresse sind erforderlich. Deine Email-Adresse wird nicht angezeigt.

Anzeige