Babys tragenSERIE Babys tragen - Teil 2Tipps zur Auswahl einer Tragehilfe für unterwegs mit Kind

Auf dem Markt gibt es eine Fülle von Tragehilfen. Wie aber finden Eltern von Babys und Kleinkindern die richtige Trage für den nächsten Urlaub? Im zweiten Teil der KidsAway-Serie gibt es Tipps zur Auswahl einer Tragehilfe für unterwegs mit Baby oder Kleinkind.

Teil 3 von 6 der Serie Babys tragen

von KidsAway-Redaktion

In den weiteren Teilen der sechsteiligen Serie werden folgende Themen behandelt:

Teil 1Teil 2Teil 3Teil 4Teil 5Teil 6
Ohne Kinder- wagenTrage-BeratungMarkt-übersichtUnterwegsTrage- kleidungGepäck
Warum tragen?Kriterien beim TragekaufTragehilfen im VergleichPraxistipps auf ReisenWie
anziehen?
Wohin mit dem Gepäck?

 

Was macht eine gute Trage aus?

von Dorothea Burkhard

In einer guten Trage nimmt das Baby die ihm angeborene Haltung ein, die eine optimale Entwicklung fördert: Knie auf Nabelhöhe, der Po ist der unterste Punkt. Die Beinchen sind etwa im rechten Winkel gespreizt. Der Rücken wird fest umschlossen, das Köpfchen kann gestützt werden.


Anhock-Spreizstellung: Die richtige Haltung ist für Baby und Tragende wichtig © DIDYMOS

Anhock-Spreizstellung: Die richtige Haltung ist für Baby und Tragende wichtig

© DIDYMOS

Richtige Anhock-Spreizstellung: So sieht es mit Tragetuch aus © DIDYMOS

Richtige Anhock-Spreizstellung: So sieht es mit Tragetuch aus

© DIDYMOS

 

Tipps zur Auswahl einer Tragehilfe für Ihr Baby oder Kleinkind

Auf folgende Punkte sollten Eltern beim Kauf einer Tragehilfe für ihr Baby oder Kleinkind achten:

 

  • Ein ausreichend breiter Steg zwischen den Beinen oder den Beinöffnungen des Tragesackes ermöglicht die Anhock-Spreizstellung.
  • Ein gut gebundenes Tuch oder eine gute Fertigtragehilfe beutelt gut, sodass sich die Kniegelenke des Kindes auf Höhe seines Bauchnabels befinden.
  • Das Gewebe der Trage sollte den Rücken des Babys oder Kleinkindes fest umschließen, damit das Kind nicht wegkippen oder in sich zusammensacken kann. Gleichzeitig muss das Gewebe ein Rundwerden des kindlichen Rückens zulassen, wenn das Kind einschläft. Dies ist umso wichtiger, je jünger das getragene Kind ist. Eine Trage mit Anpressdruck ermöglicht dies von selbst.
  • Tragen mit vorgeformten Beuteln, die nicht individuell ans Kind angepasst werden können, sind zu vermeiden, denn nicht jedes Baby ist gleich groß.
  • Die Tragehilfe braucht eine Vorrichtung, um den Kopf des Kindes zu stützen, wenn dieses nicht in der Lage ist, den Kopf selbst aufrecht zu halten, beispielweise wenn es schläft. Diese sollte im Wachzustand weggeklappt oder eingerollt werden können, damit das Kind auch etwas sehen kann, und selbstverständlich einfach zu bedienen sein.
  • Die Tragehilfe sollte das Gewicht des Kindes gut verteilen, sodass das Tragen auch eines schweren Kindes für die tragende Person auch für längere Zeit angenehm ist. Von Vorteil ist dabei die Verteilung des Gewichtes auf Schultern und Hüfte.
  • Riemen und Schnallen sollten bequem, einfach und sicher zu bedienen sein. Breite Gurten sind zu bevorzugen, da sie das Gewicht besser verteilen.
  • Wie auch bei den Tragetüchern ist es wichtig, dass das Gewebe der Tragehilfe frei von Schadstoffen ist, die Farben speichelfest sind und das Gewebe möglichst kunstfaserfrei ist.

 

Tipp

Tipp

Ob die Trage den kindlichen Rücken wirklich stützt, können Sie wie folgt prüfen: Trage mit Kind anlegen und wirklich festziehen, dann sich vorbeugen, die Hände sind weg vom Kind. Das Kind darf nicht mehr als etwa zwei Zentimeter vom Körper wegfallen. Sie sollten die Hände wirklich frei haben können und nicht das Kind noch stützen müssen. Sie spüren sofort, ob das Kind in sich zusammensackt oder eben gehalten wird.

 

Wie finden Eltern eine gute Traghilfe?

Erfahrungsbericht Die Trageberaterin

Eine Trageberaterin ist eine Fachfrau rund ums Tragen. Sie verfügt über ein breites theoretisches Wissen rund ums Tragen, hat den Überblick im Dschungel der verschiedenen Tücher und Tragehilfen und kennt sich mit Anatomie von Mama, Papa und Baby aus. Sie bringt Eltern bei, wie ein Tragetuch oder eine Tragehilfe gebunden wird. Bei einer Trageberaterin können Eltern verschiedene Tücher und Tragehilfen ausprobieren und ausleihen. Auch in schwierigen Fällen (Handicaps, Krankheiten) hat die Trageberaterin Tipps zur Hand.

Eltern von Babys und Kleinkindern finden Untestützung bei einer Trageberaterin. Die meisten haben die wichtigsten Tragen bei sich zu Hause, und man kann die Tragen testen, ehe man sie kauft. So kann man gut erkennen, welches System am besten zur Familie passt. Mancherorts gibt es auch Leihdienste (Weiberkram für die Schweiz, in Deutschland können Tragen meist vor dem Kauf per Leihpaket erst einmal getestet werden).

 

Web Adressen von Trageberaterinnen
http://www.clauwi.de
http://www.trageschule-dresden.de
http://www.trageschule-nrw.de

Web Eltern von Babys und Kleinkindern können sich im Internet schlau machen – eine sehr gute Adresse ist das Forum Stillen-und-Tragen.de.

 

 

Weiter zu Teil 3 der SERIE Babys Tragen

Marktübersicht
Tragehilfen im Vergleich: Die wichtigsten Produkte im Überblick

 

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Die komplette Serie Babys tragen

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